Caecilia
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Zitat von MissNextDoor:Da kenne ich tatsächlich andere Fälle. Allerdings: Das sind sehr, sehr glückliche Beziehungen, wo es auf der Paarebene wirklich extrem passt. Keine halbgaren on-off-Geschichten und sonstige Problemfälle.
Ja - ich würde nicht ausschließen, dass manche Menschen das schaffen, also, emotional keinen Unterschied zwischen den eigenen und den Patchwork-Kindern zu machen. Ich denke, ich selbst hätte das in keiner Situation hinbekommen - ich glaube, auch dann nicht, wenn wirklich alles optimal gewesen wäre.
Zumindest eine good enough-Situation kann man meiner Erfahrung nach aber erreichen, wenn man sich, vor allem als Next, sehr viel reflektiert, ggf. auch mit externer Hilfe - insbesondere auch die eigenen Emotionen zulässt und lernt, sie auf eine erwachsene Art einzuordnen und mit ihnen umzugehen, sich auch mal zurückzunehmen, wenn es notwendig ist u.s.w.. Wenn man es schafft, dass man die Patchworkkinder grundsätzlich mag, sich freut, wenn sie kommen, einen offenen und fröhlichen Umgang mit ihnen hat, sie einen auch mögen ... dann ist schon viel gewonnen, finde ich.
Ganz allgemein wichtig für ein möglichst gutes Gelingen von Patchwork ist meiner Erfahrung nach vor allem, dass bei solchen Entscheidungen wie Kennenlernen, gemeinsame Unternehmungen, Zusammenziehen, ... behutsam vorgegangen wird und diese erst durchgeführt werden, wenn alle Beteiligten dazu bereit sind. Keine Brechstange. Keine Umbrüche in Zeiten, in denen es eh schon viele Umbrüche gibt (Baby). Nicht (noch) mehr Patchworkzeit (gemeinsame Wohnung), wenn diese eh schon schwierig ist. U.s.w..
Daher rate ich dem TE dringend, aktuell (noch) nicht zusammenzuziehen.