Zitat von EliKiki: Borderline mit instabilen, depressiven Zügen, Angststörungen, Wurde bei mir bereits mit 13 diagnostiziert.
Liebe EliKiki,
Mit BPS kann man lernen zu leben. Der Knackpunkt ist dass man das wollen muss. Unbedingt will. Diese Diagnose beinhaltet in ihren selbstzerstörerischen Wirkungen auch, dass man Therapie nicht lange genug, nicht konsequent genug macht. Wird es weggehen? Eher nicht. Kannst Du damit glücklich leben? Unbedingt, ja!
BPS zu therapieren - das geht in die Jahre. Wenn man konsequent dran bleibt. Ich fürchte, schätze dass Du Dir das bisher nicht gegeben hast, geben konntest. Statt den Fokus auf die moralische Müllhalde von Typ zu legen und alle Schuld auf Dich zu nehmen? Kümmer Dich um Dich. Liebevoll. Denn Du bist es wert.
Ein Psychiater hat mir BPS mal so erklärt: Es gibt Menschen, die reiten auf Kaltblütern durch das Leben. Stetig. Unaufgeregt. Und dann gibt es Menschen, die erwischen einen wilden Araber. Ja, davon wird man auch mal abgeworfen. Aber wenn es läuft, dann macht der Ritt eben auch sowas von Spaß.
Lass Dich nicht entmutigen. Du schaffst es wieder in den Sattel. Der Ritt wird nie so langweilig sein wie auf einem Kaltblut. Ohne leider. Die Welt wäre um einiges ärmer ohne die Ausbrüche, Abwürfe und Querfeldein-Reiterei.
PS: Was das Thema Partner angeht - ich kenne "durchtherapierte" BPS'ler in langjährigen, gar stabilen Partnerschaften. Nicht die Flinte in's Korn werfen. Da ist noch viel zu entdecken, zu erfahren, zu erleben. Du hast nur momentan nicht die Kraft den Blick vom Boden zu nehmen. Und das ist ok. Doch, wie alles im leben - es ist nur eine Phase. Ein Schritt. Der Weg geht weiter.