Zitat von SchnauzeVoll: Es reicht, ich melde mich ab.
Das wäre sehr schade!
@schauzevoll ich glaube, dass ich hierzu im thread noch nichts geschrieben habe,vllt ließt du es ja noch. Habe mir grad deinen kompletten Thread durchgelesen, hauptsächlich nur deine Zitate und würde dir gerne eine neutrale und wertungsfreie Sicht geben.
Zitat von SchnauzeVoll: Mir ist wichtig, dass ich glücklich werde. Bin ich nämlich nicht.
07.05.2021
Und es geht schon lange so,was aber auch wichtig fpr dich sein könnte, ist die neutrale Sicht von mir,dass es ein Prozess ist. Deine Entscheidung fällt dir nicht leicht und das ist menschlich nachvollziehbar. Und wer sich ein bißchen rein fühlen kann,der hat Verständnis dafür. Zudem möchte ich anmerken, dass du gekämpft hast für eure Ehe,für deine Frau. Man kann sagen,du hast alles dir mögliche getan.
Und zum Glück hast du einen Job den du mit Freude ausübst, Freunde um dich und aus deiner Eigenen Prägung viel gemacht, dass jetzt dein Fundament ist und dir Halt geben wird.
Zitat von SchnauzeVoll: in ihren Augen haben Psychologen selbst einen an der Klatsche.
Ein paar haben das in der Tat, man muss schon den oder die passende für sich finden,das kann schon Kraft kosten.
Zitat von SchnauzeVoll: Unsere Ehe und der Alltag verkomplizierten sich von Jahr zu Jahr mehr und das zerrt an den Nerven und der Lebensenergie.
Sieh es positiv auch das gehört zum Prozess dazu. Das zeigt dich nur,wie sehr du alles in deiner Kraft mögliche getan hast,um eure Ehe zu retten. Manchmal braucht es auch so einen Prozess, bis man letztlich an den Punkt kommt,wo eine Entscheidung unausweichlich wird.
Zitat von SchnauzeVoll: es offenbar Trennungsängste bei mir gibt - obwohl ich, z.B. beruflich, bestens zurecht komme. Manche kenne ich, z.B. ist es eine Illusion, dass es nach einer Trennung mit anderer Partnerin besser wird? Wie schwer wird es sein, eine neue passende Partnerin zu finden?
Aber da muss noch mehr sein. Wenn ich das wüsste, wäre es für mich viel einfacher.
Du weißt eben wie sich das anfühlt und fühlst mit ihr mit,das ist menschlich wertvoll und menschlich nachvollziehbar, dass man Angst hat,was alles mit dieser Entscheidung einhergeht sich zu trennen. Wenn der Pubkt aber da ist,dann handelt man,weil man nicht mehr kann und tut es für sich,um nicht selbst abzustürzen. Die einen machen das so die anderen so. Du bist du,und es ist deine Geschichte und von keinem anderen. Jeder braucht seine Zeit,die er braucht.
Zitat von SchnauzeVoll: Was mich am meisten und so richtig abnervt ist das viel zu schwache Selbstbewusstsein meiner Frau, denn wegen Kleinigkeiten beginnen dann zeit- und nervenverschwendende Diskussionen. Oder: Ich lerne sehr gerne neue Leute kennen, bei ihr ist es das Gegenteil, Zitat "Neue Menschen kennenzulernen ist für mich immer ein Kampf."
Schwere Depressionen, nicht primär das Selbstbewusstsein das fehlt.
Und ich habe viel Mitgefühl für diese schwere Krankheit und welch schwerer Kampf und Leid damit einhergeht.
Zitat von SchnauzeVoll: wir nicht zusammen passen. Ja, und das wusste ich schon sehr früh, da war sie aber schon schwanger.
Nicht mehr zusammen passt.
Du wusstest aber zu dem Zeitpunkt die Tragweite des ganzen nicht. Es ist immer leicht von außen das und das zu benennen, aber Erfahrungen müssen manchmal gemacht werden,damit man was dazu lernt.
Und ein Kind kann auch die Entscheidung beeinflussen oder die Situation verändern. Hab Verständnis für dich selbst. Du hattest das Wissen nicht,das du heute hattest.
Zitat von SchnauzeVoll: Wenn ich mich trenne befürchte ich, dass meine Tochter seelische Probleme bekommt, weil sie an uns beiden sehr hängt (Loyalitätskonflikt).
Das sind deine Befürchtungen, aber geredet darüber hast du mit ihr nicht oder ?
Zitat von SchnauzeVoll: "Was sagt die Tochter eigentlich dazu?"
Die meinte mal im Vertrauen zu mir, dass sie sich solch einen anstrengenden Partner nicht aussuchen würde.
Deine Tochter ist Alt genug und ich glaube nicht,dass Sie dir Vorwürfe macht,wenn du dich trennt,weil du nicht mehr die Kraft hast.
Zitat von SchnauzeVoll: Und ich befürchte, dass ich irgendwann vielleicht die guten Seiten meiner Frau vermissen würde. Es kann aber auch sein, dass ich dann sagen würde: Gut dass Du es getan hast, jetzt bist Du viel glücklicher.
Diese Ungewissheit bremst mich.
Du wirst keine Gewissheit haben,wie du darüber denkst,daß wirst du dann sehen. Aber natürlich spielen sich ganz viele Solcher Fragen ab. Und natürlich kann es erstmal sehr aufreibend sein,aber das ist es doch schon seit Jahren. Und da sie keine Therapie macht, keine Arbeit/Struktur hat ind wahrscheinlich auch sich überall zurück zieht und etliche Unterstützung von dir erhalten hat,was sollte sie dann dazu verleiten etwas zu ändern?
Manchmal braucht es den Punkt der Trennung umm aufzuwachen, zu reflektieren und manchmal geht's ganz übel nach hinten los und sich fällt weiter. Das kann aber keine 20 Jahre so weiter gehen. Nicht für dich und nicht für sie.
Zitat von SchnauzeVoll: Die Trennungsentscheidung endgültig zu treffen fällt mir so schwer, weil meine Frau ja wie beschrieben auch viele gute Seiten hat, und das stärker als bei den meisten. Das würde ich verlieren und in der Form wohl auch nirgends mehr finden.
Das siehst du jetzt,aber bist so lange unglücklich, dass du innerlich ganz schwer damit zu kämpfen hast und vielleicht deshalb dir das etwas durch diese Sätze selbst schwer machst,. Aber auch das gehört zum Prozess.
Und eine Trennung heißt nicht Zwangsläufig, dass man sich nicht mehr sieht . Und die guten Seiten ja trotzdem wertschätzt, aber dennoch ein Recht hat glücklich zu sein und das bist du schon sehr lange nicht.
Zitat von SchnauzeVoll: Auf der anderen Seite halt die negative Lebenseinstellung ("Was erwartet mich schon noch außer dem Alter" etc.),
Starke Depressionen. Gehört dazu.
Sie hat sich teils Selbst aufgegeben und kann da nur jetzt aufwachen. Es kann auch ein wach werden begünstigen durch eine Trennung.
Zitat von SchnauzeVoll: Abgesehen von meiner Tochter würde ich es aus heutiger Sicht nicht mehr tun.
Warum gehe ich dann nicht? Antwort: Ich hätte dann Schuldgefühle. Und die Befürchtung, dass ich > 20 Jahre Zusammensein und Gewöhnung aneinander doch viel schmerzlicher vermissen würde, als ich jetzt denke.
Aber ich bin nicht glücklich.
Du bist nicht glücklich und du darfst jetzt dein Leben wieder so gestalten, dass du glücklich wirst.
Zitat von SchnauzeVoll: Ich habe, und das nicht zum 1. Mal, gesagt, dass mich das Thema nervt und man das Leben genießen sollte, solange man gesund ist.
Sie ist nicht gesund,sie hat starke Depressionen und dieser Satz wird nichts außer zusätzlichen Schmerz auslösen.
Du könntest sagen,dass du Leben möchtest und das du nicht glücklich bist,es sehr belastend ist,sie so leiden zu sehen. Du es sehr bedauerlich findest,dass Sie deine Hilfe nicht annimmt. Sie kann sich überlegen ,ob sie so weiter leben möchte oder sie in eine Klinik geht. Und du ihre Entscheidung respektierst, es ihr Leben ist,aber du keine Kraft mehr hast und du nicht mehr allein für die Ehe kämpfen kannst.
Dann ziehst du aus und sagst ihr,das du für sie da bist,wenn sie in die Klinik geht,aber so keine Beziehung mehr weiter führst.
Zitat von SchnauzeVoll: Das kann durchaus sein, aber wenn ich das lese, zieht sich alles in mir zusammen, da ich von früher weiß, wie sich eine seelische Erkrankung anfühlt. Und dann noch weiter runter - wünsche ich niemand.
Signalisier ihr das du Verständnis für ihr Leid hast und auch mal so gelitten hast und du es niemanden wünschst. Du es daraus geschafft hast,es möglich ist,daraus zu komm.
Zitat von SchnauzeVoll: Warum hat mich meine Frau nach dem Kennenlernen und vor dem Heiraten nicht gewarnt, dass sie psychische Störungen hat? Dann hätte ich sie wahrschl. nicht geheiratet - zumindest wenn ich geahnt hätte, was da auf mich zukommt.
Ein bisschen hatte ich es von Anfang an gemerkt, aber richtig raus kam es während der Ehe.
Du hättest sie wahrscheinlich doch geheiratet und du warst dir da der Tragweite nicht bewusst zu dem Zeitpunkt und auch euer Kind hat euch verbunden. Hab Verständnis für das wie und weshalb es so gekommen ist. Jetzt zählt das wieder glücklich werden. Das Leben ist kurz!
Zitat von SchnauzeVoll: Nur dass diese tollen Ärzte mir als jungem Mann bei einer Depression nicht halfen. Rezeptblock. Erst eine später gemachte Therapie half.
Sag ihr das. Du auch blöde Erfahrungen gemacht hast,sie nicht aufgeben soll,es nochmal zu versuchen. Es kostet Kraft,aber es ist möglich.
Zitat von SchnauzeVoll: Hab ihr mal klar, aber ruhig, gesagt, was ich gern geändert haben möchte - z.B. dass sie sich mal mit Eigenantrieb therapieren lassen soll (also nicht nur, damit ich zufrieden gestellt bin) und dass sie danach arbeiteten gehen soll. 520 Euro Job würde reichen, sie soll hauptsächlich unter Leute kommen.
,,ich möchte das du das tust und das tust und das tust " das wird nicht ankommen.
Zitat von SchnauzeVoll: Und genau da beginnt sich der Kreis zu drehen
Zitat von SchnauzeVoll: Jeder der sich ein bisschen mit Depris/Ängsten auskennt weiß, dass man darin aber auch schnell resigniert.
Zitat von SchnauzeVoll: Das heißt wenn ich gehen sollte wäre das nicht primär wegen Wenn/Dann/Sonst, sondern weil ich bald selbst am Ende bin
Bevor du selbst resignierst.
Zitat von SchnauzeVoll: Ich denke immer mehr darüber nach, was ich tun kann, um eine Trennung möglichst glimpflich für meine verletzliche Frau zu gestalten.
Dich innerlich schon trennen, geh mit Freunden weg,fahr in Urlaub, fang an zu leben. Biete ihr an raus zu gehen.
Frag sie,ob sie mit möchte, will sie nicht,gehst du es für dich dennoch an. Will sie nicht mit in Urlaub, fahr alleine. Will sie nicht spazieren, geh alleine. Auch das wirst du als singel alles neu lernen müssen. Für dich zu tun,ohne sie.
Zitat von SchnauzeVoll: Kann jemand aus seinem/ihrem Erfahrungsschatz berichten?
Ich war nicht lange mit jemandem zusammen, aber die Beziehungen hatten es in sich. Ein Partner war akut gefährdet, hat mich so runter gezogen, weil er keine Therapie oder ähnliches wollte und ich hab alles versucht, bin selbst abgeschmiert und die Trennung war unausweichlich, weil es bei mir akut wurde. Co Abhängig..
Und es war die besten Entscheidung zu gehen! Hat über ein Jahr gedauert das zu verarbeiten.
Als ich mich gefangen hatte,kam wieder ein Chaot, etwas milder, aber das hat mich wieder an meine Grenzen gebracht. Ich hatte die Trennung ausgesprochen,als ich merkte,ich kann das nicht mehr, er passt nicht zu mir,er hat andere Werte,andere Lebensart.
Er war erleichtert und hatte Angst sich zu trennen, was mich erschrocken hat. Er dachte ich würde mir was tun,deshalb antworte ich ihm,dass ich zuviel mitgemacht hab,mich die Beziehung krank macht. Man muss nicht zwanghaft was festhalten, bis man kaputt geht. Er war nur am feiern und Dro. Nehmen, lügen usw ,ich wollte genau das Gegenteil, er zog nicht mit.
Wir waren danach befreundet weiter, ich hatte Probleme raus zu gehen, aufeinmal Panikattaken ,Wut, Trauer, diesmal hat er ausgehalten,viel ausgehalten. Ein Jahr ca und ich sagte ihm,dass ich was ändern muss,es mir wahnsinnig schlecht geht, er meinte kühl
,,hol dir hilfe ,wenn du das ändern willst,ich bin nicht dein Therapeut" ging immer mit mir raus,kochten zusammen, kümmerte sich,zumindest das ich nie alleine war und ich hab erkannt, mein Anteil gehe ich an,bin in Therapie gegangen über monate Stationär,er hat mich bis dahin unterstützt und Gesagt, dass er mich bewundert für den Schritt. Er auch so gern aufhören möchte und mir Karten geschickt hat mit aufbauenden Worten.
Ich bin fertig mit Therapie,clean und mein ex konsumiert weiter, seine neue Partnerin,on off und wieder die gleichen probleme.
Ich kann dir nur den Rat geben zu gehen und nicht selbst k.o. zu gehen. Das kann durchaus Langfristige Folgen für deine eigene Psyche haben.
Hilfe holt man sich,wenn man selbst etwas einsieht und verändern will,der Punkt ist bei deiner Frau noch nicht da. Und du wirst auch Anteile haben und nach und nach ,so wie bereits jetzt schon,mehr verstehen, warum und wieso dein Anteil mitgetragen hat.
Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Weg und das ihr friedlich miteinander beide heil daraus kommt und wieder glücklich werdet.