Margerite
Mitglied
- Beiträge:
- 3095
- Danke erhalten:
- 8113
- Mitglied seit:
Zitat von alias2025:Würde mich über eure Meinungen freuen weil ich gerade nicht einschätzen kann ob ich absolut überreagiere oder das der Anfang vom Ende ist.
Es liegt an Euch, ob es der Anfang vom Ende ist. Aber ich denke, der Vorfall ist ein Wachrüttler, dass Ihr was tun müsst, damit Ihr Euch nicht abhanden kommt.
In jeder Beziehung kehrt Routine ein, es schleifen sich Verhaltensweisen ein und in gar nicht so wenigen Beziehungen wird diese nicht gepflegt. Dazu gehört, dass man offen mit dem Partner über das reden kann, was einen bewegt. Es gehören vielleicht auch mal kleine Aufmerksamkeiten dazu, die man dem Partner entgegen bringt. Damit meine ich keine Geschenke, aber man kann dem Partner auch mal etwas abnehmen, Aufnerksamkeit und Wertschätzung zeigen. Das ist gerade für Frauen oft wichtig, dass sie sich wahrgenommen fühlen. Nicht wenige klagen darüber, dass sie praktisch nicht mehr "gesehen" werden und sich mehr wie ein Möbelstück als ein fühlendes Wesen fühlen.
Und offenbar mangelt es bei Euch an Offenheit und Vertrauen. Der Vorfall mit dem Ex. zeigt das deutlich, denn sie vereinbarte, ohne Dich zu fragen, einen Termin. Wer tut so was? Jemand, der lieber vorher nicht fragt, nichts sagt, weil er Gegenwind befürchtet. Dann kommen so Ideen wie die Politik der vollendeten Tatsachen, die man dem Partner mal so ganz nebenbei mitteilt.
Und dann schaukelt es sich hoch, dass sogar schon der "Anfang vom Ende" in den Gedanken ist.
Ich denke, ihr solltet über dieses Thema nochmals sprechen und das sollte vielleicht von Dir ausgehen, denn damit machst Du einen Schritt auf sie zu. Und dann mal einfach sagen, Du, ich wollte gerne nochmals mit Dir über das Treffen mit dem Ex. sprechen. Es geht hier dann nicht ums Rechthaben oder Beharren auf der eigenen Sichtweise, sondern dass man in einen Austausch kommt.
Wenn beide bockig werden weil der eine Recht haben will und der Andere sich gemaßregelt fühlt, kann sich das verfestigen und der Wurm ist drin, dem im Gebälk nagt und irgendwann zur Sprachlosigkeit führt.
Man muss eine Beziehung wie ein Pflänzchen sehen, das mal gegossen werden muss, damit es nicht verdorrt. Das habe ich auch erst spät gelernt, aber mein tägliches gemeinsames Abendessen mit meinem Partner ist mir sehr wichtig.
