Zitat von Error: Jetzt alles verkaufen, Geld parken und darauf zu warten nach dem Crash billig wieder einzusammeln, könnte man vorbeugend tun.
Aber da die Währungen ebenfalls crashen können, ist es aus meiner Sicht nicht zu empfehlen -
Deswegen habe ich Deinen Rat oben nicht verstanden, wo Du geschildert hast, dass Du mit verschiedenen Aktien ETFs diversifizierst.
Das ist keine Diversifikation!
Die Aktienkurse korrellieren miteinander.
Wenn die Wall Street runterrauscht, rauschen alle runter. Rund um den Globus.
Richtige Diversifikation erfordert andere Assetklassen. Da rede ich von Anleihen, Rohstoffen und ggf auch Währungen.
Meine Frage für eine Absicherung gegen einen schwachen Dollar hast Du ja leider nicht beantwortet
Sich gegen einen Crash abzusichern geht auch anders als verkaufen
Es gibt Absicherungsstrategien.
Die kosten natürlich Geld. Die mache ich aber auch nicht.
Aber ich diversifiziere mit anderen Assetklassen.
Deswegen bleibe ich auch in Gold.
Es bringt mir nichts, wenn sich hier einer hinstellt und sagt, er hätte bei Gold Kasse gemacht und sich damit rühmt.
Entscheidend ist, welche Kurserwartungen einer hat. Wenn ich trotz rasantenm Anstieg an weiter steigende Kurse glaube, bleibe ich drin oder verkaufe nur einen kleinen Teil.
Es kann ja auch sein, dass man zu früh verkauft und dann den Kursen hinterher schaut. Du erwischt den idealen Einstiegs- und Ausstiegspunkt niemals.
Bei Gold bleibe ich aus mehreren Gründen drin weil ich mich den zahlreichen Analysten anschließe, die der Ansicht sind, dass die fundamentalen Faktoren, die den Goldpreis hochgeprügelt haben, durch den Kursrutsch nicht verschwunden sind:
Geopolitische Unsicherheiten, die enormen Käufe der Zentralbanken (um sich vom Dollar abzukoppeln) , weltweite wachsende Staatsverschuldungen, sinkende Zinsen ...
Trump will weitere niedrige Zinsen weil sonst fliegt ihm irgendwann seine hohe Staatsverschuldung um die Ohren.
Das alles spricht für Gold.
Grosse Analysehäuser wie JP Morgan, Deutsche Bank und Wells Fargo haben ihre Kursziele für Gold
nach dem Crash bekräftigt und sehen den Goldpreis Ende 2026 zwischen 6.000 und 6.500 Dollar.
Wer aber seine 300% Kursgewinne lieber mitnehmen will, der darf das gerne tun.
Ich habe aber so einen hohen Kursgewinn nicht, weil ich den Megaanstieg schlicht verpennt habe.
Ich liege bei mageren 35%.
Und ich habe auch weder Gold im Garten vergraben noch im Tresor, weil viel zu teuer.
Ich sehe aber, dass nach dem Kursrutsch der Goldpreis sich ja bei knapp 5.000 USD eingependelt und einen Boden gefunden hat
Die chinesische Zentralbank hat nach dem Crash gleich wieder nachgekauft, während hingegen die chinesische Privatnachfrage offensichtlich zurückgegangen ist.
Es steht ausser Frage, dass Gold nach dem Crash seinen Nimbus als sicheren Hafen eingebüßt hat. Es ist auch vieles spekulationsgetrieben.
Ich sehe aber keine Alternative.
Ich könnte deutsche Staatsanleihen kaufen. Aber was bekomme ich da? Nix
US Staatsanleihen bringen vielleicht 4% Rendite, habe aber das Dollarrisiko.
Bleiben Unternehmensanleihen.
Ob Gold auch dann steigt, wenn China Taiwan überfällt oder vielleicht auch einbricht , weiß ich ich nicht.
Als wir 2008 die Lehmankrise hatten, konnte sich auch Gold dem Abwärtstrend nicht entziehen. Insofern ist der "sichere Hafen" begrenzt.
Ich gebe Dir hier keine Anlagempfehlung, sondern nur meine Sicht der Dinge.