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Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

C
Zitat von Cagy:
Ich denke das sie sich lieber eine Konstellation gewünscht hätte in der ihr beide *alleine* seid und euch nur um euer gemeinsames Kind kümmern müsst...

Ich glaube, das ist in solchen Konstellationen zunächst und auf einer rein emotionalen Ebene fast immer so. Mein Ex hatte auch schon Kinder aus einer früheren Beziehung. Ganz ehrlich - wenn ich die Wahl gehabt hätte, wäre es mir auch lieber gewesen, wir wären alleine gewesen, hätten in Ruhe die Schwangerschaften gemeinsam erlebt, uns um die gemeinsamen Kinder gekümmert etc.. Aber, und das ist ganz wichtig: Diese Gefühle muss man als Next reflektieren und einen erwachsenen Umgang mit ihnen finden, ggf. mit externer Hilfe.
Zitat von MissNextDoor:
Er schrieb, dass er sich kümmern möchte, aber natürlich nicht ganz so viele Kapazitäten hätte wie wenn er keine Kinder aus früherer Beziehung hätte. Zwar verstehe ich das Argument auch nur halb - denn das wäre bei Geschwistern von derselben Mutter ja nicht anders! Sind zwei Kinder größer und man bekommt ein Baby - nun, klar muss man sich dann dennoch um die beiden älteren weiterhin kümmern und kann sich nicht nur ausschließlich um das Baby kümmern. Völlig normal.
Verstehe nicht so ganz, wie manche/r sich das vorstellt...

Ich glaube, dass es schon stressiger ist als drei Kinder mit derselben Mutter, aus mehreren Gründen:
1. Wenn man nicht zusammenwohnt, fallen Wegzeiten an.
2. Man hat die Patchworkstreitigkeiten um Erziehung etc. die der TE ja jetzt schon beschreibt (und ja - natürlich gibt es die auch in heilen Familien, aber im Schnitt sicher weniger ausgeprägt).
3. Es spielt immer noch eine weitere Person eine Rolle - der/die Expartner/in und Mutter/Vater der Kinder (Terminabsprachen, Orga, Streitigkeiten, Manipulation ...)
4. (und das ist, glaube ich, am wichtigsten): Die Patchworkkinder liegen dem echten Elternteil immer mehr am Herzen als dem anderen - das ist in heilen Familien, in denen das Wohl der Kinder meist für beide Eltern, oberste Priorität hat, anders - was vieles leichter macht.

Wobei im Wechselmodell durch die freie Woche tatsächlich wieder ein paar Freiräume mehr entstehen, das stimmt:
Zitat von @alleswirdbesser:
Zitat:
Der „Vorteil“ der getrennten Eltern ist die kinderfreie Zeit, die die zusammenlebenden leiblichen Eltern in der Regel so nicht haben, vor allem beim Wechselmodell.


Zitat von alleswirdbesser:
Ich glaube viel mehr, dass Ani aufgrund ihrer Erkrankung bereits mit einem Baby alle Hände voll zu tun haben wird und die Patchwork Situation sie völlig überfordern wird, wenn sie bei dem TE einzieht.

Das glaube ich auch.
Zitat von justawoman:
Naja, in meinen Augen geht das auch nicht, ihr seid jetzt ein 5er-Modell. Und es ist leider wirklich schwer, dabei allen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Ich sehe das bei meinem Bruder, der ein paar Jahre nach der Trennung von seiner Frau eine neue Familie gegründet hat mit seiner neuen Freundin. Als sie noch keine eigenen Kinder hatte, ist sie sehr liebevoll mit seinen Kindern umgegangen. Das hat sich aber schlagartig geändert, als sie selbst Mutter geworden ist, da haben die anderen Kinder nur noch gestört und es wurde schlecht über sie geredet. Und mein Bruder zerreißt sich fast, um allen gerecht zu werden, und schafft es doch nicht, einer macht ihm immer Vorwürfe...

Ja, sehe ich auch so. Was natürlich nicht ausschließt, dass es weiterhin Unternehmungen zu dritt geben wird und soll.
Das bei deinem Bruder klingt furchtbar, für alle Beteiligten.

x 5 #301


MissNextDoor
Zitat von Fenjal:
versteh ich nicht, die Tasche hätte die allein packen können und wenn sie etwas vergessen hätte,wüsste sie das für das nächste Mal und vergisst so schnell nichts mehr.

Darum geht es nicht.
Meine Kinder können sich jederzeit an mich wenden, wenn sie mit einer Aufgabe Probleme haben.
Ich kenne meine Kinder und weiß, dass sie sich bemühen.
Warum sollte ich ihnen da nicht helfen ?
Kinder lernen. In erster Linie von den Eltern.
Und wenn man seine Sache gut macht, können sie es irgendwann alleine.

Es gibt übrigens Lehrer, die wenig Verständnis für Fehler haben.
Es ist verständlich, dass Kinder da sicher gehen wollen, alles korrekt parat zu haben.
Es ist ein gutes Zeichen, wenn Kinder solche Dinge ernst nehmen!

x 4 #302


A


Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

x 3


MissNextDoor
Zitat von Caecilia:
Die Patchworkkinder liegen dem echten Elternteil immer mehr am Herzen als dem anderen

Da kenne ich tatsächlich andere Fälle. Allerdings: Das sind sehr, sehr glückliche Beziehungen, wo es auf der Paarebene wirklich extrem passt. Keine halbgaren on-off-Geschichten und sonstige Problemfälle.

x 5 #303


HeavyDreamy
@MissNextDoor
Hier beim TE ist es defi aber ein Problem und ich denke, das wird sich verschlimmern, sollten sie zusammenziehen. Ist ja jetzt schon stark problembehaftet.

x 3 #304


N
Zitat von MissNextDoor:
Ich gebe meinen Kindern auch Aufträge - und wenn dann eins dabei meine Hilfe braucht, dann helfe ich

Es ging doch gar nicht darum, dass das Kind (auch) Hilfe braucht, sondern dass die Tochter das mit Papa machen wollte und Papa dem sofort nachgekommen ist.

Die Hilfe hätte er auch gegeben, wenn er Ani gesagt hätte, welche Sachen zu packen sind, und dem Kind gesagt hätte, heute hilft Dir Mal Ani und morgen wieder ich.

So aber bekam Ani einen Auftrag, der ihr in dem Moment wieder entzogen wurde, als das Kind eine Präferenz genannt hat.
Die Frau ist doch kein Staubsauger, den AndiY aus dem Schrank holen und die Tochter wieder reinstellen kann und der dann immer noch auf Knopfdruck funktioniert, sollte sich einer der beiden das anders überlegen.

x 6 #305


H
Zitat von Nalf:
Na super. Erst ihr die Stellvertreterrolle durch Einknicken nehmen und dann darf sie die Putze sein, um Papa den Rücken frei zu halten? Mag ja sein, dass AndiY davon genauso träumt wie Du. Aber ich glaube nicht, dass Ani da mitmacht.

Meine vorgeschlagene Arbeitsaufteilung wurde nun teilweise sehr negativ beurteilt.
Letztlich habe ich damit eigentlich Gleiches gemeint, was eine andere Userin nachher schrieb und Andy hier zitiert hat:
Zitat von AndiY:
Grundsätzlich fände ich es günstiger, wenn der Fokus von Ani mehr auf der BEziehung zu deinen Kindern als auf der ERziehung liegen würde. Also dass sie mehr spielerisch bei schönen Aktivitäten in Erscheinung tritt


Und zwar aus folgendem Grund:
Zitat von Nalf:
Du warst nicht konsequent und jetzt steht Dir Ani nicht mehr als Stellvertreter zur Verfügung, sondern nur noch für WG-Co-Existenz.

und vielleicht auch aus diesem:
Zitat von alleswirdbesser:
Nicht wegen der Regeln, nicht wegen der Kinder (die sehr wohl lieb und respektvoll mit ihr umgehen), sondern wegen ihrer Eifersucht und Konkurrenzgehabe.


Wir alle müssen bedenken, dass wir hier nur Andys Perspektive zu lesen bekommen. Er macht auf mich den Eindruck eines klasse Papa - sehr bemüht, sehr engagiert. Auch, dass er sich hier im Forum Hilfe/Tipps einholen möchte, finde ich super.

Ihm ist bewusst, dass die komplette Situation für seine Töchter nicht leicht ist. Trennung der Eltern, Wechselmodell, neue Partnerin, Baby usw. und es spricht nur für ihn, dass er dies alles berücksichtigt und versucht, den Mädchen weiterhin so viel Normalität und dadurch Stabilität wie möglich, zu geben.

Herausforderung ist eben, dass sich die Familie nun vergrößert und Ani, mit Baby, nun auch Teil dieser Familie werden. Wenn ich mich richtig erinnere, beschrieb Andy in einem Beitrag vorhin, dass sie doch recht bemüht wäre im Umgang mit den Mädchen und diese wiederum auch aktiv Kontakt zu ihr suchen.
Das ist doch schon mal super. Für Ani ist es ebenfalls sehr herausfordernd mit ADHS, Depressionen, Schwangerschaft, plötzlich große Familie, unterschiedliche Erziehungsstile usw.

Letztlich wissen wir nicht genau wie es im Alltag tatsächlich abläuft. Ist Ani vielleicht wirklich zu sensibel, eine Diva, zu eifersüchtig auf die Mädels, gleich eingeschnappt oder bindet Andy sie tatsächlich zu wenig mit in die Erziehung ein und ist in manchen Dingen zu inkonsequent.
Vielleicht ist es eine Mischung aus beidem. Vielleicht kamen solche Situationen, wie die mit Mappe packen schon öfter vor und irgendwann fragt sie sich nicht nur, weshalb sie nicht ernst genommen wird, sondern resigniert.
Wie auch immer wer jetzt wie Recht hat oder nicht....Fakt ist, sie geraten dadurch ständig aneinander und jeder hält an seiner Sicht der Dinge fest. Ausserdem muss jeder erst in die neue Rolle hereinwachsen.

Für mich persönlich wäre da die logische Konsequenz, erst einmal Reibungspunkte zu minimieren wo immer möglich - und die Rollen aufzuteilen. So könnte er sich größtenteils um die Erziehung kümmern, sie sich um das drumherum. Wäre doch ne fair aufgeteilte Sache, die man trotzdem nicht immer klar trennen kann und es stetig Überschneidungen geben wird. Deshalb hatte ich auch von Theorie geschrieben. Im Prinzip scheint es aber das zu sein was sich beide wünschen. Siehe hier:
Zitat von AndiY:
Ich denke das wäre ihr sogar lieb(er). Aber es würde ihr schwer fallen das nach einem geregeltem Ablauf zu machen und mir würde es schwer fallen sie darum zu bitten es pünktlich und im Sinne der Familie zu machen.

Ob die Organisation ihrerseits dann funktioniert ist natürlich die andere Frage. Mit ADHS kann es je nach Ausprägung sehr herausfordernd sein. Und letztlich sollte man sich ja auch gegenseitig unter die Arme greifen. Also strickt trennen kann man es nicht, aber grob.

So könnte die Anfangsphase aussehen, alles weitere kann sich entwickeln. Sie weiß noch nicht wie es ist Mama zu sein. Sie weiß noch nicht, dass Erziehung oft anders abläuft als geplant. Die Bindung zu den Kindern ist noch nicht ausgereift....Aber das kann noch kommen - wenn sich Routine einspielt, wenn sie bemüht ist, wenn man sie auch lässt. Vielleicht wird man irgendwann einen gemeinsamen Nenner finden. Das zeigt die Zeit.
Notfalls gibt es immernoch andere Modelle.
Dann wird Andy eben ins Wechselmodell geschickt und ist die eine Woche mit seinen 2 Mädels und die andere Woche bei Ani und Baby .

Ich verstehe auch deine Angst Andy, dass die Mädels sich vielleicht distanzieren könnten. Wir erleben dich aus deinen Schilderungen hier aber als wirklich tollen Vater und glaube du hast ein gutes Gefühl dafür was deine Mädels brauchen. Das spüren sie auch!

x 2 #306


MissNextDoor
@HeavyDreamy

Ja das denke ich auch.
Daher denke ich (nur meine Meinung) wenn die Partnerin vorerst ihre Wohnung behalten könnte (was offensichtlich möglich wäre) und sie gemeinsam Beratung/Unterstützung in Anspruch nehmen würden, wäre der gesamten Familie im Augenblick am meisten geholfen...

x 5 #307


HeavyDreamy
Zitat von MissNextDoor:
Ja das denke ich auch.
Daher denke ich (nur meine Meinung) wenn die Partnerin vorerst ihre Wohnung behalten könnte (was offensichtlich möglich wäre) und sie gemeinsam Beratung/Unterstützung in Anspruch nehmen würden, wäre der gesamten Familie im Augenblick am meisten geholfen...


Sehe ich genauso.

x 1 #308


MissNextDoor
Zitat von Nalf:
sondern dass die Tochter das mit Papa machen wollte und Papa dem sofort nachgekommen is

Hier müsste man differenzieren... ja, die Tochter wollte es mit dem Papa machen, weil Ani nicht Bescheid wusste.
Aus Sicht des Kindes absolut verständlich.

Zitat von Nalf:
Die Hilfe hätte er auch gegeben, wenn er Ani gesagt hätte, welche Sachen zu packen sind, und dem Kind gesagt hätte, heute hilft Dir Mal Ani und morgen wieder ich.

Ja - genau. Das wäre eine Möglichkeit gewesen: dass der TE Ani mitteilt was zu machen ist, also auch alles erklärt und sie es dann - korrekt - mit der Tochter macht.

Aber: das alles ist nicht die Schuld des Kindes.
Das sah Ani aber so.
Anstatt ihrem Liebsten zu sagen du erklär mir doch bitte genauer was da zu machen ist wurde die Schuld beim verunsicherten Kind gesucht.

Hier versagen die Erwachsenen - nicht die Kinder.

Und klar könnte/sollte @AndiY da etwas anders machen.
Ich verstehe aber, dass auch er auf Distanz geht wenn sich der Unmut der Partnerin immer gegen die Kinder richtet anstatt gegen ihn.

Daher... ich fürchte ohne Hilfe von außen führt da kein Weg mehr raus.

x 2 #309


A
Zitat von Nalf:
Ich glaube das nicht. Ist ja auch gar nicht nötig. Die Hierarchie, dass es die 3er-Familie gibt und dann noch die Partnerin für die Lücken und zum Unterstützen, hat AndiY doch selbst etabliert und will das auch genau so haben. Die Kinder spiegeln nur das, was er vorlebt. Macht sie doch. Sie entzieht ...


Vielen von dem was du schreibst könnte 1:1 aus der Feder meiner Partnerin stammen. Mit einigen Statements ihrerseits hab ich mich auch tatsächlich so konfrontiert gesehen, wie Dann mach Deinen Shaiz halt alleine.

Ich sehe das überhaupt nicht so wie du es schreibst. Vielleicht habe ich da ein paar blinde Flecken.
Hier wird mir aber auch der Konflikt nochmal klar. Wenn ich es nicht so sehe wie du., sehe ich es auch nicht so wie meine Partnerin.

Die Hierarchie, dass es die 3er-Familie gibt und dann noch die Partnerin für die Lücken und zum Unterstützen, hat AndiY doch selbst etabliert und will das auch genau so haben.
Nein, habe ich nicht. Und will ich nicht. Ich möchte, dass sie ein selbstbestimmtes Leben und einen selbstbestimmten Alltag führt. Ich sehe es aber nicht zwingend als notwendig an dabei das Leben der Kinder maßgeblich zu verändern oder maßgeblich Einfluss zu nehmen. Leben uns Leben lassen. Beziehung Ja. ERziehung nicht unbedingt.

Macht sie doch. Sie entzieht sich, wenn es ihr zu viel wird Vollkommen konsequent mit dem Co existieren und wie in einer WG
Ja, das tut sie und sagt sie. Das ist für mich okay, wenn sie es so ankündigt. Okay ist aber nicht, dass die dabei ein passiv-aggressives Verhalten an den Tag legt und mir suggeriert, dass sie mit der Situation eigentlich doch nicht fine, sondern unzufrieden ist und mir vorwirft, dass mein Verhalten Sie dazu gebracht hat sich so verhalten zu müssen.

Sie sagt Dir schon seit langem konkret, wie sie sich ein Leben mit Dir vorstellt. Und statt ehrlich zu sein und ihr zu sagen, dass Du das (in der Mitte zusammenziehen, das Baby, ein gemeinsames Haus, sie als Bonuselternteil bei den Kindern zu etablieren, auch ihr ADHS zu akzeptieren) gar nicht WILLST, versteckst Du Dich hinter der Behauptung, dass Du das gar nicht KANNST oder dass eine andere Lösung für ALLE besser sei.

Jain. Da haben wir ein Missverständnis. In der Mitte zusammenziehen und ein Haus würde keines der Konflikte mit den Kindern lösen. Sie muss kein Bonuselternteil sein. Bei Lösungsansätzen meine ich konkret Wenn Situation XY mit Kind 1 oder Kind 2 eintritt, was machen wir dann. Wie halten wir zusammen. Welche Haltung haben wir. Was braucht es und Welche Alltagsroutinen möchten wir haben. Wer geht einkaufen. Und wann? Wer holt wann die Kinder. Wer bringt sie wann ins Bett. An welchen Tagen machen wir Familienzeit, an welchen macht jeder was für sich Oder Wenn Kind 1 so und so reagiert, was machen wir dann.
Das kann man anhand bereits erlebter Alltagssituationen üben. Oder sich in Szenarien reindenken und diese durchgehen. Oder Ratgeber über Patchwork lesen/hören/mit Leuten sprechen. Ich habe zu diesen Gesprächen mehrfach eingeladen und das angeregt. Da kam dann nur ein das werden wir dann schon sehen oder ich weiß auch nicht... Die Vorschläge stehen alle im Raum. Ich möchte nicht in die Falle tappen diese selbst zu entscheiden, kann es aber auch ohne sie nicht.

Sondern mit Deiner Reaktion, mit Deinem Anspruch, dass in dem Moment, wo die Kinder da sind, sie sich um euch herum drapieren darf und auch ganz weg sein darf.

Das könnte tatsächlich sein, dass sie sich so fühlt. Das ist auch schwierig für mich. Ich denke Leben uns leben lassen passt hier ganz gut. Sie kann sich ja hier frei bewegen und wir machen was zu Viert. Sie wird da aktiv integriert.


Selbst wenn Du sie nicht mutwillig verletzen willst oder ihr Schaden möchtest(!) sagt sie Dir immer wieder, dass Du sie verletzt und sie Schaden nimmt. Und Du wischst das einfach weg. Sie soll da nicht so empfindlich sein, sondern erwachsener reagieren und Selbstverantwortung übernehmen. Was ja nur heißt: War nicht meine Absicht. Aber am Ende musst Du eben Dich anpassen. Und wenn Dich das verletzt, ist das Dein Problem, weil Du mich ja als Vater von zwei Kindern kennen gelernt hast.

Ja, so fühlt sie sich. Ich weiß tatsächlich nicht was ich dagegen tun soll. Ich versuche Brücken zu bauen, kann aber nicht alle meine Prinzipien dafür aufgeben oder den Kindern ihren Schutz nehmen. Ich verstehe sie da zum Teil auch einfach nicht, weil ich selbst in der Atmosphäre eben nicht verletzt wäre und kleinen Schaden nehmen würde. Und ich würde mich aus Liebe zu meiner Partnerin und den Kindern natürlich ein Stück weit anpassen. Man kann sich auch entscheiden das nicht zu tun, aber dann beendet man die Beziehung doch bevor man mit dem Partner ein Kind haben möchte, oder nicht ?


Ich werde noch eine Weile über deine Worte nachdenken!

x 3 #310


A
@Abendrot Danke für deinen Zuspruch.

x 2 #311


Zylinderella
Ich tendiere dazu den Zusammenzug auszusetzen und deine Partnerin erst mal ihre Wohnung behalten zu lassen, wenn das möglich ist und sie das eventuell möchte.
Ich hab so den Eindruck, ihr habt damit vielleicht erst mal weniger Stress.
Wenn die Kommunikation so weiter geht,... ach ich sags mal nicht.
Kann ja keiner in die Zukunft sehen.
Ist vielleicht nicht gut, wenn sich alle Konstellationen auf einmal ändern.

x 8 #312


Winza
Zitat von AndiY:
Die Ablehnung zeigte sich jetzt in der Mappensituation, es war keine Sturheit, sondern auch tatsächlich gut argumentiert von Tochter. Mit ihrem adhs/Autismus Spektrum für mich verständlich und ich denke meine Partnerin war da auch etwas machtlos.

Wie war das, wie wurde argumentiert?

x 2 #313


N
Zitat von MissNextDoor:
ja, die Tochter wollte es mit dem Papa machen, weil Ani nicht Bescheid wusste.

Stand das so da? Könnte AndiY ja aufklären.

Zitat von MissNextDoor:
Aber: das alles ist nicht die Schuld des Kindes.
Das sah Ani aber so.

Woraus liest Du das? Kannst Du zitieren?
Wenn ich richtig gelesen habe, gibt Ani ausschließlich AndiY die Schuld und wendet sich auch nur an ihn. Das stand inho nirgends, dass sie die Töchter angemault hätte, sondern dass sie sich in diesen immer wiederkehrenden Situationen dann einfach entzieht, nicht über Nacht bleibt, nicht mit dazu kommt. Und später dann AndiY den Vorwurf macht, dass er sie schon wieder untergraben hat.

Zitat von MissNextDoor:
Ich verstehe aber, dass auch er auf Distanz geht wenn sich der Unmut der Partnerin immer gegen die Kinder richtet anstatt gegen ihn.

Woraus liest Du das?
Die Kinder sind doch nur der häufigste Anlass. Aber diese Paardynamik haben die beiden doch auch bei der Arbeitsteilung, beim Wohnort und vermutlich bei anderen Themen: AndiY gibt eine ganz enge Gasse vor und behauptet, dass die für alle der beste Weg ist. Dabei hat er Anis Interessen gar nicht berücksichtigt. Da soll sie dann erwachsen sein und sich nicht so anstellen. Und am Ende bekommt er seinen Willen oder Ani dreht sich um und geht. Dann nennt er sie aber kindisch und eifersüchtig und uneinsichtig. Denn er wollte schon, dass sie die Gasse entlang geht, weil das ja auch für ihn Vorteile hätte. Ganz entziehen soll sie sich jedenfalls nicht. Obwohl er immer behauptet, dass er ihr alles freistellt. Aber trifft sie dann wirklich die freie Entscheidung (auch frei hinsichtlich des Entscheidungszeitpunkts und der Bedingungen, die sie bereit ist, mitzumachen) trägt er ihr das nach.

Denn sich ein neues, gemeinsames Leben mit Ani aufzubauen, war doch eigentlich gar nicht gewollt. Ani sollte sein jetziges Leben ergänzen, mehr nicht.


Zitat von AndiY:
Wie halten wir zusammen. Welche Haltung haben wir.

Aber das gilt dann doch am Ende nicht, weil sich Deine Einstellung nicht ändert. Ist Dir nicht aufgefallen, dass sie sich immer dann entzieht, wenn Du einen Vorschlag gemacht hast, dem sie zugestimmt hat, und dann von Dir die Bedingungen umgeworfen werden? Sie soll noch basteln, nachdem Du ihr in den Rücken gefallen bist. Sie soll eine Stunde warten und Dir beim Möbelaufbau helfen/zusehen, wenn Du später zu Deinen Eltern fahren möchtest. Kommt sie eine Stunde zu spät, ist es unzuverlässig. Verschiebst Du was um eine Stunde, dann nur für etwas, das angeblich auch ihr zu Gute kommt. Zweierlei Maß. Kein Team. Wie sollen da Regeln aussehen, die sie aufstellen soll, wenn Du immer wieder Gründe findest, das Prinzip zu untergraben.

Zumal Du bei wer macht wann sie in ihrer ADHS-Schwäche maximal unter Druck setzt (sie weiß, dass sie da versagen wird) und auch noch ihre Mithilfe im Haushalt zur Bedingung machst, dass sie was zu melden hat. Unter diesen Prämissen bekämst Du von mir auch genau die gleiche Antwort: Mach Du mal.
Mit dem Nachsatz: Und dann halt Du Dich mal an die Bedingungen, die Du mir stellst.


Zitat von AndiY:
Ich denke Leben uns leben lassen passt hier ganz gut. Sie kann sich ja hier frei bewegen

Aber wenn sie dann abends, wo Du eigentlich die Nacht mit ihr geplant hattest und davon auch mehr profitiert hättest, fährt, trägst Du es ihr dennoch nach. Dann soll sie sich den Gesprächen stellen und die Zweisamkeit suchen. Staubsauger halt.


Zitat von AndiY:
oder den Kindern ihren Schutz nehmen.

Was für fürchterliche Regeln will sie denn aufstellen, dass damit den Kindern der Schutz genommen würde? Dass das Spektrumskind größere Zeitfenster braucht, um Aufgaben autonom erledigen zu können, kann man ihr sicher erklären. Aber für die andere Tochter gilt diese Einschränkung doch nicht. Zumal es keinem Kind schadet, auch auf die Besonderheiten von anderen Personen Rücksicht zu nehmen. Wenn Du den Töchtern erklärst, dass ADS/ADHS-Menschen eine bestimmte Struktur brauchen, um durch den Tag zu kommen, können Grundschulkinder darauf Rücksicht nehmen, ohne Schaden zu nehmen oder Schutz zu verlieren.
Ist Ani so ein schlechter/unberechenbarer Mensch, dass Du die Kinder vor ihr schützen musst? Warum darf sie dann einziehen?


Zitat von AndiY:
weil ich selbst in der Atmosphäre eben nicht verletzt wäre und kleinen Schaden nehmen würde

Das sehen wir dann, wenn Ani euer Kind nach ihren Regeln in ihrer Wohnung erzieht und Dich untergräbt, wenn Du es anders machst. Und sie das mit dem Schutz des Kindes begründet und behauptet, dass sie das Kind besser kennt, weil sie es 9 Monate unterm Herzen getragen hat, gestillt hat und 24h am Tag um sich hatte, während Du nur jede zweite Woche zu Besuch kamst. Und dass Du jetzt dem Baby nicht das Urvertrauen nehmen darfst, indem Du alles, was sie etabliert hat, umwirfst.

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alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
Und dass Du jetzt dem Baby nicht das Urvertrauen nehmen darfst, indem Du alles, was sie etabliert hat, umwirfst.

Außer es wird ein nächstes Kind im Wechselmodell geben. Und in seiner Hälfte der Zeit mit Kind herrschen Andiys Regeln. Auch das könnte Ende vom Lied sein.

Ich verstehe dich in manchen Threads engagierter Väter tatsächlich nicht. Auch bei Axel war es so. Einmal steht ein Mann zu seinen Kindern, kümmert sich und vernachlässigt sie nicht, um ein neues Nest ohne sie einzurichten und das soll wieder nicht recht sein, weil eine erwachsene Frau schwanger wurde (letze Chance!) und mit seiner Vaterschaft seiner anderen Kinder nicht klarkommt.

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A


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