Zitat von Zugaste:Kannst du das bitte genauer beschreiben?
Und was hast du daraus gelernt?
Ich habe geglaubt, dass meine Werte die ihren sind bzw. dass wir ein gleiches Verständnis davon haben. Zudem bin ich davon ausgegangen, das wir anders miteinander umgehen, als es letztlich passiert ist. Ich glaube es heute selbst kaum, aber ich habe wirklich gedacht, das mir so etwas nicht passieren kann

Die Erkenntnisse lassen sich in die berühmten @urmel Sätze fassen: Es gibt kein Sparbuch der Liebe. Gefühle sind nicht verhandelbar.
Zitat von frechdachs1:Könnte die Idealisierung nicht auch mit der entstandenen Wunde zu tun haben? Dieses Ablehnungsthema? Das diese Zurückweisung in Form des Warmwechsels eine Wunde in dir aufriss, welche dich nun emotional an sie bindet. Du sie zurück willst um diese Wunde zu heilen. Um deiner Seele zu beweisen, dass sie falsch lag und dir wieder die Wertschätzung entgegen bringt, welche du genau von dieser Person möchtest.... warum auch immer.
(Fast) genauso ist es, ja! Mit der besonderen Betonung auf "warum auch immer"
Zurück will ich sie nicht, aber der Impuls, ihr es zu beweisen ist da. Ich denke schon, dass sie inzwischen wieder Respekt hat. Sie akzeptiert meistens Grenzziehungen (das war lange anders), auf Elternebene fragt sie in letzter Zeit öfter nach meiner Einschätzung und richtet sich dann danach.
Zitat von frechdachs1:Du schreibst, dass ihr Euch nichts mehr zu sagen hattet und sie sich vom Äußeren her zum negativen entwickelte.
Diese Aussage bezieht sich auf den Status quo. Sie ist mit dem Ende unserer Beziehung richtig aufgeblüht. Das ist vorbei.
Zitat von frechdachs1:Jedoch glaube ich nicht, dass dich wirklich das Verlassen dieser Frau so quält, sondern eher dieses "ausgetauscht" werden. Das Gefühl so einfach ersetzbar gewesen zu sein.
Ja, das ist mein Kernthema - die Auswechslung. Emotional empfinde ich das als tiefe Ungerechtigkeit. Auch hier wieder die Frage von oben "warum auch immer".
Zitat von frechdachs1:Und daran hattet ihr aufgrund der schlechten Kommunikation irgendwie beide Schuld.
Ja klar, wir haben beide unsere Aktien und objektiv betrachtet hat sie eine dysfunktionale Beziehung beendet (wenn auch nicht besonders charmant), vor langer Zeit.
Danke euch für die präzisen nachdenkenswerten Nachfragen.