Zitat von Wurstmopped:Wer sehen kann, läuft nicht Gefahr überrascht zu werden, hat mein Therapeut zu mir gesagt. Bedeutet, allzu romantische Sicht und Erwartungen ...
Dann sind wir uns da doch sehr sehr einig. Nur dass ich zum "Sehen" nicht ins Handy des Partners schauen muss.
Zitat von Alduin: den Selbstwert steigert,...
Auch das geht ohne Hilfe von außen nur sehr begrenzt
Zitat von Alduin: Das "Vertrauen fassen" beim neuen Partner wird schwieriger sein als vorher. Daran zu arbeiten geht nur in der Beziehung.
Das ersetzt aber nicht die Selbstreflektion
Deshalb schrieb ich ja auch, dass dem größten Teil der Arbeit der hat, der (wieder) Vertrauen lernen möchte.
Das Problem dabei ist, wie so oft, dass Verstand und Emotion sich nicht immer einig sind. Natürlich
weiß ein Betrogener, dass der neue Partner nicht der alte ist und erstmal kein Grund besteht, nicht zu vertrauen. Aber der Spinnenphobiker
weiß auch, dass Spinnen hierzulande weitgehend ungefährlich sind. Angst (= Emotion) hat er aber trotzdem. Das sind verschiedene Hirnareale, die nicht miteinander kommunizieren können. Sonst müsste ein Therapeut ja dem Angstpatienten nur 1x erklären, warum seine Angst unbegründet ist und der Patient wäre geheilt. So funktioniert das aber nicht.
Wenn man was Schlimmes erlebt, speichert das Hirn per Angst eine Art Alarmanlage, die warnen soll, damit einem das zukünftig nicht nochmal passiert. Und diese Alarmanlage
soll ja frühzeitig anspringen, sonst ist sie nutzlos. Ein Rauchmelder, der erst piept, wenn du schon erstickt bist, ist halt wertlos. Das ist mMn das große Dilemma und erfordert viel Arbeit von beiden Partnern, wenn einer mal betrogen wurde und daher Schwieeigkeiten mit dem Vertrauen hat.