vollhorst
Gast
Mein altes Thema: ehefrau-hat-affaere-mit-arbeitskollegen-und-trennt-sich-t38478.html
Meine Trennung ist nun fast 2,5 Jahre her. Ich habe die Gründe bzw. meine Verantwortung dafür inzwischen verstanden und an mir gearbeitet. Ich bin als Mensch reflektierter, ruhiger, achtsamer, verantwortungsbewusster geworden, lebe insgesamt viel bewusster. Mein Tun habe ich sehr weitgehend neu ausgerichtet. Neuer Job, Fernstudium, Sport, viele Aktivitäten, neue soziale Kontakte. Für das alles bin ich dankbar.
Mein Problem: Ich sehe den Sinn in all dem oft nicht. Die Aspekte meines "äußeren Lebens" finde ich alle gut, aber es erreicht mich innerlich nicht. So nach dem Motto: Früher hatte ich einen Sinn ohne Leben, nun ein Leben ohne Sinn.
Innerlich bewerte ich meine Existenz sehr oft in Zusammenhang mit meiner EX-Frau. Die Gedanken an sie sind teilweise wie eine Sucht. Ich träume immer noch sehr viel von ihr. Wir haben regelmäßig Kontakt wegen unserer Kinder. Das klappt im Moment gut und sachlich. Es gibt keine ernsthaften Konflikte mehr zwischen uns. Ist wahrscheinlich auch ein Teil des Problems.
Ich trete seit einigen Monaten auf der Stelle und fange an, mich zu verschließen und zurückzuziehen (besonders im Sinne innerlicher Anteilnahme, "Leben" um mich herum ist genug). Es gelingt mir seit längerem nicht diesen Kreislauf zu durchbrechen, ich fühle mich öfter mal hilflos und ausgeliefert. Ich über mich in Akzeptanz und versuche es immer weider, nicht so erfolgreich bisher.
Ich weiß, dass ich selbst dafür Verantwortung habe und ich mache niemanden Vorwürfe, weder der Ex noch dem Universum. Therapie läuft auch seit langer Zeit, Aussage dort: Meine Persönlichkeitsstruktur ist so, damit muss ich mich arrangieren. Ich nutze die Sitzungen inzwischen "nur" zur allgemeinen Reflexion.
Bis hierhin. Neue Fragen habe ich keine. Über andere Erfahrungen, Ideen und Kommentare freue ich mich.




