Hallo und guten Morgen,
ich denke, das Problem, warum solche Diskussionen und das fast immer mit diesem FremdgeherThema, so negativ entwickeln, liegt in der Tat in der fehlenden Emphatie.
Sehr kurios, finde ich, wie oft die Geliebten hier veurteilt werden und wie oft man hier geraten wird, den Betrüger zu verlassen und das pronto, während die betrogenen Ehefrauen noch nach Lösungen suchen wie man denselben Betrüger verzeihen und verstehen soll.
Auf einmal ist er Gatte nur verwirrt gewesen und die ganze Schuld wird gerne den Geliebten zugeschoben.
Ich persönlich kann jede Geliebte besser verstehen als einen Betrüger
Das sind meist freie, oft auch einsame Frauen, die, wenn ihre moralische Vorstellungen es erlauben, einfach nur Liebe ausleben wollen und der ausergewählte zufälliger Weise ist verheiratet! So kommt mir ein wenig die eineGeliebte vor.
Hier bei Valineja, werden die Chancen gleich abgesprochen, obwohl, wenn man den spärlichen aufmerksam Text liest, diese durchaus vorhanden sind.
Noch kurioser finde ich, das dies auch die Menschen tun, die selbst für eine/nen Geliebte/n verlassen wurden! Projeziert man hier Wunschgedanken in einem fremden Schicksal rein?
Auch bei eineGeliebte kann man die ganze Geschichte so und anders lesen. Mir ist dieser Satz aufgefallen :
" Ich meine jetzt nicht den Betrug ihres Mannes, sondern warum der Mann einer anderen Frau zuwenden tut. "
Und somit würde ich nicht behaupten, dass sie damit meinte, die Frau hat die ganze Schuld, dass er fremdgeht, sondern sie versucht zu sagen, dass
warum er das tut auch bei der Ehefrau liegt.
Sie versucht damit sagen, sich verteidigen - wenn ich schuld bin, ist sie doch nicht weniger!
Und auch rein menschlich kann ich sie verstehen und auch bei dem Fremdgeher irgendwo nachvollziehen, wenn ich an solche Geschichten wie Steps errinere. Ich tippe jetzt blind, dass diese Geschichte auch gemeint war, oder eineGeliebte?
Ja sicher wäre wunschenswert, dass man die Ehe vorher beendet und erst dann sich einer anderen/em zuwendet, aber es ist und bleibt Wunschgedanke, das Leben führt meist ganz andere Regien.
Wie oft lesen wir hier, dass ein Dritter der Auslöser ist, dass man erst dann die Kraft findet aus einer gestorbenen Ehe auszusteigen.
Ich kann die Ängste vieler Menschen verstehen, gerade bei Männer, die plötzlich viel zu verlieren haben, die die Kinder dann nur alle paar Wochen sehen und vom Selbstbehalt leben müssen! Nicht alle Menschen sind gleich, nicht alle haben gleich viel zu verlieren. So lebt man unzufrieden weiter, weil irgendwie geht ja noch.
Und erst wenn so eine/r Geliebte/r auf dem Horizont erscheint, wird was gemacht. Und es ist besser und sogar sehr gut, dass es gemacht wird, denn es gibts auch die ganz unmöglichen Fälle, wo der Gute 2 Frauen jahrelang verschaukelt!
Ich als ehemals betrogene Ehefrau gebe jeder neuen Nebenbeziehung, vorausgesetzt das ist eine, die auf Gefühlsebene basiert ist, mehr Chancen als der Ehe! Denn aus dieser Ehe ist der Betrug entstanden und das wieder gut machen, ist beinahe unmöglich, grad weil das Herz des Betrügers woanders ist.
Natürlich schreit der Verlassene dann sehr laut, ohne zu verstehen, dass dies auch für ihn eine neue Chance bedeutet.
Aber was soll man mit Einem, der dich ausgetauscht hat, der dich verraten hat und wo seine Gefühle solch Eskapaden machen?
Da hat die/der Neue durchaus bessere Chancen, wenn es denn um einen Betrüger handelts, der sein Leben in der Hand nimmt und nicht weiterhin
sein Ego mit 2 Frauen auslebt!
Valineja und eineGeliebte , ich wünsche euch beiden alles Gute
und dass es so ausgeht wie es für alle Beteiligten am Besten ist!
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