×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

3275

Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

B
Zitat von BernhardQXY:
Und warum Du zu einem Vaterschaftstest rätst, bleibt dein Geheimnis

Mir ist der Gedanke auch schon gekommen. Weil schon einige Indizien zumindest fragwürdig erscheinen. Für den einen vielleicht pillepalle, mich hat das auch aufmerken lassen.
Zitat von AndiY:
Sie ist 34 und meint es ist wahrscheinlich ihre einzige Chance auf ein eigenes Kind und ich sei der erste Partner in ihrem Leben mit dem sie sich das vorstellen kann.

Torschlusspanik.
Zitat von AndiY:
Sie selbst macht kaum Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten und kommt dann eher mal auf mein Fragen oder Planen zu mir. Kein „hey, was machst du grade, ich hab Lust dich besuchen zu kommen“ oder so. Zuletzt haben wir uns sogar in den kinderfreien Wochen zum Teil nicht gesehen, weil sie einem Gespräch über „wer kommt zu wem und was machen wir zusammen“ aus dem Weg gegangen ist und selbst es nicht zu Sprache gebracht hat. So kam es, dass jeder für sich zuhause saß und sein Zeug erledigt hat.

Hm, als Vater des Kindes yes, als Partner nicht so wirklich gefragt.
Zitat von AndiY:
Ich muss dazu sagen, Dass ich auch nach 2 Jahren ihren Freundeskreis nicht kenne und sie bisher keine Lust hatte meinen kennenzulernen.

Das ist für mich echt spooky. Nach zwei Jahren keiner Schnittmenge, noch nicht einmal Bekanntschaften. Das kann viele Gründe haben. Dazu kommt noch die etwas hier wage dargestellte Aussage des Urologen, es solle sich keine Sorgen machen. Jeder einzelne Punkt für sich, nicht so wirklich überzeugend. Die Summe der Merkwürdigkeiten würde mich schon stutzig machen.

@AndiY wird nun zumindest für die nächsten drei Jahre der Ex gegenüber betreuungsunterhaltspflichtig, für die kommenden zwei Jahrzehnte wird er viel Unterhalt an sein Kind leisten dürfen. Ist es da so verwerflich unter diesen Umständen sicher zu gehen, dass er auch tatsächlich der Papa ist?

x 7 #436


MissLilly
Zitat von Brightness2:
Dazu kommt noch die etwas hier wage dargestellte Aussage des Urologen, es solle sich keine Sorgen machen.

Hab ich was verpasst? War der TE beim Urologen und dieser hat ihm dann mitgeteilt, das er nahezu zeugungsunfähig ist oder wie darf ich das verstehen?

x 2 #437


A


Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

x 3


A
Ich würd zu den letzten Beiträgen wirklich gern nochmal Stellung nehmen und das zusammenfassen.

- Ani ist eine On/Off Beziehung. Ich liebe sie, nur wir haben Phasen wo es wirklich schwierig war - eigentlich immer wegen Uneinigkeit bei den Kindern, bzw. Weil sie sich nicht gesehen gefühlt hat und sie mehr Aufmerksamkeit, Nähe, „Wir“ haben wollte, wenn die Kinder da waren. Sie war zum Teil sauer wenn ich wegen kranker Kinder nicht kommen konnte oder meiner Exfrau Zusagen im Umgang mit den Kindern gemacht habe, die ich vorher nicht mit ihr abstimmen konnte (die Kinder dürfen kommen, dürfen länger bleiben, dafür müssen wir unsere Paarzeit verschieben, usw.)
- Ich wollte mit Ani nicht schwanger werden.
- ein zusammenziehen wäre ohne Baby kein Thema gewesen
Das wusste sie von Anfang an, das war klar kommuniziert und für sie auch immer okay, weil sie ihren Lebensmittelpunkt bei sich hat und ich meinen hier.
- es gab auch im Vorfeld Situationen mit den Kindern wo ich meinen Standpunkt und meine Haltung zu Erziehung und unserer Verbindung klar geäußert und gezeigt habe.
- der Arzt sagte mir ich kann kein Kind mehr zeugen (womit er sich geirrt hat)

Als sie dann doch schwanger wurde und sie es behalten wollte, hab ich meine Position verändert und ihr meine volle Unterstützung zum Baby angeboten - nicht „nur“ das Wochenmodell, sondern ein gemeinsames Zusammenleben. Mir waren dabei weiterhin ein paar Regeln wichtig:
- wir müssen wegen dem Wechselmodell in meinem Ort wohnen bleiben.
- Es soll weiterhin 3er Zeit mit den Kindern geben
- die Erziehung der Kinder liegt bei mir.

Alles andere - Wie wird die Wohnung genutzt, wer macht welche Haushaltsaufgaben, wer macht wieviel Elternzeit, wer geht danach wie und wo arbeiten, wer kümmert sich wann und wie sehr um welche Kinder, wer kann noch seinen Hobbies nachgehen ist für mich überhaupt nicht starr, da kann man alles miteinander vereinbaren und ich bin da sehr anpassungsfähig. Ich würde auch zuhause mit allen 3 Kindern bleiben und sie macht ihr Ding. Also ich sehe da eine starke Kompromissbereitschaft. Sie hat sich mit diesen Fragen tatsächlich noch nicht beschäftigt. „Das wird schon irgendwie“

Damit war sie - zu Beginn der Schwangerschaft einverstanden, also starteten wir das Projekt zusammenziehen.

Jetzt, vor 6-8 Wochen ging es los, kam es vermehrt zu Situationen in denen ich - wie abgespeochen(!) - gehandelt habe. Das hat sie plötzlich nicht mehr akzeptiert und forderte Kompromisse. In meiner Wahrnehmung hieß das, dass sie fordert, dass ich mich so verhalte wie sie es möchte. Plötzlich hieß es „naja, die 3er Zeit kann ich dir leider doch nicht ermöglichen, ich kann mich ja nicht in Luft auflösen“. Ich sehe das anders - man kann seine regelmäßigen Besuche bei Familie, Hobbies, Aktivitäten entsprechend planen. Sie möchte aber ihre Flexibilität nicht aufgeben und sich an keinen starren Tagesablauf halten. Ich finde Planbarkeit und gemeinsame Zeiteinteilung in Familienkonstrukten schon eher wichtig.
Wie gesagt, mein Stiefvater hat das mit mir auch hinbekommen, ohne Druck, Frust oder Konkurenzdenken.
Sie hat sich dann halt auch stückweise in die Erziehung der Kinder eingemischt, bzw. mir vorgehalten ich erziehe die Kinder falsch und ich soll das anders machen. Es gab Situationen da hat sie Kind1 in für sie unbekannte Situationen gebracht und war dann auf mich sauer, weil ich dem Kind dabei geholfen habe anstatt es das selbst erledigen zu lassen.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto besser finde ich es, dass es nicht zum zusammenziehen kommt. Und ich sehe für mich - mit der Vorgeschichte, den kommunizierten Wünschen zur Partnerschaft, meinen gesetzten Grenzen - eher eine Chance für uns wenn wir vorerst im Beziehungsweise-Wechselmodell bleiben.

Ich bin trotzdem ziemlich vor den Kopf gestoßen, dass die aus dem erläuterten Gespräch von gestern ein „Schlussmachszenario“ entwirft.

x 2 #438


B
@MissLilly Das meinte ich:
Zitat von AndiY:
Ich war vor 2 Jahren beim Arzt und habe eine Vasektomie angefragt. Der Herr Doktor meinte nach einem Test nur trocken "Machen sie sich mal keine Sorgen, die schwimmen alle im Kreis, den Eingriff können sie sich sparen. " Damit hab ich das nicht weiter hinterfragt.

Ist natürlich nicht konkret, klingt merkwürdig. Ergänzt aber so einen Gesamteindruck.

x 2 #439


B
Zitat von Brightness2:
Dazu kommt noch die etwas hier wage dargestellte Aussage des Urologen


Diese Aussage ist mir aufgefallen. Wenn das Spermiogramm Spermozoen zeigt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Befruchtung auf jeden Fall größer 0. Die Tatsache, dass er Vater ist zeigt dass er prinzipiell Zeugungsfähig war/ist
Warum sich AndY da auf den Urologen verlässt ist unklar, auch weshalb der Urologe solch Aussage macht.
insofern finde ich die Idee der Nichtvaterschaft befremdlich

x 8 #440


A
Doppelpost

#441


MissLilly
Zitat von AndiY:
die Erziehung der Kinder liegt bei mir.


Kurze Verständnisfrage @AndiY
Gilt das für alle Kinder oder nur deine beiden Erstgeborenen?

x 5 #442


aequum
@Fenjal
Wir sind nicht geschieden und mMn testen alle Kinder ihre Grenzen bei ihren Eltern aus. Das ist doch ganz natürlich und deshalb ist es ja so wichtig, dass die Eltern sich einig sind und an einem Stang ziehen. Egal in welcher Konstellation.

Sicherlich wird das bei getrennten Eltern oder in einer Patchwork-Konstellation schwieriger aber nicht unmöglich. Solange es allen um das Wohl der Kinder geht und nicht um die eigenen Befindlichkeiten, sollte es durchaus möglich sein. zu einem Konsens zu kommen. Leider ist es nicht immer der Fall.

x 4 #443


A
@MissLilly expliziert für die beiden Mädels. Bei unserem Kind sehe ich ganz klar den Wunsch der Mama, dass sie als Bezugsperson auftreten möchte und den Erziehungspart übernehmen möchte, was für mich total okay ist.

#444


B
Zitat von AndiY:
Mir waren dabei weiterhin ein paar Regeln wichtig:
- wir müssen wegen dem Wechselmodell in meinem Ort wohnen bleiben.
- Es soll weiterhin 3er Zeit mit den Kindern geben
- die Erziehung der Kinder liegt bei mir

Ähm
Eine mitposterin schrieb dazu, dass es aus Sicht von Ani da durch aus ein friss Vogel oder stirb zu verstehen ist.
Es klingt wie eine gnädigkeit deinerseits. So nach, nagut, da kommt etwas. Wollte ich nicht, aber da zieh halt bei mir ein.

x 7 #445


B
@AndiY
What?
Sorry, das verschlägt mir gerade dann doch die Sprache.

x 3 #446


MissLilly
Zitat von BernhardQXY:
Diese Aussage ist mir aufgefallen. Wenn das Spermiogramm Spermozoen zeigt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Befruchtung auf jeden Fall größer 0. Die Tatsache, dass er Vater ist zeigt dass er prinzipiell Zeugungsfähig war/ist
Warum sich AndY da auf den Urologen verlässt ist unklar, auch weshalb der Urologe solch Aussage macht.
insofern finde ich die Idee der Nichtvaterschaft befremdlich


Ja ist mir auch aufgefallen und da ich mit so etwas persönlich Erfahrung habe, kann ich mir kaum vorstellen, dass es so abgelaufen ist. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich strake Zweifel daran habe, dass es überhaupt so abgelaufen ist...aber was soll's.. man kann ja hier nicht das Gegenteil nachweisen, sondern muss das einfach so hinnehmen zwinkern

#447


A

A
Zitat von BernhardQXY:
Ähm Eine mitposterin schrieb dazu, dass es aus Sicht von Ani da durch aus ein friss Vogel oder stirb zu verstehen ist. Es klingt wie eine gnädigkeit deinerseits. So nach, nagut, da kommt etwas. Wollte ich nicht, aber da zieh halt bei mir ein.

Ich finde den Vergleich "friss oder stirb" nicht angemessen. Es ist aus meiner Sicht eher ein "in der aktuellen Situation haben wir Menu 1, 2, 3 oder 4 zur Auswahl. Was möchtest du?"

x 3 #449


MissLilly
Zitat von AndiY:
Bei unserem Kind sehe ich ganz klar den Wunsch der Mama, dass sie als Bezugsperson auftritt und den Erziehungspart übernehmen möchte, was für mich total okay ist.


Achso verstehe .. Und du stehst dann nur zufällig im eurem Wohnzimmer dabei und bist körperlich anwesend, wenn das Baby auf der Welt ist oder wie darf ich deine Rolle als Vater von dann 3 leiblichen und anwesenden Kindern verstehen?

x 4 #450


A


x 4