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Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

F
Zitat von Ella:
So nehme ich dich auch wahr. Schon dein erster Post versucht zu erklären, dass es nicht an dir liegt. Und an wen könnte es liegen, wenn nicht an ...

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MissNextDoor
@Ella ich stimme dir grundsätzlich voll und ganz zu und teile deine Einschätzung, aber

Zitat von Ella:
Sie müssen schleunigst eine Beziehung zueinander aufbauen,

... das wird nicht die Realität sein.
Dass Kinder und Stiefeltern eine Beziehung aufbauen ist eine sensible Angelegenheit und keine Selbstverständlichkeit.
Man kann das nicht erzwingen, nur weil es wichtig wäre, dass es schleunigst passiert.

Nachdem die Situation schon so verfahren ist wäre hier viel viel Fingerspitzengefühl seitens der beteiligten Erwachsenen notwendig...

Würde dringend zu allen möglichen Familien-Beratungen raten.
Aber auch das garantiert leider nichts.
Die Daumen sind aber fest gedrückt - zum Wohl aller beteiligten Kinder.

x 3 #107


A


Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

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N
@CanisaWuff Ich hab das damals auch nicht angesprochen. Weil für mich klar war, dass ein Mann, der mit meinem Kind nicht klar kommt, oder das Kind nicht mit dem Mann, sofort gehen muss. An dem Punkt wäre ich nicht zu Kompromissen bereit.

Aber dafür, dass die beiden sich verstehen und sogar mittlerweile sehr lieb haben und Familie sind, habe ich damals auch viel getan.

Ich finde es z.B. immer blöd, an der Kasse irgendwelchen Impulskäufen nachzugeben. Mit kleinem Kind gibt's dann halt fast jedes Mal Stress, wenn man aus Prinzip nichts kaufen mag. Dem Neuen habe ich zugestanden, sich diesen Stress nicht anzutun und da auch mal was Süßes oder ein Spielzeug spontan anzubieten oder sich wehrlos aus dem Kreuz leiern zu lassen. Damit hatte der Neue dann schon mal einen Sympathiepunkt mehr als Mama. Reine Bestechung, ich weiß. Aber als Geburtsmama ist man eh immer strenger als ein Bonuspapa oder eine Oma oder ein Onkel.

Als mein Großer ne eklige Phase hatte und mein Partner sich nur noch mit ihm gezofft hat, hab ich ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er aus Sicht des Jungen immer nur meckernd und motzend ins Kinderzimmer kommt. Und ob er das mal bewusst durchbrechen kann. Also beim Öffnen der Kinderzimmertür erstmal fragen, was das Kind so macht, bevor man ihm sagt, dass es gefälligst seinen Schulranzen aus dem Weg räumen soll. Und auch etwas anzuregen, was nur die beiden gemeinsam haben. War bei uns nicht schwer: Das war Fußball. Da hab ich mich bewusst rausgehalten.

Bei AndiY hätte das z.B. der Adventskranz sein können, den man Ani und den Töchtern überlässt, damit auch sie mal gemeinsame positive Zeit erleben und zusammen wachsen können. Dabei muss man aber klar stellen, dass der Erwachsene den Hut auf hat. Also nicht Ani als Bastelfee für die Töchter. Sondern Ani macht den Adventskranz und die Kinder dürfen mithelfen und mitgestalten, wenn sie wollen. Es muss halt was sein, was für die Kinder per se attraktiv ist.

Umgekehrt musste mein Partner dann einsehen, dass das Kind heißes Essen nicht isst und es daher völlig banane ist, ihn zum Essen fertig an dampfende Schüsseln zu hetzen, um sich dann aufzuregen, dass er 10 Minuten lang nur im Essen stochert, nur weil man selbst gerne heißes Essen mag. Da musste dann der Partner seine Idealvorstellung von Abendessen mit Kind begraben. Das ging aber, weil er sich ja an anderer Stelle (Auto) durchsetzen durfte.

Aber wenn immer nur der Partner den *beep* einziehen muss, damit die Kinder nicht den/die Ex aufhetzen oder maulig sind, dann drückt man damit aktiv den Partner in eine untergeordnete Rolle, aus der heraus er erst recht nicht auf die Kinder zugehen mag.

Und man kann immer nur das eigene Verhalten ändern. Nie sein Gegenüber. Da kann man nur hoffen, dass die eigene Verhaltensänderung auch eine andere Reaktion als bislang hervor ruft. Aber Garantien gibt es nicht.

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CanisaWuff
@Nalf hast Du gut erklärt auch die Sache mit der Bestechung.
Solche Wege muss man eben manchmal gehen um ans Ziel zu kommen.

x 3 #109


A
@QueenA Danke für deinen Beitrag und die Erklärung. Ich verstehe ihr Bedürfnisse und Emotionen zum Teil nicht, da sie aus meiner Sicht gegenläufig zu den im Vorfeld besprochenen Wünschen und Vorsätzen sind.

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alleswirdbesser
Zitat von AndiY:
Kurz zur Erklärung: Das Kind kommt im April. Sie hat im November für Ende Februar gekündigt.

Wieso das denn? Sie hätte doch die Mutterschutzfrist und die Elternzeit locker abwarten können. Und du schreibst sie hat zu 100% im HO gearbeitet, das wäre doch ideal zum dazuverdienen und später wieder einzusteigen. Also verstehen tue ich sie nun noch weniger.

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M
Zitat von AndiY:
@QueenA Danke für deinen Beitrag und die Erklärung. Ich verstehe ihr Bedürfnisse und Emotionen zum Teil nicht, da sie aus meiner Sicht ...

Bedürfnisse und Wünsche ändern sich manchmal mit der Zeit.
Dinge die vielleicht vor einem Jahr noch wichtig waren, könnten heute nicht mehr wichtig sein.
Oder andersrum.
Sowie man sich als Mensch entwickelt, so entwickeln sich Bedürfnisse und Werte mit.

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Fenjal
Zitat von AndiY:
Darüber hinaus hat sie nach eigner Aussage über einen Zyklusapp mehr oder weniger aufgepasst.

Da hast du dich aber ganz gewaltig linken lassen, dein Fehler.
Zitat von Akelei76:
Menschen machen Fehler - auch du Fenjal, auch Du

Richtig , nur was SS angeht mache ich keine Fehler, absolut keine.
Natürlich hätte ich schwanger werden können, nur Fenjal ist schon seit der Pubertät nicht an Genweitergabe interessiert und es ist dazu auch nicht gekommen.
NIch weil ich zölibatär lebe, sondern weil es für mich bei Verhütung kein Vertun gibt und, wenn das bei mir funktioniert, warum nicht bei einer Frau, dessen Lebensgefährte ihr erzählt, dass für ihn der Kinderwunsch abgeschlossen ist?
Möchte man an der Nase herumführen, das hier ist kein Teenie, diese Frau ist ü30 und soll Verhütung nicht beherrschen? Das kann man dem Weihnachtsmann erzählen, aber keiner Frau.

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MissNextDoor
Zitat von AndiY:
Darüber hinaus hat sie nach eigner Aussage über einen Zyklusapp mehr oder weniger aufgepasst.

Oh. Exakt so war es beim Freund meines NM... mit der Ehefrau, die seinen Sohn (aus voriger Beziehung) nicht mag... die Ehefrau hat übrigens auch ADHS und Depressionen. Sehr schwierig...

x 1 #114


N
Zitat von AndiY:
Ich verstehe ihr Bedürfnisse und Emotionen zum Teil nicht, da sie aus meiner Sicht gegenläufig zu den im Vorfeld besprochenen Wünschen und Vorsätzen sind.

Das eine ist der Plan und das andere ist das Leben, das ständig in Bewegung ist.

Theoretische Vorsätze und Wünsche für die Zukunft sollen mehr Gewicht haben als akute Bedürfnisse und aktuelle Emotionen?
Die Frau ist doch kein statisches Ding.

Wer als neue Freundin eines zweifachen Vaters sagt, dass sie nicht ständig bespaßt werden muss, kann sich doch trotzdem nach zwei Jahren eine andere Rolle innerhalb der Familie oder als Schwangere mehr Engagement wünschen.
Sie dann darauf zu verweisen, was sie vor zwei Jahren oder zwei Wochen gesagt hat, bringt euch doch nicht weiter.
Dann musst Du ihr halt sagen, dass Du ihre Bedürfnisse nicht erfüllen willst oder kannst. Und dann muss sie sagen, ob sie dann noch mit Dir zusammen sein oder zusammen ziehen möchte.

Mir macht Sorgen, dass ihr tagelang zum gleichen Anlass streiten könnt und keine Lösung findet. Du beharrst auf Deinem Standpunkt und sie prallt dann halt jedes Mal ab und zieht sich zurück. Dann darf es Dich aber auch nicht wundern, wenn sie an einem Wochenende wie diesem auf Dein Angebot, dass Du jetzt Mal für sie Zeit hättest, nicht sofort anspringt. Sie möchte halt nicht länger 5. Rad am Wagen sein. Und Du meinst, dass an Deinem Wagen nicht genug Platz für ein wirklich gleichwertiges viertes Rad ist.
Und da kommt ihr dann eben zu keiner Lösung.

Wenn Du mutig bist, gibst Du ihr diesen Threads zu lesen. Dann liegt alles auf dem Tisch und ihr könnt das erstmal sacken lassen und dann vielleicht dazu nochmal neu Stellung beziehen.

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A
Zitat von justawoman:
Hallo Andy, vieles ist schon geschrieben worden, deshalb konzentriere ich mich auf neue Aspekte: Eine wichtige Person taucht in deiner Beschreibung überhaupt nicht auf. Was ist mit der Mutter deiner Kinder, wie steht sie zu deiner neuen Partnerschaft und dem erwarteten Nachwuchs? Ihre Haltung dazu könnte einen nicht ...

Meine Exfrau hatte es zuerst positiv aufgenommen. Sie meinte sie steht der Sache nicht im Weg und wir den Kindern gut zureden. Sie hat uns alte Kindersachen angeboten. Innerlich glaube ich aber, dass sie es als Chance sieht den Kindern unterschwellig zu vermitteln, dass Papa jetzt eine neue Familie hat und dass die Neue halt Veränderungen mit sich bringt. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Wie beschrieben ist es für mich wichtig aus unterschiedlichen kindsspezifischen Gründen das Wechselmodell beizubehalten.

x 1 #116


F
Zitat von AndiY:
Innerlich glaube ich aber, dass sie es als Chance sieht den Kindern unterschwellig zu vermitteln, dass Papa jetzt eine neue Familie hat und dass die Neue halt Veränderungen mit sich bringt. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Ist doch nichts Negatives. Wäre ja eigentlich Deine Aufgabe zu vermitteln.

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QueenA
Zitat von AndiY:
Ich fühle mich etwas wie in Erklärnot . Ich hab das Gefühl euch überzeugen zu wollen, dass ich alles Richtig machen und mich bemühe und das ...

@AndiY
Danke dir für deine Offenheit, das was du beschreibst, klingt nach einem enormen inneren Druck. Dieses Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen, alles richtig machen zu wollen und gleichzeitig innerlich immer mehr Spannung aufzubauen, kenne viele Menschen in hochbelasteten Beziehungssituationen.

Ich finde einen Satz von dir besonders wichtig:
„…und sehe sie als Verhinderer ohne Verantwortung zu übernehmen. Ich weiß allerdings nicht, wie ich mich da selbst rauskriege.
Das ist schon sehr viel Selbstwahrnehmung. Genau hier entsteht oft eine innere Polarisierung: Einer übernimmt (gefühlt) immer mehr Verantwortung, der andere wirkt zunehmend passiv oder blockierend. Je stärker diese innere Geschichte wird („Ich bemühe mich / sie verhindert“), desto schwerer wird echte Begegnung. Dann geht es innerlich nicht mehr um Kontakt, sondern um Recht haben, Entlastung oder Absicherung.

Zu dem Spannungsfeld, das du beschreibst: „Wenn ich frage, bin ich übergriffig. Wenn ich nicht frage, bin ich untätig.“ - das ist ein klassischer Nähe-Distanz-Konflikt. Es gibt hier oft kein perfektes Verhalten, sondern nur ein bewusstes, ehrliches.

Vielleicht hilft dir eine kleine Verschiebung:
Statt viele Versuche zu machen, ihre Wünsche zu erraten oder zu aktivieren, könntest du transparent bei dir bleiben, z.B.:

„Ich merke, dass ich unsicher bin zwischen Raum lassen und aktiv auf dich zugehen. Mir ist Verbindung wichtig, gleichzeitig will ich dich nicht drängen. Wenn du magst, sag mir gern, was du gerade brauchst -Nähe, Ruhe oder etwas anderes.“

Damit übernimmst du Verantwortung für dein Erleben, ohne sie zu ziehen oder zu drängen.
Dass sie aktuell wenig Orientierung gibt („mir egal“, unklar ob sie kommt), kann vieles bedeuten: Überforderung, Rückzug, innere Ambivalenz, Fokus auf das Studium, vielleicht auch Schutz. Das muss nicht automatisch Desinteresse sein, aber es fühlt sich für dich verständlicherweise verunsichernd an.

Vielleicht noch ein wichtiger Punkt:
Du musst nicht beweisen, dass du „alles richtig“ machst. Beziehung ist kein Leistungsprojekt. Je mehr du dich im inneren Rechtfertigungsmodus befindest, desto schwerer wird echte Nähe, auch für dich selbst.

Wenn du magst, könntest du dir selbst ein paar Fragen stellen:
*Was brauche ich gerade wirklich, unabhängig von ihrer Reaktion?
*Wo versuche ich gerade, Kontrolle über Unsicherheit herzustellen?
*Was wäre ein kleiner Schritt in Richtung Selbstfürsorge statt Dauerspannung?

Du wirkst sehr bemüht und verantwortungsvoll. Gleichzeitig darfst du dich auch selbst schützen und entlasten. Beides darf nebeneinander existieren.

x 10 #118


aequum
Zitat von AndiY:
Ich verstehe ihr Bedürfnisse und Emotionen zum Teil nicht, da sie aus meiner Sicht gegenläufig zu den im Vorfeld besprochenen Wünschen und Vorsätzen sind.

Deine Freundin ist erstmals schwanger und obendrein hat sie nach wie vor mit ihren gesundheitlichen Defiziten zu tun. Egal ob medikamentös eingestellt oder nicht. Tja und als ob das noch nicht genug ist, kommt nun auch noch der Umzug auf sie zu.

Sie wird schlichtweg nicht in der Lage sein, sich strikt rational zu verhalten, geschweigeden sich an Besprochenes zu halten. Dazu wird sie schon allein durch die Gefühlsschwankungen, denen sie durch die Schwangerschaft ausgesetzt ist, nicht in der Lage sein.

Gebe ihr Raum, sei der positive und zuversichtliche Part und ganz wichtig, zeige ihr dass du dich auf das Baby freust und auch, dass dir ihr Wohlergehen sehr wichtig ist.

Wie bereits mehrfach geschrieben, kann der Umzug durchaus verschoben werden. Allerdings sollte die finale Entscheidung wohl mMn letztendlich von ihr kommen.

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A
Zitat von Nalf:
Super. Dann macht das. Aber nicht aus Brass und mit dem Vorwurf, dass es ja nicht funktioniert und Du schon so viel Geld ausgegeben hast, sondern um den Druck vom Kessel zu nehmen. Ich lese sie eher so: Ich habe auch Bedürfnisse und wenn die bei Dir keine Berücksichtigung finden können, ziehe ich mich eben zurück ...

Danke für deinen Beitrag.
Also es stört mich überhaupt nicht, dass wir das Baby nicht 50/50 betreuen und es sollte auch nicht wie ein Vorwurf klingen. Ich finde es nur schwierig mir vorzuwerfen, dass ich das nicht tuen kann oder mir nicht Mühe gebe es zu tun. Es ist mir tatsächlich sogar eine Hilfe, wenn der größte Anteil der Carearbeit am Kind von ihr kommt. Ich möchte halt trotzdem einen Rahmen dafür geben, dass wir zusammen das Kind großziehen.

Ich habe mich auch nicht beschwert, dass sie mir nicht beim Möbelaufbauen hilft, das stört mich gar nicht. Ich lasse sie machen und habe dafür Verständnis. Ich habe jedoch kein Verständnis, wenn Sie mir dann vorwirft, dass ich so viel zu tun habe und deshalb es für Paarzeit wir uns aktiv freie Lücken ein planen müssen oder sich Pläne ändern.


Ich habe das Gefühl aktuell mehr zu funktionieren als emotional wirklich verfügbar zu sein. Ich freue mich tatsächlich in der aktuellen Lage nicht über unser gemeinsames Kind. Ich denke ich habe Angst, dass mir vorgeworfen wird, dass ich es nicht hinbekomme zu vermitteln, ich meine Partnerin verletze, ich meine Kinder enttäusche und ich dabei selbst zu kurz komme. Und mir die Verantwortung für das Funktionieren zugetragen wird, während alle anderen Zuschauen und sich über mich beschweren. Da fehlt dann tatsächlich auch mir die Rückendeckung meiner Partnerin.

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A


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