Moin
Wie gehen wir miteinander um... Also wir sind liebevoller zueinander, nehmen uns mehr Auszeiten und haben mehr gemeinsame Urlaube geplant und schon gemacht...
Ich bin unkomplizierter in Sachen Kinderbetreuung geworden und mache deutlich mehr im Haushalt...
In Sachen Kinder musste ich über ein paar Komplexe Hüpfen die ich seit Jahren mit mir herumgeschleppt habe und die durch die Trennung und das alleinige kümmern um meine Kinder endlich verschwunden sind.
Ich stehe da nicht mehr so unter diesem massiven Druck den ich mir selber gemacht hatte. Ich denke ich habe das mittlerweile ganz gut raus.
Da ich ja nun endlich weiß dass sie exmatrikuliert ist und auch in Zukunft "nur" Servicekraft sein wird, und darüber hinaus die Kinder besser alleine betreuen kann, mache ich ihr auch keine Vorwürfe mehr.
Ich kann mich besser mit der Zukunft abfinden da ich nun endlich weiß, dass das Studium vorbei ist.
Wir genießen den 6 viel mehr als früher, nehmen uns mehr Zeit dafür und gestalten das intensiver. Ich denke auch, durch meine Erfahrungen in dem Trennungsjahr, bin ich ein besserer Liebhaber geworden und schaffe es öfter auch sie zum Höhepunkt zu bringen.
Sie hat endlich auch Menschen außerhalb von mir, die Freundinnen sind und das tut ihr gut...
Was die Verletzungen angeht und das Reden darüber. Ja, das ist so eine Sache. Ich habe eine Entschuldigung bekommen für alles, was passiert ist. Aber sie ist nicht so der Mensch der da viel darüber reden kann. Und ich bohre nicht nach.
Uch formuliere es so: wir sprechen und denken sehr viel über die Zukunft.
Wenn mal ein Thema aufkommt, aus dem Bekanntenkreis, wo es um Affären oder Trennungen geht, halte ich mich sehr zurück.
Da wiegen die Verletzungen sehr schwer und ich muss unweigerlich an uns denken. Und an die Diskrepanz wie sie über andere spricht und was sie selber getan hat.
In Momenten der Ruhe denke ich auch manchmal, Wahnsinn was passiert ist. Aber dann schiebe ich die Gedanken weg. Ich war schon immer gut im verdrängen.
Das Thema Therapie für sie, oder auch Paarberatung für uns, ist für mich nicht gestorben. Aber da warte ich noch wie sich die Dinge ergeben. Sie braucht Hilfe, für sich, das weiß ich.
Das habe ich ihr auch gesagt und ihr meine Unterstützung und Loyalität in allem zugesagt.
Ihr gesagt dass ich, egal was, für sie da bin. Das hat sie verstanden.
Aber wie gesagt, sie tut sich so unglaublich schwer darüber zu reden.
Alles was sie sagte war, sie sei ein Versager und zu dumm und begann zu weinen.
Dann habe ich natürlich nicht weiter nachgefragt. Ich habe nur gesagt wir schaffen das!
Ihr seht schon, da liegt viel bei ihr im Argen. Aber ich fühle dass ich Dinge zurückbekomme, eine kleine Zettelbotschaft z.B. oder ein gesagtes ich liebe dich. Grundsätzlich viel Aufmerksamkeit ob ich hier was brauche oder dort...
Der Weg ist wirklich gut, aber noch lange nicht fertig.
Ich schreibe vom Handy. Schreibfehler dürft ihr behalten
Grundsätzlich hat mir der Thread hier und vor allem ihr! sehr geholfen