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Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

D
Zitat von MissNextDoor:
Als Frau würde ich mich vor einer Schwangerschaft mit einem Mann der kein Kind möchte sehr gut schützen und mich nicht auf apps verlassen.

Das hätte die Situation um einiges vereinfacht, ja. Aber dann hätte sie jetzt kein Kind. Es gibt eben immer zwei Seiten...
Zitat von MissNextDoor:
Es sei denn es wäre - wie sie sagte - die letzte Chance auf ein Baby (diskutierbar ob es wirklich die letzte Chance war mit Mitte 30)

Naja, was man hat, hat man 😃

x 1 #481


D
Zitat von CanisaWuff:
@AndiY ich glaube Du bist auch für das dritte Kind ein guter Vater, aber Du hast Dir blöderweise dafür die falsche Mutter gesucht.

? Er wollte doch gar kein drittes Kind.

x 2 #482


A


Schwanger zusammenziehen trotz Streits und Patchwork ?

x 3


F
Zitat von MissNextDoor:
Als Frau würde ich mich vor einer Schwangerschaft mit einem Mann der kein Kind möchte sehr gut schützen und mich nicht auf apps verlassen.

Naja, er wird ihr auch gesagt haben, dass er unfruchtbar ist.

x 3 #483


D
Zitat von Felica2024:
Naja, er wird ihr auch gesagt haben, dass er unfruchtbar ist.

Zudem es vielleicht auch umgekehrt nicht sehr klug ist, eine Beziehung mit einer jungen kinderlosen Frau anzufangen. Es gibt genug Frauen mit Teenagern, die froh sind, dass die Kinder aus dem Gröbsten raus sind und nicht scharf darauf sind, mit einem TZ- Vater zusammenzuziehen.

x 3 #484


MissLilly
Zitat von Deejay:
Er wollte doch gar kein drittes Kind.

....womit sie übrigens (angeblich) auch vollkommen einverstanden war.....und dennoch ist es nun auf dem Weg zwinkern

x 3 #485


F
Zitat von Deejay:
Es gibt genug Frauen mit Teenagern, die froh sind, dass die Kinder aus dem Gröbsten raus sind und nicht scharf darauf sind, mit einem TZ- Vater zusammenzuziehen.

Ich denke, wo Eltern aufeinander treffen und eine Verbindung eingehen, kann es immer zu Konflikten kommen.
Wenn ich lese "bedürfnisorientierte" Erziehung, bin ich raus.
Nicht, dass ich nicht auf die Bedürfnisse meiner Kinder achten würde, aber die der Erwachsenen dürfen auch nicht zu kurz kommen.
Und je älter die Kids werden, desto besser kann man mit ihnen sprechen und vor allem sie mit einbeziehen in neue Wege und Pläne.
Auch wenn das anfangs nicht begeistert aufgenommen werden könnte, so gibt diese Transparenz aber auch Sicherheit und nicht täglich neue Entwicklungen, wie man an den Aussagen des schon irgendwie bemühten TE sieht.

x 4 #486


MissLilly
Zitat von Deejay:
Es gibt genug Frauen mit Teenagern, die froh sind, dass die Kinder aus dem Gröbsten raus sind und nicht scharf darauf sind, mit einem TZ- Vater zusammenzuziehen.


Ja die gibt es zu Genüge.. Die Wahrscheinlichkeit aber das beide die selben kinderfreien Tage haben und dementsprechend verfügbar wären ist halt deutlich geringer als bei einer kinderlosen Frau zwinkern

#487


A
Zitat von Brightness2:
@AndiY Mein Eindruck ist, du rennst hier gerade für dich selbst in einen Rechtfertigungsmodus, in dem du dich selbst verhaspelst und verlierst. Gerade hast du nach den letzten Monaten, dem gestrigen Gespräch mit einer wie auch immer gelagerten schmerzhaften Entscheidung einiges für dich zu verarbeiten. Was hältst ...

👍🎯

x 1 #488


FrauDrachin
Zitat von AndiY:
Es spricht doch hier nichts dagegen, wenn es uns beide als unterschiedlich aggierende Eltern kennenlernt


Ok, ich möchte gerne nochmal zusammenfassen.
Ich denke, jeder von euch hat einen wichtigen, validen Punkt, hat Hoffnungen aber auch Ängste an das zukünftige Zusammenleben. Und das ist ja völlig richtig und ok so.
Deine Kinder haben Angst, dass sie den Papa komplett abgeben müssen und wünschen sich Zeit zu dritt.
Deine Freundin hat Angst, dass sie sich auf Teufel komm raus in ein bestehendes System einpassen muss, und wünscht sich Mitspracherecht und Kontrolle.
Und du hast Angst, dass das eingespielte System komplett überden Haufen geworfen wird, und wünscht dir, dass eure Routine respektiert wird.

Jeder von euch wird sich ein Stückchen weit anpassen müssen, jeder darf sich für seine eigenen Interessen einsetzen, jeder hat auch durchaus etwas zu gewinnen, wenn das Zusammenleben funktioniert.
Nach dem, was du hier geschrieben hast, bist du dir dessen auch komplett bewusst. Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob deine Freundin sich dessen soweit bewusst ist, ihre Aussage, jeder müsste Kompromisse eingehen deutet in die Richtung. Deine Kinder machen mir auch einen recht konstruktiven Eindruck, und scheinen durchaus bereit, sich drauf einzulassen.

Also ist die Frage, woran es denn dann scheitert.
Im großen und ganzen wahrscheinlich auf der Paarebene zwischen dir und deiner Freundin. Ihr beide habt kein Vertrauen, dass sich der andere dafür einsetzen wird, dass das Zusammenleben gut laufen wird. Ob du ihr einen Grund gegeben hast, oder ob sie eine etwas verzerrte Wahrnehmung hat, das musst du beantworten.
Ich möchte nochmal meinen Vorschlag wiederholen, dass ihr euch einen Mediator mit an den Tisch holt. Der euch hilft, das, was emotional so mitschwingt, gehört und gesehen wird und die Lösungsfindung nicht beeinträchtigt. Der euch beide im Auge hat, so dass keiner den Eindruck hat, über den Tisch gezogen zu werden.
Auf einer Ebene zwischen euch würde ich versuchen, so wie ich es teilweise rausgehört habe, diese Ebene von Vertrauen und Wohlwollen zu adressieren. Gleichzeitig klar bei deinen Grenze zu bleiben und ihr Alternativen anbieten.
Ist halt dir Frage, ob die Situation die Probleme, die eh schon in eurer Paarebene waren, noch schärfer und unüberbrückbarer hervorholt.

x 2 #489


T
Das meiste ist ja schon gesagt. Mir sind immer wieder diese Bedingungen aufgefallen und wie mit den Konsequenzen daraus umgegangen wird:

- wir müssen wegen dem Wechselmodell in meinem Ort wohnen bleiben.
- Es soll weiterhin 3er Zeit mit den Kindern geben
- die Erziehung der Kinder liegt bei mir.

Bei Punkt 1 finde ich es erst mal legitim, dass du sagst du kannst dir keinen Umzug vorstellen. Genauso legitim wäre es aber auch von ihr, das selbe zu sagen. Im Endeffekt sind das Entscheidungen, die die Zukunft oder Scheitern einer Beziehung ausmachen können.
Bei Punkt 2 kommt es darauf an, was man darunter versteht. Sicherlich ist es für die größeren Kinder wichtig, dass sie sich nicht vernachlässigt fühlen. Ähnlich ist es ja eigentlich auch in einer "intakten" Familie, wenn ein Geschwisterchen kommt. Die Frage ist, wie man das umsetzt und über welche Zeiträume man da spricht. Das kommt mir eigentlich lösbar vor.
Bei Punkt 3 wäre für mich als neue Partnerin das ein No-go wenn du das so knallhart sagst. Wenn ihr als Patchwork funktionieren wollt, müsst ihr anfangen, euch als Familie wahrzunehmen in der eben nicht alle leiblich verwandt sind. Wichtige Entscheidungen werden bei den Erziehungsberechtigten bleiben, aber wenn deine Partnerin die Kinder zum Händewaschen schickt oder sagt "für heute waren es jetzt mal genug Süßigkeiten" oder ähnliche Alltagsdinge delegitimierst du sie absolut, wenn du sagst "die Erziehung liegt bei mir". Das ist keine gesunde Basis.
Und noch was: Du pochst immer wieder darauf, sie habe da ja von Anfang an gewusst, oder sie war ja damit einverstanden. So funktioniert das nicht. Bedürfnisse können sich ändern. Wenn darauf nicht eingegangen wird, ist klar dass sie sich vor den Kopf gestoßen fühlt.
Das einzige was helfen kann, sich ehrlich reflektieren und über gegenseitige Erwartungen sprechen. Hast du was unternommen in Richtung Erziehungsberatung? Ein Dritter (falls er seinen Job gut macht) kann da vielleicht schon vermitteln.
Mein Eindruck ist, deine Partnerin stellt das alles schon sehr in Frage, ob das so Sinn macht. Und ich habe die ganze Zeit über nicht rauslesen können, wie wichtig dir denn eigentlich die Beziehung ist. Ob du ein gemeinsames Leben willst oder das Ganze nur aus Pflichtbewusstsein versuchst. Man muss das nicht moralisch bewerten, aber eine Antwort darauf würde für vieles Klarheit schaffen.

x 7 #490


D
Zitat von MissLilly:
....womit sie übrigens (angeblich) auch vollkommen einverstanden war.....und dennoch ist es nun auf dem Weg zwinkern

Ja, sowas aber auch 😃

#491


D
Zitat von FrauDrachin:
Ich möchte nochmal meinen Vorschlag wiederholen, dass ihr euch einen Mediator mit an den Tisch holt.

👍

x 1 #492


Lukrethia
Zitat von Tobalf:
Und noch was: Du pochst immer wieder darauf, sie habe da ja von Anfang an gewusst, oder sie war ja damit einverstanden. So funktioniert das nicht. Bedürfnisse können sich ändern. Wenn darauf nicht eingegangen wird, ist klar dass sie sich vor den Kopf gestoßen fühlt

Da sagst du was!
Natürlich können sich Bedürfnisse ändern. Aber es ist ursprünglich nun trotzdem mal so abgesprochen gewesen. Man kann dann natürlich sagen, dass man Dinge ändern möchte. Wenn das einvernehmlich geschieht, ist das doch ok. Aber wenn der Wunsch einseitig da ist, dann sind wir hier beim Problem des TE.
Ich finde es vollkommen in Ordnung, dass man zu Beziehungsbeginn Sachen ausmacht, die nicht verhandelbar sind. Wenn die andere Seite das neu ausverhandeln möchte, kann man das machen - wenn es aber ergebnislos ist, dann finde ich es unfair, wenn man dem anderen dann vorwirft, dass er keine Kompromisse eingehen möchte. Mir fallen auf Anhieb mehrere Dinge ein, die in einer Beziehung für mich absolut nicht verhandelbar wären und auch nie sein werden. Das Bittere ist: man muss dann eben getrennte Wege gehen. Das wäre konsequent.
Sie hat sich ihren Partner ausgesucht.
Sie hat sich ausgesucht, das Kind zu behalten.
Sie hat dem Umzug unter den gestellten Forderungen zugestimmt.
Als Erwachsene hat sie gewusst worauf sie sich einlässt, sie hat sich entschieden.

x 2 #493


N
Zitat von AndiY:
Ich kann mir von Alleinerziehend bis zum Wochenweise Vater alles vorstellen, um es UNS Recht zu machen.

Und Ani hat Dir gesagt, dass sie sich gemeinsam erziehende oder Alleinerziehend mit Dir als Besuchsvater vorstellen kann.
Hast Du ihr da nicht zugehört?
Die gemeinsame Wohnung war euer einziger Kompromiss.

Zitat von AndiY:
Ich bin trotzdem ziemlich vor den Kopf gestoßen, dass die aus dem erläuterten Gespräch von gestern ein „Schlussmachszenario“ entwirft.

Warum denn?
Du hast ihr bei dem Gespräch doch schon wieder nicht zugehört. Und deshalb(!) ist sie jetzt weg. Nicht etwa, weil Du die getrennten Wohnungen beibehalten willst, sondern weil Du ihr danach jede Unterstützung versagt hast, ihre Themen blank überhört hast und schon wieder Recht haben wolltest.

Zitat von AndiY:
Ich habe sie denn ganz vorsichtig gefragt, ob es für uns beide nicht sinnvoll ist, in der aktuellen Situation noch mal darüber nachzudenken, ob wir den Wohnungswechsel nicht etwas nach hinten verschieben können

Du nennst es "vorsichtig". Ich würde es als "ihr die Entscheidungsverantwortung über ein sehr begrenztes Menü" nennen.
Ehrlich wäre gewesen: "Ich finde, es läuft gerade nicht gut zwischen uns. Ich fürchte, das wird noch schlechter, wenn wir in 3 Wochen auf engstem Raum ohne Rückzugsmöglichkeit sind. Ich würde mir wünschen, dass Du Deine Wohnung noch behältst. Wie denkst Du darüber?"

Und dann sagt sie Dir, dass sie das schon viel früher angesprochen hat und Du es vom Tisch gewischt hast und es jetzt mit ausgesprochener Kündigung ein Riesenschlammassel ist und sie sich abgeschoben fühlt.

UND. DU. HÖRST. IHR. GAR. NICHT. ZU!

Anstatt ihr zu sagen, dass die zweite Wohnung euch helfen soll, die Beziehung zu verfestigen und zu halten und Du deshalb immer in Deiner Freizeit zu ihr fährst, um die Zweisamkeit zu ermöglichen. Und dass Du natürlich mit ihr oder auch für sie den Vermieter anrufen kannst, um die Möglichkeiten des Anschlussmietvertrag zu erkunden. Und sollte das nicht klappen, mit ihr eine Wohnung an ihrem Wunschort suchen hilfst. Und dass Dir der Stress, den sie jetzt hat, unheimlich leid tut, aber Du vorher einfach die Probleme, die sie gesehen hat, nicht gesehen hast und deshalb auf dem Schlauch standest. Und dass Du sie künftig mit ihren Bedenken ernster nehmen willst.
Statt so etwas zu sagen, sagst Du DAS hier:

Zitat von AndiY:
Nach hin und her hat sie gesagt, dass sie jetzt gehen möchte. Dass sie findet, dass unsere Paarbeziehung gerade in einer echten Krise steckt. Ich meinte darauf hin, dass ich das absolut nicht so schwarz-weiß sehe. Dass ich mit dem Gespräch etwas Gutes bewirken wollte und nicht unsere Zukunft in Frage stellen wollte.

Auf gut Deutsch: Nö, Ani, Du übertreibst. Es zählt nur, dass ich was Gutes wollte, und nicht etwa, was ich damit bewirkt habe. Also sei jetzt nicht eingeschnappt oder gestresst. Kriegste schon alles hin, Perle.

Deine Antwort spiegelte genau das hier wider:
Zitat von AndiY:
Ich fühle mich nicht dazu verpflichtet mich um sie zu kümmern

Und dass Du im Grunde so über sie denkst;
Zitat von AndiY:
Sondern ich möchte meine Kinder davor Schützen die Streits, bockigen Phasen und passiv-aggressives Verhalten gegenüber mir mitzuerleben.

Eine bockige, passiv-aggressive Frau, die einsehen soll, dass Du es nur gut meinst, wenn Du sie Herwünschst und Wegwünschst wie es Dir passt und Deinen 2 Kindern gefällt.

Zitat von AndiY:
Sie stieß wohl auf Ablehnung und es wurde halt nicht gemacht.

Deine Tochter verhält sich da exakt wie Du:
Ani will was.
Das wird als freundliche Anregung verstanden.
Und wenn's grad nicht passt, hat sie Verständnis zu haben.
Ihre Bedürfnisse, ihre Gefühle interessieren bei euch niemanden. Sind diese negativ, soll sie nicht bockig sein, sich nicht zurückziehen, weiterhin für Spiel und Spaß zur Verfügung stehen.

Zitat von AndiY:
Es ist ihr nicht genug und sie sagt, sie weiß ja, dass es klappt – so wir am Anfang. Das kann und möchte ich aber emotional nicht leisten.

Am Anfang der Beziehung hast Du Dich also ganz anders dargestellt. Sie kennt einen Standard von Dir, den sie weiterhin einfordert. Aber Du kannst und willst Dir gar nicht weiterhin so viel Mühe geben, jetzt, wo sie ja Deine Freundin ist.
Erst Vollgas in der Eroberungsphase und nun friß oder stirb, weil Du Vater bist.

Langsam sehe ich, was Fenjal meint, wenn sie sagt, dass Singles sich um Himmels Willen keine AE Elternteile geben sollen. Aber es gibt ja auch Eltern, die weitere Menschen (Partner, Verwandte, Wahlverwandte, Freunde) in die Familie integrieren können. Man ist kein besseres Elternteil, je mehr man andere Leute zurückstellt.

Zwischen dem hier:
Zitat von MissNextDoor:
Es gibt Elternteile, die ihre Kinder für eine neue Beziehung hintenanstellen

und dem, was AndiY hier als Ideal hinstellt, gibt es noch viele Familienmodelle, in denen die Bedürfnisse ALLER wahrgenommen und gewährt werden und nur die Wünsche der einzelnen gegen einander abgewogen werden.
Aber dafür muss man auch allen zuhören. Bei Ani hörst Du nur, was Dir nützlich erscheint. Alles andere prall als "falsch" und "geht nicht" ab.

Aber für Dich selbst nimmst Du Dir die Freiheit, "Lösungen" herbeizuwünschen, die ausschließlich Dir dienen:
Zitat von AndiY:
Ich hatte heute schon drüber nachgedacht, dass es sich stressfreier anfühlen würde das Kind allein großzuziehen als mit Ani zusammen.

Und schwupps, ist die von Deiner großen Tochter so sehr gewünschte Zeit zu Dritt gar kein Ausschlusskriterium mehr.
Für Ani endet an diesem Punkt die Kompromissbereitschaft. Aber für Dich selbst machst Du zur Not eine Ausnahme.

AndiY, Deine Ex-Freundin hat wie so viele ADSler für die wahren zwischenmenschlichen Gefühle ein gutes Gespür. Das, was Du Dich selten traust, "so direkt" zu sagen, spürt sie die ganze Zeit. Was Du als
Zitat von AndiY:
Aber ich habe Probleme damit, dass es so scheint, als würden wir die Kompromisse zulasten der Kinder und meiner eigenen Bedürfnisse machen,

beschreibst ist in Wirklichkeit, dass ein Kompromiss bei Dir NIE zu Lasten der Kinder oder Deiner eigenen Wünsche gehen darf.

Daher halte ich das hier

Zitat von AndiY:
Und habe das Gefühl, dass ich mit meinen Mitteln und meinem Charrakter es auch nicht hinkriege ihr dieses Gefühl zu geben.

für Wunschdenken.
Dein Charakter stellt sich über diese Frau, sieht die eigenen Bedürfnisse viel wichtiger als ihre, hat ihr am Anfang einen begehrenswerten Andi vorgespielt, den Du gar nicht auf Dauer durchhalten kannst oder überhaupt möchtest und bietet ihr "Menüs" an, die alle nicht ihren Wünschen entsprechen. Doch wählt sie eines der "Menüs", war es allein ihre Entscheidung und Du willst für nichts verantwortlich sein. Siehe
Zitat von AndiY:
Ani ist eine selbstständige Frau, hat sich die Schwangerschaft selbst ausgesucht

Und lehnt sie alle "Andi-Menüs" ab, dann ist sie unzuverlässig und bockig und kommt mit den Kindern nicht zurecht.

Da bin ich ganz bei Winza
Zitat von Winza:
Sie ist konsequent und das finde ich gut.
Für sie selbst und ihr Baby.
Denn das braucht auch Schutz, nicht nur deine bisherigen Kinder.


Denn das Andi-Menü:
Vorspeise: Ruf bei Deinem Vermieter an, damit ich Deine Wünsche von den Füßen und meine Ruhe habe
Hauptgang: Und dann kommst Du eie gewohnt als Gast hier her und beweist mir, dass Du keinen Ärger mehr machst. Mit Aussicht auf die Nachspeise:
Und wenn Du meine Bedingungen langsam akzeptierst, kannst Du mir Baby vielleicht doch noch einziehen."
würde ich auch schlicht ablehnen.

Zitat von AndiY:
Ich liebe sie

Du magst sie und bist von ihr angezogen, wenn sie ihr Sonntagsgesicht aufsetzt und ihr Dein Mittwochsgesicht reicht.

Ich habe in meinem Leben noch nie so abfällig über einen Partner, mit dem ich zusammen bleiben will, gesprochen oder auch nur gedacht, wie Du hier. Und dabei gelte ich als Männerhasserin. Und dabei entlastet Dich überhaupt nicht, dass Du das alles ja gar nicht so willst und nie eine schlechte Absicht hattest. Das macht es sogar noch schlimmer. Wärst Du absichtlich und bewusst so, könntest Du für den Schaden, den Du anrichtest, um Verzeihung bitten und Ausgleich schaffen. Da Du Dir selbst aber Absolution erteilst und beste Absichten attestiert, liegt es nur am Gegenüber, wenn was schief geht. Du hattest in Deinen Augen ja eine bessere Lösung angeboten. Also selbst schuld, wenn die nächste zu strenge, nicht kompromissbereite, zu emotionale, zu wenig rationale Frau nach Dir schlechter dasteht als sie stünde, wenn sie Dich nie kennen gelernt hätte.

Lass Dir bitte noch diese Woche den Schwangeren- und Betreuungsunterhalt ausrechnen und unterschreib aus eigenem Antrieb vorm JA einen Titel, den Du Deiner Ex anbieten kannst. Außerdem wäre es anständig, ihr das alleinige und das gemeinsame Sorgerecht nach Wahl noch vor der Geburt beim Notar anzubieten und sicherzustellen, dass sie eine (die alte oder eine neue adäquate) Wohnung hat. Das ist echte Unterstützung und Anbieten von Eigenverantwortung und "Menüs".

Aber so, wie Du bislang mit ihr umgehst, wirst Du das gemeinsame Sorgerecht von ihr verlangen, ohne einen Notartermin zu organisieren, weil es Dir zusteht, träumst vom Wechselmodell mit Säugling und überlässt ihr die Wohnungssuche. Weil Du das als gerecht und ausreichend empfindest.

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J
Zitat von AndiY:
Ich habe sie denn ganz vorsichtig gefragt, ob es für uns beide nicht sinnvoll ist, in der aktuellen Situation noch mal darüber nachzudenken, ob wir den Wohnungswechsel nicht etwas nach hinten verschieben können.

Hallo Andi,

also erst mal tut es mir leid, dass sich die Situation so entwickelt hat. Ich kann euch beide verstehen.

Zitat von AndiY:
Aber ehrlich – es muss doch in einer Beziehung möglich sein ein ergebnisoffenes Gespräch zu suchen. Es sollte Raum dafür geben ohne dass man sich angegriffen fühlt und direkt schwerwiegende Konsequenzen daraus entstehen.

Zu einem ergebnisoffenen Gespräch gehören leider auch schwerwiegenden Konsequenzen. Außerdem frage ich mich, wie ergebnisoffen es tatsächlich war, denn ihr habt beide eine Lösung im Kopf: Der andere soll sein Verhalten ändern bzw. die Forderungen des anderen akzeptieren.

Zitat von AndiY:
Sie fing an zu weinen und sagte, dass sie das Gespräch grade als große Verletzung und Ablehnung empfindet. Dass es jetzt dafür jetzt viel zu spät ist. Dass sie mit ihrem Vermieter sprechen muss. Dass sie es unfair findet, dass ich das Thema jetzt erst anspreche.

Das kann ich nachfühlen. Sie hat sich auf das Zusammenziehen eingestellt und jetzt wird es aufgrund von Konflikten in Frage gestellt.

Zitat von AndiY:
Ich kann ihre Reaktion verstehen, wenn ich wirklich gesagt hätte „Du, das mit dem Zusammenziehen ist eine dumme Idee. Du bringst hier Probleme mit, ich möchte das nicht, lassen wir das“.
Das habe ich nicht und wollte es nicht. Ich wollte sie mit einbinden, ihre Sichtweise hören und einen Kompromiss finden.

Naja, indirekt hast du das schon gesagt, oder? Ich empfinde die Gesprächsführung von dir, wie du sie schilderst, sogar als etwas manipulativ: Erst hast du dir von ihr bestätigen lassen, dass es Probleme gibt, seit ihr über das Thema Zusammenziehen sprecht, und ihr mitgeteilt, dass du darin ein Risiko für eure Beziehung siehst. Sie wusste wie zu erwarten keine Lösung, dann präsentierst du deine Lösung. Der sich für sie sicherlich anfühlt wie eine Probezeit. Richtiges Commitment sieht anders aus.

Versteh mich nicht falsch, ich kann deine Bedenken bzgl Zusammenziehen verstehen und würde aktuell auch nicht dazu raten. Nur habe ich nicht das Gefühl, dass ihr wirklich auf Augenhöhe agiert. Anis Verhalten ist schon mehrfach mit einem bockigen Kind verglichen worden. Da kann man natürlich sagen: schlechte Charaktereigenschaft, nicht erwachsen usw. Oder man kann sich fragen, woher das eigentlich kommt und welche Ausdrucksmöglichkeiten ihr sonst noch zur Verfügung stehen, wenn sie schon mehrfach geäußert hat, sich nicht gesehen zu fühlen und nicht mit dir auf einer Stufe zu stehen.

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