SchnauzeVoll
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ich bin 55 und seit 24 Jahren verheiratet, habe eine Tochter (24), die seit 1 Jahr nicht mehr bei uns wohnt.
Seit 25 Jahren leide ich zunehmend an den ärztlich diagnostizierten psychischen Störungen meiner Frau, die da wären: Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung in Kombination mit Depressionen und Soziophobie, was auch zur Folge hat, dass sie nicht arbeitet und zuvor ihr Studium geschmissen hat.
Der Zustand schwankt stark - es gibt Tage, da merkt man nichts, dann wieder Tage, wo sie z.B. 2 Minuten vor dem Wegfahren zu Freunden einfach mitteilt, sie bleibt zu Hause, oder Tage, an denen sie grundlos (?) heult. Es gibt ab und zu auch agressive Phasen, in denen sie wegen Kleinigkeiten Kaffeetassen o.ä. zerschlägt.
Ganz am Anfang sah ich das nicht kommen, bzw. blendete Warnsignale aus. Wie man am Zeitstrahl sieht, wurde nach ein paar Monaten zusammen sein schnell geheiratet, ein wichtiger Punkt war damals die Schwangerschaft. Ich hätte sie damals auch später geheiratet, wollte dann halt, dass meine Tochter auch mich von Anfang an als Sorgeberechtigten hat.
Immer mehr merkte ich, dass mit meiner Frau massiv was nicht stimmt - aber meine kleine Familie aufgeben wollte ich auch nicht.Ich riet zur Therapie - sie hat dann auch ein paar Therapeuten verschlissen - irgendwann abgebrochen mit dem Hinweis, die taugen eh alle nichts und über den mit eingeschalteten Psychiater verordnete Medikamente einfach abgesetzt.
Nachdem meine Tochter ausgezogen ist überlege ich immer mehr, ob ich das ganze Drama nicht durch eine Trennung beenden und nochmal neu anfangen soll - aber da ist die gemeinsame Tochter, wer weiß, wie sie reagiert, da sind 25 gemeinsame Jahre und da ist meine Sorge, dass meine Frau dann psychisch richtig abschmiert.