Zitat von AndiY: Ich halte es aber nicht für richtig, dass ich meinen Stil anpassen müsste, damit sie sich hier wohl fühlt. Und ich glaube nicht, dass die Kinder ihren Stil akzeptieren.
Deine Partnerin verhält sich meiner Meinung nach in vielen Situationen unreif und konflikteskalierend. Sie zieht sich zurück, kommuniziert ihre Bedürfnisse nicht klar, reagiert passiv-aggressiv und formuliert Vorwürfe oft erst im Nachhinein, wenn du keine reale Möglichkeit mehr hast, darauf zu reagieren.
Eine echte Kooperation zwischen euch ist währenddessen kaum möglich, obige Aussage von dir finde ich allerdings problematisch und trägt vielleicht maßgeblich zu dieser Disharmonie und ihrem Verhalten bei.
Deine Freundin soll planmäßig bei dir einziehen, aber gleichzeitig ein Gast bleiben.
Sobald sie mit dir zusammenzieht und ein gemeinsames Kind bekommt, kann sie nicht dauerhaft die Rolle einer Mitbewohnerin mit eingeschränktem Einfluss einnehmen. Sie wird Teil eines Familienalltags, in dem Regeln, Abläufe und Prioritäten ihr Leben unmittelbar betreffen. Mitspracherecht heißt dabei nicht, dass sie deine Erziehungsentscheidungen kontrolliert oder ersetzt, aber es heißt, dass sie sich ernsthaft beteiligt fühlen muss und nicht nur informiert wird, über das, was du alleine entschieden hast.
Deine Kinder haben so keinen Respekt vor ihr. Es wird nicht möglich sein ein Doppelleben zu führen, wenn sowohl Töchter, als auch deine Freundin unter dem selben Dach leben.
Dass deine Kinder die Priorität sind finde ich absolut richtig, allerdings trägt deine Freundin ein weiteres Kind von dir im Bauch und demnach kann ich auch verstehen, dass sie ähnliche Priorität wünscht und nicht bei einem kleinen Kuss vor deinen Töchtern abgewiesen wird.
Noch kann ich nicht so wirklich sagen, ob deine Freundin grundsätzlich ein Problem mit der Priorisierung deiner Töcher bzw. der alone-time von euch Drei hat, mit tatsächlicher krankhafter Eifersucht, oder ob es wirklich nur daher rührt dass sie sich so weggeschoben fühlt als deine schwangere Freundin.
Ich würde mich mit ihr an einen Tisch setzen und reden wie genau das gemeinsame Zusammenleben aussehen soll, wirklich viel zu verlieren hast du bei einem richtig offenen Gespräch meiner Ansicht nach nicht, denn so wie es momentan dahinplätschert wird es früher oder später völlig zugrunde gehen…