Wäre die Beziehung der Eltern noch intakt, würde ganz sicher keine Diskussion darüber aufkommen, ob Kinder oder Pubertiere zu ihnen ins Bett schlüpfen dürfen. Ich kenne kein Elternpaar, das diesbezüglich den eigenen Kindern gegenüber restriktiv ist. Möglicherweise meine bubble. Schade -zumindest in diesem Fall- für die 13-Jährige, dass ihre Eltern sich irgendwann entschlossen haben, ihre Wege zu trennen. Plötzlich werden aus Selbstverständlichkeiten -gemeinsames ins Bett kuscheln- Konflikte. Weil eine brand-neue Partnerin im Leben des Vaters es nicht erträgt, dass gelebte Strukturen in ihrer Anwesenheit weiter gelebt werden. Klar, das ist zu akzeptieren. Schwer zu verstehen ist, dass die Kompromisse auf dem Rücken des Kindes, das sich nichts von dem elterlichen erzwungenen Lebensstil aussuchen konnte, ausgetragen werden. Binnen einer Kennenlernbeziehungszeit, die gerade mal sechs Monate dauert. Zu akzeptieren ist, dass du, @Liebeleben, keine Lust auf Familienbett hast. Bedauerlich finde ich, dass ihr Erwachsenen nicht außerhalb des Familienlebens mit der Tochter eure Lösung gefunden habt. Sondern das Mädchen in ihrem geschützten Bereich, ihrem Zuhause eingeschränkt wird. Klar, nur einmal die Woche, wenn du da bist. Aktuell. Gibt es denn wirklich keine Lösungen, so dass das Mädchen nicht die Leidtragende eurer Bedürfnisse wird, kann denn nicht dein Partner zu dir kommen, wenn die Tochter bei ihrer Mama ist. Oder du nur dort übernachten, wenn sie bei Mama ist. Echt seltsam, dass das Kind/die Jugendliche den Kompromiss eingehen, verstehen muss. Und nicht ihr.
Zitat von cline: Eine demente Frau? Das dürfte schwierig sein ...
Demenz ist eine Erkrankung mit sehr unterschiedlichen Stadien. Solange die erkrankte Person sich noch -auch mit Hilfe von Pflegeorganisationen- selbst versorgen und eigenständig Entscheidungen für ihr Leben treffen kann, kann und muss ihr auch niemand vorschreiben, wie sie ihr Leben zu leben hat. Erst wenn sie sich selbst oder andere Menschen aufgrund ihrer Krankheit gefährdet, nicht mehr selbst in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen, darf und sollte eingegriffen werden. Notfalls per Beschluss.