Zitat von AndiY: Sie hat noch keinen Nachmieter und wir könnten den Plan rückgängig machen oder verschieben.
Super. Dann macht das.
Aber nicht aus Brass und mit dem Vorwurf, dass es ja nicht funktioniert und Du schon so viel Geld ausgegeben hast, sondern um den Druck vom Kessel zu nehmen.
Zitat von AndiY: Aktuell ist es eher so ich will das so und so - und wenn ich das nicht bekomme, bin ich sauer und unzufrieden und du bist schuld
Ich lese sie eher so: Ich habe auch Bedürfnisse und wenn die bei Dir keine Berücksichtigung finden können, ziehe ich mich eben zurück und mache mein eigenes Ding.
Apropos eigenes Ding:
Zitat von AndiY: wenn wir über das Baby sprechen, wirkt es eher so als ob sie sich als alleiniges Elternteil sieht und ich bin halt auch da, soll mich aber nicht so viel einmischen.
Zitat von AndiY: Ich möchte als Papa für unser Kind da sein, weiß aber, dass ich mich nicht wie in einer normalen Beziehung gleichberechtigt kümmern kann.
Da seid ihr euch doch einig. Du kannst Dich nicht gleichberechtigt kümmern, also hat sie den Hut auf. Wieso stört Dich das so?
Zitat von aequum: Versuche dich bitte einmal in alle Beteiligten hereinzufühlen und sie samt ihren Gefühlen, Gedanken und Ängsten zu verstehen.
Das fand ich den bisher besten Rat. Ich habe das Gefühl, dass Du aktuell überfordert/überlastet bist und Dich dann auf die reine Faktenebene zurück ziehst, statt empathisch die widerstreitenden Interessen nachzufühlen.
Zitat von AndiY: Sie meinte, dass es ihr egal ist um welche Kinder sie sich mal kümmern wird.
Aber sie durfte sich ja nicht so kümmern, als wären es die eigenen. Also hat sie jetzt ein eigenes. Ich glaube, dass das dritte Kind kein Thema gewesen wäre, wenn sie bei den zwei Töchtern nicht so ins Abseits gestellt worden wäre.
Zitat von AndiY: Ich weiß, dass, wenn ich wegziehe, meine Exfrau das als Grund sieht beim Jugendamt Alarm zu schlagen, weil dann eine Gewisse Entfernung überschritten ist und sie gute Karten hätte das Umgangsmodell ändern zu lassen.
Also geht es im Grund auch gar nicht um die Bedürfnisse der Töchter, sondern um Deine Befürchtungen hinsichtlich der Ex. Da hat Deine Freundin dann ja hinter Ex und Tochter 1 und Tochter 2 und Dir und Deinem Job die Prio 6 und das Baby die Prio 7. Verstehst Du jetzt ihre Eifersuchtsreaktionen?
Zitat von AndiY: Ich muss dazu sagen, Dass ich auch nach 2 Jahren ihren Freundeskreis nicht kenne und sie bisher keine Lust hatte meinen kennenzulernen. Ich glaube sie hat Angst nicht akzeptiert zu werden, oder sie hat einfach kein Interesse an neuen Menschen.
Wäre sie denn in Deiner Prio aufgestiegen, wenn sie Deine Freunde kennen gelernt hätte? Oder hätte sie da vielleicht auch erfahren müssen, als Neue zurückgesetzt zu werden? Und hättest Du Zeit gehabt, etwas mit ihr und ihren Freunden zu unternehmen? Hattest Du Lust dazu? Ihr habt doch kaum Zeit zu zweit.
Zitat von alleswirdbesser: Aber ich habe Probleme damit, dass es so scheint, als würden wir die Kompromisse zulasten der Kinder und meiner eigenen Bedürfnisse machen, zu dem Zwecke dass sie sich nicht allein und abgelehnt fühlt.
Danke @alleswirdbesser für die Zusammenfassung aus dem Thread vor anderthalb Jahren.
Ein Kompromiss ist ja immer ein Geben und Nehmen. Wenn der nie zu Lasten der Kinder oder zu Deinen Lasten enden darf, dann bleiben für Ani halt nur die Lücken, die Deine Kinder, Deine Ex, Dein Job und Du lassen. Dass sie nicht dauerhaft Lückenbüßerin sein möchte, ist doch verständlich. Sie jetzt darauf festzunageln, dass sie Dich nur so kennen gelernt hat und es also so zu akzeptieren hat, finde ich zu kurz gedacht. Sie hat ihre Bedürfnisse genannt. Du kannst sie nicht erfüllen. Also zieht sie sich zurück und wird kalt. Völlig logische Reaktion, findest Du nicht?
Zitat von AndiY: Ich hatte ihr bis zuletzt freigestellt in ihrer Wohnung zu bleiben, ich habe sie nicht gezwungen her zu kommen
Und auch hier gibst Du ihr die Gesamtverantwortung und hältst Dich raus.
Wenn Du für sie Möbel kaufst, soll sie das anerkennen. Wenn sie für Dich ihr Netzwerk verlässt, war das halt ihre eigene Entscheidung und muss keine Konsequenzen für Dich haben?
Siehst Du, dass Du da mit zweierlei Maß misst und ihr immer mehr abverlangst, als Du selbst zu geben bereit bist, weil Du Deine Interessen für wichtiger einschätzt als ihre. Du bist ein gebundener Mann und sie der bockige Teenager, wenn sie sich nicht danach richtet. Das kann nicht gut gehen.
Zitat von AndiY: Seit September ist sie von der Frauenärztin krank geschrieben und hat sich eigentlich nur um sich selbst zu kümmern.
Zitat von AndiY: Ich habe viel Geld für neue Möbel ausgegeben, damit die Wohnung für alle funktioniert. Meine Partnerin hat mit ausgesucht und mit entschieden. Einkaufen, Aufbauen, Bezahlen hab ich dann irgendwie doch alleine gemacht .- ihr ging es zu dem Zeitpunkt körperlich nicht gut, hat viel gelegen.
Dude, die Frau ist krank geschrieben! Die ist mit Psychopharmaka und Ritalinartigem eingestellt und soll ein möglichst gesundes Kind zur Welt bringen und dabei nicht in eine Depression oder Psychose rutschen. Dafür ist sie krank! geschrieben! Und Du beschwerst Dich, dass sie Dir nicht beim Möbelaufbau hilft? Nimm Dir bitte aquarius Rat zu Herzen und versetzt Dich in ihre Lage!
Zitat von AndiY: Sie haben gesehen, wie ich ihre Mama verlasse und haben Angst, dass ich sie ebenfalls verlassen könnte.
Warum haben die Kinder Angst, dass Du sie verlässt, wenn eine neue Frau da ist? Da stimmt was mit eurer Bindung oder ihrem Urvertrauen in Dich nicht. Geh bitte zur Erziehungsberatung, bevor das Geschwister zur Welt kommt, sonst richtet sich die Angst und Wut auch gegen das Kleine.
Du schreibst, dass der Zusammenzug in die Mitte nicht möglich wäre, weil Deine Ex dann ein Faß aufmacht. Das machen Exen ja gerne. Aber ob sie damit durchkommen, ist eine ganz andere Frage. Hast Du wirklich Mal beim Jugendamt nachgefragt, ob ein Umzug in einen anderen Bezirk das Wechselmodell gefährdet? Ob also das JA und das örtliche Gericht sich der Meinung Deiner Ex anschließen würden? Du bemühst Dich gerade nur um Harmonie, aber baust nicht aktiv Brücken.
Ich habe ja auch Patchwork. Und bei meinem neuen Partner war es genauso wie bei der Oma oder der Kita: Andere Länder, andere Sitten. Die Kinder passen sich dem jeweiligen Regime an. Oder müssten Kita und Oma genauso erziehen wie Du?
Mein Partner, der dann erst selbst Vater wurde, hatte ganz eigene Vorstellungen davon, was Kinder in einem Auto dürfen oder wo sie auf dem Gehsteig gehen sollen. Ich sehe das weit weniger streng. Aber wieso soll sein Bedürfnis nach Ordnung und Sicherheit weniger wichtig sein als mein Bedürfnis nach nicht-nöligen Kindern oder das Bedürfnis der Kinder nach Unbeschränktheit? Es nervte ihn, also wurde es geändert. Und zwar von mir! Damit der Bonuspapa nicht zum Buhmann wird. Natürlich hat auch das Beutekind sich ihn eigentlich weg gewünscht, damit Mama und Papa sich wieder verlieben und wieder zusammen ziehen und seine Welt wieder in Ordnung bringen können. Da war es dann meine Aufgabe, diese Konkurrenzgedanken sofort im Keim zu ersticken. Und dem Kind zu sagen, dass ich nie wieder mit seinem Vater unter einem Dach wohnen werde, weil ICH das nicht will. Völlig unabhängig von einem neuen Mann oder was Papa sagt oder tut. Und sich beim Kind zu entschuldigen, dass ich in diesem Punkt meine Interessen über seine stelle und mich bei ihm versündige und er mich dafür völlig zu Recht k@cke finden und manchmal auch hassen kann. Diese Verantwortung der Geburtseltern, es für das Kind durch Trennung verk@ckt zu haben und ihm weh zu tun, kann doch nicht ein neuer Partner ausbaden oder durch Verschwindibus ausgleichen. Da muss man sich auch selbst Mal unbeliebt machen und die Trauer und Wut der Kinder nicht unterdrücken oder zum Partner lenken. Wenn die Ex dann auch noch sowas fallen lässt, wie dass sie traurig ist, dass Papa jetzt ne Neue hat, dann wälzt ihr das Trennungsdrama der Kinder auf eine völlig unbeteiligte Person ab. Das finde ich sehr illoyal.
Da das ja nun schon anderthalb bis zwei Jahre so läuft, weiß ich nicht, ob da noch was zu retten ist. Von außen betrachtet fände ich es besser, Du lebst von beiden Frauen und allen Kindern getrennt und nimmst sie immer im Wechsel zu Dir, bzw. Die Töchter im Wechselmodell und das Baby im Residenzmodell. Das wird zwar stressig. Aber mit dem Baby zusammen zu leben, so dass die Töchter eifersüchtig werden, um es dann immer in die zweite Reihe zu stellen, tut allen Beteiligten weh. Das getrennte Wohnen nur Dir.