Zitat von Error: Leider ist gerade der Derivatehandel oft Schuld daran, es wird gewettet, was das Zeug hält - dazu Analysen/Empfehlungen ausgesprochen, um den Kurs in die gewünschte Richtung zu bewegen
Da muss ich leider widersprechen. Bei großen Banken sind Research und Trading aufgrund von Compliance Vorschriften voneinander getrennt. Reesearch agiert meist unabhängig.
Und was den Derivatehandel angeht:
Emittenten hedgen sich, sobald du einen Turbo auf zB Aktie A kaufst. Das machen sie, indem sie zB die Aktie selber kaufen Hat dein Turbo einen Hebel von 10, müssen sie die zehnfache Anzahl Aktien kaufen.
Das sorgst im Zeitpunkt Deines Kaufes für zusätzliche Nachfrage nach Aktie A.
Sie können sich auch über entsprechende Optionen an der EUREX hedgen. Generell müssen sie nicht nur das Aktienkursrisiko hedgen, sondern auch das Volatilitätsrisiko,Zinsänderungsrisko etc.
Heisst: Im Zeitpunkt Deines Kaufes ist der Emittent gehedged und es ist ihm egal, ob Aktie A dann steigt oder fällt.
Sie verdienen dann auch nichts daran, wenn der Turbo ausknocked.
Generell verdienen die Emittenten an der Vola und an den Spreads (Geld-/Briefspanne). Der Spread wird in den Abendstunden in der Regel höher, um das Risiko besser zu hedgen.
Fällt Deine Aktie A, lösen sie ihre Hedgepostion wieder auf und verkaufen Aktie A wieder. Das beschleunigt den Kursverfall.
Bei Nebenwerten kann das bedeuten, dass so Deine KO--Schwelle erreicht wird. Bei DAX-Werten halte ich den Effekt für weniger bedeutsam, weil die Liquidtität dort deutlich ist.
Der Silbermarkt ist auch deutlich illiquider als der Goldmarkt. Das musste ich aber kürzlich auch erst lernen.
Und bei ETFs und Fonds wird zusätzlich eine Managementgebühr berechnet und beim NAV geschummelt.