Maladaptiv = progredient!? - Sehr interessant aber leider nicht korrekt Schlussfolgerung.
Maladaptiv unterschreibe definitiv. Ein unflexibles Muster an Verhaltensweisen, das situationsgeneralisiert seit dem frühen Erwachsenalter auftritt (sinngemäß nach ICD-10, das dürfte Frau Doktor ja geläufig sein).
Der Wille zu einer Änderung kann durchaus da sein, wenn die "Kosten" zu hoch werden - aber der Weg dahin lang und nicht selten steinig.
Die Kosten für jemanden der tatsächlich an einer narz. Persänlichkeitsstörung leidet werden nicht zu groß, es finden sich nämlich immer Menschen die sich Honig ums Maul schmieren lassen. Teil der Störung ist es diese nicht als Problem zu erkennen, das was ungewollt ist an eigenen Anteilen wird auf das Gegnüber, die Umstände, andere projiziert und "bekämpft". Wenn du jahrelang beim Mathetest beim Nachbar abschreiben darfst - wieso dann die Mühe es zu lernen? Menschen sind bequem. Ja es gibt reflektierte Narzissten, insofern, dass sie merken, dass sie "anders" sind aber auch hier - eine NPS gilt als unheilbar. Die Unmöglichkeit mit NPSlern effektiv zu arbeiten geben auch Therapeuten und Psychologen offen zu. Die wenigsten NPSler sind in Therapie und wenn dann nicht aufgrund der NPS sondern aufgrund von Begleitproblemen (bspw. Alk., Scheidung etc.) und die, die sich tatsächlich in Therapie begeben haben, haben ein Händchen dafür selbst den besten Thera an der Nase rumzuführen und wenn sie sich genügend Aufmerksamkeit geholt haben gehen sie. Am besten hat es wie ich finde H.G. Tudor (diagnostizierter Narzisst) ausgedrückt: "Why should I change sth. that works for me?"
Zitat:Des Weiteren ist es mir herzlich egal warum, weshalb und wieso Narzissten sind wie sie sind, es geht mir um mich und meine Heilung.
Weil das, was Du dann findest, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Dein Verständnis der Störung revidieren würde und Dir die Grundlage entziehen würde, um den Ex-Partner so abgrundtief zu hassen und Dich rächen zu wollen.
Du hast ein Recht auf deine Meinung. Ich hasse meinen Ex übrigens nicht, es tut mir leid für ihn. Und die beste Rache ist ein schönes Leben was ich anstrebe, jegliche Form der Rache gibt ihm nur das gewünschte Lebenselixir ("kuck mal, ich kann dich zu abartigen Reaktionen bringen- ergo: ich bin wer!")
Wenn ich angeschossen werde kann es durchaus nützlich sein meinem Arzt das Kaliber und die Kugelgröße mitzuteilen, vorm verbluten schützt es mich nicht. Genausowenig wie gaaaanz viel Wissen über Narzissmus mir zwar zu Anfang erklärt was da wirklich abgelaufen ist, mir aber nicht hilft zu heilen.
Zitat:Was den Opferbegriff angeht, denn du immer wieder anbringst, ich mich aber nicht entsinnen kann mich irgendwo als solches bezeichnet zu haben, geschweige denn als solches gesehen werden möchte
Wer von sich sagt, er sei auf einen anderen "hereingefallen" ist damit kein Opfer? Manchmal muss man die Dinge nicht explizit beim Namen nennen, obwohl sie aus allen Poren quellen.
Ja mein Lieber ich bin vollends darauf hereingefallen, schlimmer noch, auch ich dachte "mit meiner Liebe schaffen wir das. Ich habe so viel in meinem Leben hinbekommen, das packen wir auch wenn ich mich nur anstrenge und xy tue"...Ist Blödsinn, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. In diesem Sinn war ich Opfer, Betonung auf WAR.
Zitat: ich habe viele Opfer für diesen Menschen, eine Illusion, gebracht und das tut weh
Heroismus und Martyrium sind typische Kennzeichen des weiblichen Narzissmus, der wie der Schlüssel ins Schloss zur männlichen Form passt.
Meine Aussage war zwar nicht auf das bezogen was du daraus schlussfolgerst aber okay. Lass ich dir.
Zitat:wäre nicht einmal in mich gegangen und hätte mich gefragt was an mir sein Verhalten ermöglicht hat
Das ist schon mal die richtige Frage, die Dich weiterbringt. Dann heißt es allerdings auch dran bleiben, egal, was frau bei sich selber findet und Dir das gefällt oder nicht. Du hast auch erhebliche Anteile und die Arbeit daran kann Dir helfen, sowas in Zukunft zu vermeiden.
Deswegen bin ich hier gelandet.
Zitat:Das Problem ist, das Narzissten neurologisch verkümmert sind, also keine Empathie und keine Reue empfinden können und das Gegenüber nie gelernt hat sich selbst zu lieben und zu akzeptieren.
Oha - ganz neue Erkenntnis? Oder nur der verzweifelte Versuch, ein psychologisches Phänomen mit Biegen und Brechen medizinisch bzw. biologisch erklären zu wollen!? Wenn das wirklich so ist, möchte ich bitte die genaue Quellenangabe dafür haben. Und ich hoffe mal, dass das nicht die selbe Richtung ist, wie die biologischen Hypothesen zur Borderline-PS, von der Herr Bohus glaubt, sie hänge mit bestimmten morphologischen Auffälligkeiten der Amygdala zusammen - aber den exakten kausalen Beweis dafür schuldig bleibt. Vielleicht sind ja entsprechende Veränderungen im limbischen System nicht Ursache, sondern Folge der Störung!?
Wozu brauchst du da von mir eine Quellenangabe - du weisst doch alles? Über mich, die Naturwissenschaft und v.a. Narzissmus. ? Versteh ich nicht.
Das verzweifelte Festhalten an diesen biologischen Hypothsen hat auch noch einen Grund: Es schützt die eigentlichen Täter, egal ob Borderline oder Narzissmus (die zumindest persönlichkeitsstrukturell nicht so weit auseinanderliegen). Die Wurzel des Übels liegt bei den Eltern, die das Kind narzisstisch besetzen, invalidieren, seine Bedürfnisse nach Entwicklung und Bindung frustieren und es damit nachhaltig traumatisieren. Aber das darf man in diesem unserem Land immer noch nicht laut sagen, obwohl Menschen wie Alice Miller bereits Ende der 70er Jahre darauf hingewiesen haben.
Absolut, jeder Täter, jede Täterin war selbst Opfer. Auch hier Betonung auf WAR. Zu irgendeinem Zeitpunkt war dieser Schutzmechanismus (was Narzissmus auch in gewisser Form ist) eine Wahl, meist (nicht immer) in der Kindheit. Als Kinder sind wir schutzlos ausgeliefert. Als Erwachsene nicht. In anderen Worten: die Verantwortung liegt beim Täter. Nicht beim Opfer, dem Umfeld, den Umständen sondern beim Täter.
Der Rest der Ausführungen ist leider auch gefährliches Halbwissen. Natürlich ist der Narzisst zu Empathie fähig, er nutzt sie nur leider ausschließlich in Situationen, wo sie seinen Zwecken dienlich ist. Und Reue setzt Vorsatz voraus. Auch das ist nur eine halbgare Konstruktion.
Nochmal, es ist neurologisch bewiesen, dass Narzissten in dem Teil des Hirns welches für Emotionen (wo Reue und Mitgefühl) sitzen "verkümmert ist. In anderen Worten: es würde Jahre und stete Therapie brauchen um diese neuronalen Verbindungen nachträglich auszubilden. Es ist kein Fall bekannt in dem es funktioniert hätte wenn eine NPS vorliegt.
Zitat:Was es so schwer macht, ist dass du bzw auch ich den ganzen chemischen Prozess des sich-verliebens durchlaufen haben und der andere eben nicht.
Quelle? - Das Gegenteil ist korrekt, Stichwort: Love Bombing.
Love Bombing ist eine Manipulationstaktik die genau auf das Objekt der Begierde gemünzt ist. Man überschüttet es mit Liebe, Geschenken, Aufmerksamkeit und Co. bis es eingelullt ist. Und nein, der Narzisst liebt nicht. Auch das ist Teil der Störung, es geht nur um eins: Narzisstische Zufuhr.
Zitat:Da war von vorneherein eine Agenda.
Meine Liebe, Du verwechselst schon wieder "wollen" und "können".[/quote]
Ich kenne dich nicht persönlich, mag sein, dass du starke narzisstische Anteile hast und es spricht für dich, dass du dich ihnen stellst. Find ich toll. Eine NPS hast du definitiv nicht (auch wenn du durchaus versuchst hier querzuschießen und mich anzugreifen)
Wünsche dir einen schönen Tag und bitte erspar mir weiteres Gesülz. Danke!