Zitat von Ex-Mitglied: Ich fühle mich total unwohl.
Im Moment erscheint sogar daheim sein und arbeiten angenehmer. Erscheint, ich weiß...
Zitat von Ex-Mitglied: Und ich weiß auch, dass ich dem ganzen eine Chance geben sollte.
Schau es dir an. Wenn du dich da absolut nicht wohl fühlst, ist es aus meiner Sicht absolut legitim und ratsam, die Alternativen zu suchen.
Zitat von Ferrismachtblau: Kannst ja mal nach einem Beruhigungsmittel fragen, ich geh mal davon aus, dass du dir über die Suchtgefahr im Klaren bist.
Zitat von Ex-Mitglied: Habe jetzt was zum Beruhigen bekommen.
Wenn es soweit geht, dann kannst du wenn es dort gar nicht mehr für dich geht dort auch raus und in der Akutsituation selbst ambulant dir einen Therapeuten suchen oder an dir selbst arbeiten - und die Medikamente als kurze Brücke nutzen, wenn die Ärzte das befürworten (vorsichtig sein!).
Zitat von Ferrismachtblau: Außerdem würde ich an deiner Stelle bitten um ein sofortiges therapeutisches Gespräch mit einem Psychologen/Psychotherapeuten, keinem Psychiater, das sind Mediziner...
Da stimme ich zu. Psychiater gibt es meines Erfahrung nach eher für die akuten medizinischen Auswirkungen in Bezug auf Medikamente und ggf. Empfehlung für eine bestimmte Therapie.
Und Psychologen für die Therapie abseits der reinen Medikation und Chemie.
Zitat von Ex-Mitglied: Ich habe das Gefühl, der Schmerz geht nie weg, bis eine andere Frau kommt und ihn mir nimmt.
Das ist typisch verlustängstliches und emotional abhängiges Verhalten und Gedankengut.
Bei Henschelmeier und Steffi Stahl und Allgemein u.U. auch als "Liebessicht" bekannt.
Das ist dein Kernthema - und ein neuer Mensch der dich auffängt wäre nur eine neue Substanz, die deine Sucht befriedigt.
Die Sucht bleibt aber vorhanden. Und hindert dich imho an gesunden Beziehungen.
Zitat von Scheol: Nicht das der Therapeut das als negativ sieht weil es nicht in sein Konzept passt.
Ja. Aber wenn ihm das Forum z.B. besser tut als der Therapeut, was dann?
Gute Psychologen und Fachleute sagen übrigens auch ganz offen, dass es absolut normal und menschlich ist, dass man oft erst 2, 3, 4 Therapeuten kennenlernen muss und es manchmal menschlich und fachlich einfach nicht zwischeneinander passt - und man dann lieber den Therapeuten wechselt.
Ist schwer umzusetzen in der Praxis oft, ich weiß.
Zitat von Margerite: Du hast Deinen Wert und den kann Dir keiner nehmen. Er ist da, aber Du stellst ihn in Frage. Das solltest Du nicht tun, denn Dein Wert bemisst sich nicht daran, ob Deine Ex. noch mit Dir zusammen ist oder nicht..
Das ist ein sehr schöner und richtiger Satz von dir, finde ich
👍 Zitat von Margerite: Die Frage ist immer, will ich das? Ist die Lage tatsächlich so unerträglich, dass ich sie ohne Medikamente nicht bewältigen kann?
Offensichtlich ist der TE an diesem Punkt. In die Psychiatrie eingewiesen zu werden und das auch durchaus einzusehen ist schon ein gewisser Punkt.
Zitat von Margerite: Oder bin ich bereit, meine wechselnden Stiimmungen auszuhalten und zu ertragen?
Das ist in diesem Fall (leider) wohl noch nicht möglich gewesen.
Aber das sollte das Ziel sein, da gebe ich dir auch Recht.
Zitat von Margerite: Ich kenne Jemanden der eine psychosomatische Kur machen wollte. Diese wurde auch bewilligt, aber der Patient brach sie sehr bald wieder ab. In der Klinik fühlte er sich nicht wohl und mit dem Arzt wurde er nicht warm. Er meinte dann, er schafft das selbst - ohne Kurklinik.
Daher ist es auch absolut richtig und wichtig zu wechseln oder abzubrechen, wenn man sich dort noch viel schlechter fühlt als zuvor.
Zitat von nalea: Menschen, die anderen dauernd empfehlen sich endlich mal zusammenzureissen, wollen immer was genau erreichen?
Ich denke diese Menschen können meist nicht empathisch nachvollziehen, dass andere Menschen u.U. vereinzelt oder generell anders und weitaus sensibler sind als sie selbst.