Zitat:Die Menschen eben nicht gesund sind und man selbst aber auch lernen muss früher loszulassen. Die, gerade in einem gewissen Alter, eigentlich nicht mehr therapierbar sind. Das sich schon so manifestiert hat, so lange damit leben, da hilft weder Therapeut noch die grösste und leidensfähigste Liebe was.
Das ist ein guter Punkt. Als Co-Abhängiger nimmt man der kranken Person sehr viel ab, und schafft ihr einen sicheren Rahmen für die Krankheit. Bei einem Alk. eventuell Schutzzeiten, in denen er unbemerkt für andere trinken kann, oder seinen Rausch ausschläft. Oder man gibt anderen plausible Erklärungen dafür, warum der andere gerade nicht vollständig an Bord ist. Letztlich aber lügt man aber nur.
Man denkt, dass man die Fassade retten muss, en anderen und die Kernfamilie schützen muss, dabei schafft man eigentlich nur für den Abhängigen oder Kranken einen sicheren Ort, an dem er sicher seinen Tanzplatz hat. Das wird oft von außen gefördert. Therapeuten binden den Partner mit ein, Familie und Freunde sagen gerade bei der Unterstützung von Kranken bewundernd:" Wahnsinn! Wie du das hinkriegst! Du bist der Fels. Ganz toll!" Das lässt oft bleiben. Dazu die kurzen motivierenden Momente, in denen der Abhängige oder Kranke wieder normal erscheint und damit Hoffnung gibt.
Wenn man das erkennt, erkennt man auch, dass es keine Hoffnung gibt. Man erkennt, dass man mehr als alles geben kann ohne dass etwas passiert. m Gegenteil, wenn man nicht mehr als alles gibt, dann passiert etwas.
Dieses Muster kann beim Co-Abhängige in Form von Angst und Schuldgefühlen bereits manifestiert sein. Deshalb würde ich intensiv gucken, welche Ängste mich treiben und ob ich Schuldgefühle habe. Wenn der TE in seiner Situation keine Lust auf die Begegnung mit weiteren Psychologen hätte, könnte ich das in seiner Situation gut verstehen. Hier kann auch ein guter Freund oder ein Familienmitglied als Sparringspartner ausreichen.
Man muss sch auch deutlich machen, dass die Trennung auch für den Abhängigen oder Kranken eine Chance darstellt zu begreifen, dass das eigene Leben selbst organisiert und verantwortet werden muss. Dass die eigene Lebesqualität nicht von anderen geschaffen, sondern selbst erarbeitet werden muss.