Zitat von Solskinn2015: Die Fragezeichen werden dominanter, wenn die Trennung oder das Auseinandergehen ohne Wertschätzung und ohne Kommunikation erfolgt.
Wertschätzung hat immer was mit Priorisierung zu tun. Und es gibt den schönen Satz: Du kannst nicht nicht-kommunizieren. Nehmen wir als Beispiel Ghosting - da werden die eigenen Bedürfnisse des Ghosters über die des Gegenübers gestellt. Ob es nun konfliktscheues Verhalten ist (Volksmund: Feigheit) oder Desinteresse - völlig egal. Sobald der Ghoster sich nicht mehr meldet ist es ein "Meine Bedürfnisse sind über deinen und ich wünsche keinen Kontakt mehr zu dir" - das ist die Kommunikation an der Stelle. Ob das nun moralisch oder menschlich vertretbar und angemessen ist, ist da nachgelagert und eine individuelle Bewertung. Mir geht es erstmal um den Fakt ohne Wertung.
Zitat von Solskinn2015: Es ist aber noch mal ein Unterschied wie das erfolgt.
Sicherlich, aber wie oben schon geschrieben: Du kannst nicht nicht-kommunizieren. Grund einer Trennung, wenn man es mal runterbricht ist fast immer derselbe: Ich begehre dich amourös nicht mehr/genug und/oder sehe deine Bedürfnisse gleichwertig oder höher als meine eigenen Bedürfnisse.
Mir fällt übrigens gerade kein Fall ein, wo das nicht passt. Das WIE ist etwas völlig anderes und für mich zumindest eine ganz andere Frage.
Zitat von Solskinn2015: Und ja man hat dann das Bedürfnis Verhaltensweisen anderer verstehen zu wollen.
Tatsächlich habe ich das mittlerweile eher selten. Früher war ich da definitiv anders aufgestellt. Hier greift die von mir angesprochene Akzeptanz ganz gut. Manche/Viele Dinge sind wie sie sind und von mir nicht beeinflussbar. Und das ist eben ein Hauptpunkt, den ich hier oft subtil mitschwingend lese: Kontrollverlust bzw. Wunsch etwas zu kontrollieren, was nicht kontrollierbar ist. Denn ich unterstelle einfach mal, dass nicht wenige den Grund einer Trennung in Erfahrung bringen wollen damit sie durch Invest/Änderung/Anpassung diese Gründe beseitigen können bzw. glauben es zu können um den Zustand der eigenen Bedürfnisbefriedigung aufrecht erhalten zu können (Partnerschaft, Beseitigung der Trauer/Wut/Enttäuschung).
Und ob du es mir glaubst oder nicht: Wenn eine Frau mir sagt, dass sie nicht mehr mit mir zusammen sein möchte, respektiere ich ihren Wunsch, der zu einer willentlichen und freien Konsequenz führt (Trennung). DAS sehe ich als empathisch und respektvoll an, nicht das nachbohren nach Gründen/Erklärungen.