Manchmal_Hexe
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Der TE wirkt auf mich, als setzt er seine ganze Kraft darauf, beiden Parteien gerecht zu werden. Dabei will ich nochmal betonen: Kinder funktionieren nicht wie in einem Lehrbuch, tun wir Erwachsene doch auch nicht. Und dass hier tatsächlich sein 3. Baby infrage gestellt wird, finde ich persönlich ungut. Wir sind alle erwachsene Menschen, wir wissen, wie diese zustande kommen, es steht nicht mehr zur Diskussion an dieser Stelle.
Hier wird versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Niemand lässt den anderen sitzen oder alleine. Und die Kinder brauchen genau so Eingewöhnungszeit, wie seine neue Partnerin. Dass er sie in den Alltag miteinbeziehen würde, wäre vorbildlich, aber herausfordernd, gerade zu Beginn. Wenn sie sich an ungekämmten Haaren so stört, könnte sie auch im Dro. bunte Haarspangen für die Töchter besorgen und mit ihnen einen täglichen Spaß daraus machen. Ohne großes Drama. So würde ich es zumindest lösen.
Was ich hier sehe, ist ein Machtkampf. Auf beiden Seiten, was ich bis zu einem gewissen Grad absolut normal halte. Ungesund wird es dann, wenn man ständig Liebesbeweise braucht, wobei Kinder nun mal auch unsicherer sind. Es sind Kinder! Versetzt euch doch mal in ihre Lage: sie haben bisher nur das gesehen, was die Eltern ihnen vorgelebt haben. Der Vater dürfte die einzige stabile Bezugsperson sein. Dass sie dann plötzlich unsicher werden, wenn jemand Neues kommt, dürfen sie auch.
Wobei ich sagen möchte, dass ich als Erwachsene auch nicht jede Person leiden kann. Und es auch nicht Muss! Wenn Eltern da konsequent eine Wand aufziehen und sagen, ihr müsst diese Person jetzt mögen, behaupte ich, dass die erste Rebellion nicht viel später folgt.
Was es hier braucht, ist Feingefühl, Kompromisse auf beiden Seiten und viel Geduld! Wenn eine engere Beziehung gewünscht ist und ein Zusammenleben, dann mit viel Unterstützung.