chris11199
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Ich wurde vor ca. 6 Monaten verlassen, nach 11 Jahren Beziehung. Eigentlich war geplant dieses Jahr Kinder zu bekommen, sowie ein Umzug.
Die Trennung kam für mich relativ überraschend. Was mich betrifft so bin spätestens seitdem sozial fast vollkommen isoliert. Vor 1 Monat ist mein Vater noch zusätzlich verstorben und seitdem habe ich den Kontakt zu den Resten der Familie ebenfalls abgebrochen. Da er seit nun bereits 2 Jahren pflegebedürftig war, war ich zwar auf den Tod vorbereitet gewesen, jedoch nicht alleine. An Weihnachten hatten wir ihn noch über unsere Kinder und Hochzeitsplanung in Kenntniss gesetzt, woran er bis seinem Tod glaubte, da ich ihm nie von der Trennung erzählen konnte. Vor ein paar Jahren hatte ich ein Haus gekauft und in Eigenleistung renoviert, jedoch steigt meine Antriebslosigkeit mit jedem Tag, sodass es mir heute bereits schwer fällt auch nur den Müll runter zu bringen oder gar Termine wahrzunehmen. Die letzten Monate habe ich sehr viel Zeit damit verbracht über Persönlichkeitsentwicklung und soziale Interaktionen zu lesen. Jedoch sehe ich hier irgendwie keine Perspektive mehr. Eigentlich wollte ich immer eine traditionelle Beziehung, mind. 2 Kinder etc, wie man das Ganze im Sinne eines "Zuhauses" sich eben vorstellt. Mir scheint aber das meine Erwartungen viel zu hoch sind, der Datingmarkt nichts brauchbares hergibt, und ich selbst scheinbar auch in diesem Kontext wertlos bin. Aktuell bin ich am überlegen zu kündigen, Haus und Hab und Gut zu verkaufen und das Land zu verlassen, Frage wäre wohin und ob das Gras auf der anderen Seite des Zauns wirklich grüner ist.
Versucht habe ich folgendes um meine Situation zu verbessern:
-Über 30 Fachärzte angerufen - sofern ich jemanden erreichen konnte waren keine freien Termine in Sicht
-Mehrere Samstagabende rausgegangen obwohl mir Feiern/Großstadt gar nicht liegt - ergebnisslos
-Onlinedating auf 3 verschiedenen Plattformen - teils ergebnisslos, teils ghosting, teils scam, andernfalls suchten die Frauen nur eine F+ und einen "Alleinunterhalter"
-mir den Status quo bewusst gemacht
Alles in allem merke ich das mir alles etwas entgleitet. Früher konnte ich mich auch in sehr schweren Lebensphasen (Trennung meiner vorigen Beziehung) immer disziplinieren und eben Notwendige Dinge noch erledigen, heute gelingt mir das nur noch unter allergrößtem Aufwand und viele Dinge bleiben liegen. Vielleicht hat jemand ja einen Rat. Vielen Dank.