@Vidi
Nochmal zu dem Punkt
"Persönlichkeitsstörung"Ich persönlich habe diese Schluß bislang nicht ziehen können und nehme auch an, dass diese Meinung
falsch ist.
Ich bin zu meiner Annahme deswegen gelangt, weil die Persönlichkeit der kindlichen Realität noch nicht voll ausgereift war. Im Erwachsenen-Alter hingegen, besteht keinerlei zuverlässige und verwertbare Erinnerung, da schon bereits mit der Wahrnehmung "konstruktive Anpassung" erfolgt. Die "Erinnerung" wird unbewusst situativ umgeformt. Dabei verstehe ich Umformen in der vollständigen Difinition als "bildsame Formgebung" - ohne das Abspeichern der dazu gehörigen Emotion.
"Die wichtigsten Fertigungsverfahren der Umformtechnik sind das Walzen, das Freiformschmieden, das Gesenkschmieden, das Fließpressen, das Strangpressen, das Tiefziehen und das Biegen." (natürlich nur sinnbildlich verwendet)
Dieser Vorgang ist zwingend nötig um die
Flexibilität des Konstruktes zu erhalten. Würde man authentisch abspeichern, würden die diversen Fehler in dem "perfekten System" offensichtlich werden. Da dem N. sein Konstrukt vordergründig nicht bewusst ist, muss es "perfekt funktionieren" (die Lieblingsworte meines Mannes), denn anderen Falles würde es ihm auch ohne dass er dies möchte bewusst werden. In diesem Zusammenhang steht daher auch für mich fest, dass die gängige Annahme, die narzisstische Störung definiere sich durch "ein durchgehendes Muster
unflexibler Verhaltensweisen seit dem frühen Erwachsenenalter, das vor allem im sozialen Miteinanderander immer wieder zu Problemen führt." nicht nachvollziehbar ist. Denn ein Narzisst zeichnet sich gerade durch "über-flexible" Verhaltensweisen (Distanzlosigkeit, Love-Bombing, Warmwechsel, Nähe-Distanz etc.pp) aus.
Durch das zerlegen einer Wahrnehmung in seine Einzelteile und die konsequente Abspeicherung abgekoppelt von der dazu gehörigen Emotion, ist es praktisch unmöglich die eigenen Erinnerungen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, letzteres ist doch aber zwingend erforderlich um eine Persönlichkeit auszureifen und authentisch nach aussen zu zeigen.
Zeitgleich verlernt der Betroffene
spontane Empathie. Fordert man ihn hingegen auf empathisch zu sein, kann er dies sehr wohl er greift lediglich auf einen anderen Speicherort zurück.
Ich selbst (was natürlich egal ist) sehe N. daher als eine hm .
"traumaindizierte Wahrnehmungs - und Verhaltensstörung" (vielleicht?) . Das Kind sucht instinktiv NICHT die Ursache für sein LEID bei sich (bis dahin auch gesund), sondern die Ursache für das Verhalten einer z.B. nicht erreichbaren, nicht verfügbaren Mutter bei sich. Ab einem gewissen Grad der Frustration und Hilflosigkeit versucht das Kind nicht mehr die Anpassung um sein Bedürfnis durch die Mutter erfüllt zu bekommen,, sondern es Tritt Resignation ein. Das Kind gibt das Bestreben auf, gesehen, wahrgenommen und erwünscht zu sein und kommt zu dem Ergebnis, dem Gefühl der Wertlosigkeit, der Leere, des nicht erwünscht seins. Um aus diesem unerträglichen "Zustand" zu entfliehen, ist das Kind nicht mehr interessiert an menschlich-emotionaler Interaktion. Es ist fortan ausschliesslich mit sich selbst befasst in dem Bestreben ein perfekt funktionierendes Chamälion zu erschaffen, dass alles und jeden zufrieden stellen kann und keine Fehler macht.
Ich sage dazu immer Selbstberuhiger, eine Art "emotionaler Schnuller." - etwas,
wozu der Borderliner z.B. nicht fähig ist und daher aus meiner Sicht auch die untere Stufe der Leiter belegt - nicht die NPS.
Erstmal mein Geschreibsel

Danke für's lesen
LG
Ex-Mitglied