Zitat von Blind-Meg: Ich meine, Kinder sind einer dieser Klebstoffe.
Zitat von MMHW71: Man hat sich bereits zu viel gemeinsam geschaffen.
Der Klebstoff ist vielleicht viel emotionaler als man denkt und heißt
Hoffnung.
Der Fremdgeher, die EF und die Affäre leben ja eigentlich alle in der Hoffnung. Das ist es, was alle gemeinsam haben.
Der Fremdgeher, der sich nicht trennt, hofft, dass es, wenn er bleibt, irgendwann wieder so wird wie es mal war. Es hatte ja mal einen Grund warum man geheiratet, Kinder in die Welt gesetzt hat usw. Und sicher war es, wenn es auch aktuell nicht gut läuft, einige Jahre auch schön.
Die EF hofft sowas ähnliches und dass er daraus gelernt hat.
Und die Affäre hofft, dass er eigentlich gar kein Betrüger ist, zumindest nicht bei ihr, wenn es denn dann mit der Beziehung klappen soll.
Hoffnung ist ja grundsätzlich was positives. Und das Sprichwort "Sie stirbt zuletzt" kommt irgendwoher. Manchmal lässt sie uns aber in ungesunden Situationen verharren. Und oftmals ist man nicht sauer auf den Gegenüber, sondern auf sich selbst, weil man eben zu sehr und zu lange auf das Pferd "Hoffnung" gesetzt hat. Dann kommt Scham und das Gefühl dumm, blind oder naiv gewesen zu sein. Gibt es bei Betrogenen übrigens auch.
Zitat von MMHW71: Auf jeden Fall - Kinder sind glücklich, wenn sie tagtäglich sehen, wie sich die Eltern zoffen. Mama weint - was kann es Schöneres für ein Kind geben? *Ironie off*!
Nicht immer laufen Ehen so ab. Es gibt auch Paare, die zwar keine Leidenschaft mehr füreinander haben und eben keine klassische Liebesbeziehung mehr führen, aber trotzdem respektvoll im täglichen Miteinander sein können.
Ich gehöre auch zur Fraktion, dass man nicht wegen der Kinder zusammenbleiben sollte und dass die Opferbereitschaft für sie endlich sein muss. Und beim Argument, gerade von Ehemännern: Kann mich wegen der Kinder nicht trennen, bekomme ich Brechreiz.
Aber trotzdem ist eine Familie, auch wenn heimlich einer eine Affäre führt, nicht immer für die Kinder automatisch traumatisch.