Zitat von Nalf: Na super. Erst ihr die Stellvertreterrolle durch Einknicken nehmen und dann darf sie die Putze sein, um Papa den Rücken frei zu halten? Mag ja sein, dass AndiY davon genauso träumt wie Du. Aber ich glaube nicht, dass Ani da mitmacht.
Meine vorgeschlagene Arbeitsaufteilung wurde nun teilweise sehr negativ beurteilt.
Letztlich habe ich damit eigentlich Gleiches gemeint, was eine andere Userin nachher schrieb und Andy hier zitiert hat:
Zitat von AndiY: Grundsätzlich fände ich es günstiger, wenn der Fokus von Ani mehr auf der BEziehung zu deinen Kindern als auf der ERziehung liegen würde. Also dass sie mehr spielerisch bei schönen Aktivitäten in Erscheinung tritt
Und zwar aus folgendem Grund:
Zitat von Nalf: Du warst nicht konsequent und jetzt steht Dir Ani nicht mehr als Stellvertreter zur Verfügung, sondern nur noch für WG-Co-Existenz.
und vielleicht auch aus diesem:
Zitat von alleswirdbesser: Nicht wegen der Regeln, nicht wegen der Kinder (die sehr wohl lieb und respektvoll mit ihr umgehen), sondern wegen ihrer Eifersucht und Konkurrenzgehabe.
Wir alle müssen bedenken, dass wir hier nur Andys Perspektive zu lesen bekommen. Er macht auf mich den Eindruck eines klasse Papa - sehr bemüht, sehr engagiert. Auch, dass er sich hier im Forum Hilfe/Tipps einholen möchte, finde ich super.
Ihm ist bewusst, dass die komplette Situation für seine Töchter nicht leicht ist. Trennung der Eltern, Wechselmodell, neue Partnerin, Baby usw. und es spricht nur für ihn, dass er dies alles berücksichtigt und versucht, den Mädchen weiterhin so viel Normalität und dadurch Stabilität wie möglich, zu geben.
Herausforderung ist eben, dass sich die Familie nun vergrößert und Ani, mit Baby, nun auch Teil dieser Familie werden. Wenn ich mich richtig erinnere, beschrieb Andy in einem Beitrag vorhin, dass sie doch recht bemüht wäre im Umgang mit den Mädchen und diese wiederum auch aktiv Kontakt zu ihr suchen.
Das ist doch schon mal super. Für Ani ist es ebenfalls sehr herausfordernd mit ADHS, Depressionen, Schwangerschaft, plötzlich große Familie, unterschiedliche Erziehungsstile usw.
Letztlich wissen wir nicht genau wie es im Alltag tatsächlich abläuft. Ist Ani vielleicht wirklich zu sensibel, eine Diva, zu eifersüchtig auf die Mädels, gleich eingeschnappt oder bindet Andy sie tatsächlich zu wenig mit in die Erziehung ein und ist in manchen Dingen zu inkonsequent.
Vielleicht ist es eine Mischung aus beidem. Vielleicht kamen solche Situationen, wie die mit Mappe packen schon öfter vor und irgendwann fragt sie sich nicht nur, weshalb sie nicht ernst genommen wird, sondern resigniert.
Wie auch immer wer jetzt wie Recht hat oder nicht....Fakt ist, sie geraten dadurch ständig aneinander und jeder hält an seiner Sicht der Dinge fest. Ausserdem muss jeder erst in die neue Rolle hereinwachsen.
Für mich persönlich wäre da die logische Konsequenz, erst einmal Reibungspunkte zu minimieren wo immer möglich - und die Rollen aufzuteilen. So könnte er sich größtenteils um die Erziehung kümmern, sie sich um das drumherum. Wäre doch ne fair aufgeteilte Sache, die man trotzdem nicht immer klar trennen kann und es stetig Überschneidungen geben wird. Deshalb hatte ich auch von Theorie geschrieben. Im Prinzip scheint es aber das zu sein was sich beide wünschen. Siehe hier:
Zitat von AndiY: Ich denke das wäre ihr sogar lieb(er). Aber es würde ihr schwer fallen das nach einem geregeltem Ablauf zu machen und mir würde es schwer fallen sie darum zu bitten es pünktlich und im Sinne der Familie zu machen.
Ob die Organisation ihrerseits dann funktioniert ist natürlich die andere Frage. Mit ADHS kann es je nach Ausprägung sehr herausfordernd sein. Und letztlich sollte man sich ja auch gegenseitig unter die Arme greifen. Also strickt trennen kann man es nicht, aber grob.
So könnte die Anfangsphase aussehen, alles weitere kann sich entwickeln. Sie weiß noch nicht wie es ist Mama zu sein. Sie weiß noch nicht, dass Erziehung oft anders abläuft als geplant. Die Bindung zu den Kindern ist noch nicht ausgereift....Aber das kann noch kommen - wenn sich Routine einspielt, wenn sie bemüht ist, wenn man sie auch lässt. Vielleicht wird man irgendwann einen gemeinsamen Nenner finden. Das zeigt die Zeit.
Notfalls gibt es immernoch andere Modelle.
Dann wird Andy eben ins Wechselmodell geschickt und ist die eine Woche mit seinen 2 Mädels und die andere Woche bei Ani und Baby .
Ich verstehe auch deine Angst Andy, dass die Mädels sich vielleicht distanzieren könnten. Wir erleben dich aus deinen Schilderungen hier aber als wirklich tollen Vater und glaube du hast ein gutes Gefühl dafür was deine Mädels brauchen. Das spüren sie auch!