Zitat von Summer_rain:Nochmal, es ist neurologisch bewiesen, dass Narzissten in dem Teil des Hirns welches für Emotionen (wo Reue und Mitgefühl) sitzen "verkümmert ist.
In anderen Worten: es würde Jahre und stete Therapie brauchen um diese neuronalen Verbindungen nachträglich auszubilden.
Es ist kein Fall bekannt in dem es funktioniert hätte wenn eine NPS vorliegt.
Theoretisch wäre ein "umlernen" über einen langen Zeitraum möglich. Praktisch kein Fall bekannt ?
Ist tatsächlich kein Fall bekannt ? Kognitive Fähigkeiten und neurologisch in der Praxis bisher ausgeschlossen (Gehirnforschung) ?
Dann dürfte in logischer Schlußfolgerung bei den Menschen, die dann doch irgendwann beginnen zu reflektieren und umzulernen, auch wenn es viel Zeit erfordert zumindest keine N/PS im Sinne der Einstufung ICD-10 vorliegen.
Fehldiagnose ?
Oder habe ich da gerade einen gedanklichen Aussetzer ?
Das würde sowohl für den männlichen als auch den weiblichen Counterpart gelten.
Zitat:
Warum auch noch die Täter in Schutz nehmen? Auch Eltern hätten theoretisch die Möglichkeit gehabt, ihr eigenes (narzisstisches) Handeln zu erkennen und ihr Verhalten zu ändern, statt ihre Kinder nachhaltig zu traumatisieren. Aber damit sind wir wieder beim Thema. Man darf in dieser Gesellschaft keine heiligen Kühe schlachten. Kinder sind das Eigentum ihrer Eltern, mit dem sie machen können, was sie wollen.
Daher mein Plädoyer: Alice Millers 12 Postulate aus dem Schlussabschnitt im "Drama des begabten Kindes" gehören in jedes Familienbuch bzw. auf die Rückseite jeder Geburtsurkunde.
@victim_reloaded
Vielleicht magst Du ja doch noch zu Thematik schreiben, wenn ich auch durchaus nachvollziehen könnte, wenn nicht.
Auch wenn mir unlautere Motive im Zusammenhang unterstellt wurden und ich ganz sicher mich nicht immer angemessen verhalte und frei von Mustern und Mechanismen bin, möchte ich weiterhin tiefer in die Thematik einsteigen.
Die Eltern hätten theoretisch und praktisch die Möglichkeit, wenn keine Persönlichkeitsstörung im Sinne des ICD-10 vorliegt. In dem Fall existiert mE keine tragfähige Entschuldigung und Veranlassung den/die Täter in Schutz zu nehmen, wenn Verantwortung nicht übernommen wird im Sinne : Denn Sie wissen nicht, was Sie tun und können nix dafür.
Falls eine N/PS im Sinne des ICD-10 vorliegt ( diagnostiziert oder nicht), wäre es theoretisch möglich, scheint jedoch praktisch ausgeschlossen zu sein, wenn kein praktischer Fall bekannt ist und man sich auf die bisherigen Forschungen diesbezüglich stützt und glauben schenkt/schenken darf.
Weiß nicht, ob es nur mir so ergeht und ich nur unzureichend und/oder bisher noch falsch informiert bin, aber für mich ist da etwas so in Summe etwas, wo ich für mich weiteren Klärungsbedarf sehe.
Wenn ein Mensch aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr verantwortlich ist und gemacht werden kann für seine Worte und Handlungen ( Übernahme von Verantwortung), in diesem Fall N/PS im Sinne des ICD-10, käme das einem Freifahrtschein gleich und würde von jeglichen Pflichten und auch Schuldfähigkeit entbinden.
Körperliche Gewalt und/oder emotionale Gewalt rein rechtlich betrachtet würde Schuldunfähigkeit, also Unzurechnungsfähigkeit (Zurechnungsfähigkeit) oder auch verminderte Zurechnungsfähigkeit bedeuten und könnte ggfs. im Strafrecht zur Unterbringung Maßregelvollzug führen.
Finde ich im Kontext dieser Grundsatzdiskussion mal einer Erwähnung am Rande wert.
Zur Thematik Aufarbeitung Trauma :
Um den inneren Frieden zu finden und eine vollständige Aussöhnung, ist es dennoch wichtig es so wie es war anzunehmen, zu akzeptieren, zu vergeben und komplett loszulassen.
Nicht automatisch auch im Sinne einer Absolution, sondern um sich selber zu befreien.
( kein Altruismus, Uneigennützigkeit )
Um die Schuldthematik zu kreisen, bindet an die Menschen, Gesamtsituation und Vergangenheit.
Daran arbeite ich aktuell noch.