Zitat von Vajana:Ich kenne euch nicht! Aber ich habe gelesen wie du im ersten Thread deine Ehefrau vergöttert hast. Sie auf Händen getragen hast. Wie sehr du deine ...
Ich habe da schon oft drüber nachgedacht und war auch Thema in meiner Therapie.
Mein direktes Umfeld hat beobachtet, dass sie viele Züge meiner Exfrau hat. Einige Eigenschaften aber dafür tatsächlich nicht.
Ich hatte meine Exfrau auf ein riesiges Podest gestellt und war von ihr abhängig, habe mir alles gefallen lassen, war voll in der Anpassung, hatte keine Grenzen und war es für sie trotzdem einfach nie genug. Da war Manipulation, gaslighting, das volle Programm. Das Ende kenne wir ja.
Ich war ja danach in Therapie und musste lernen auf mich aufzupassen, nicht wieder in die Anpassung zu gehen um meinem Partner zu gefallen und für meine Bedürfnisse einzustehen.
Meine Exfrau kommt damit überhaupt nicht klar, sie meinte ich habe mich so sehr verändert. Weil ich plötzlich eine eigene Meinung habe, auch mal Nein sage und plötzlich Rechte einfordere (Kindesumgang, Finanzen).
Ich habe am Anfang der Beziehung mit Ani gemerkt, dass ich wieder in die Anpassung ging um zu gefallen. Und ich sie auf ein Podest stellte. Sie konnte nichts dafür, aber es hat ihr natürlich auch gefallen. PS: Nein, es war kein Lovebombing. Ich kenne den Unterschied, das war ganz weit davon weg.
Im Laufe der Zeit merkte ich, dass ich mich nicht abhängig machen darf und meine Kinder wichtig sind - Vorrang haben, mich brauchen. Wir haben darüber geredet und uns darauf geeignet, dass ich locker bleiben darf, was mir sehr gut getan hat. Kurz darauf hat sie mir gesagt, dass sie sich nicht mehr gesehen fühlt, ihr die Nähe fehlt und Schluss gemacht. Alles was dann folgte wurde hier schon besprochen.
Ich denke unterbewusst schütze ich mich und die Kinder davor wieder in diese „ich geh in die Anpassung und mache es der Frau recht“ zu gehen. Ich sehe sie als gleichwertige, eigenverantwortliche Partnerin, nicht als eine Frau auf einem Podest. Ich muss Fehler machen dürfen ohne dass ich dafür bestraft werde oder es Streit gibt. Habe aber wieder gemerkt, dass ich versuche Fehlerquellen aus dem Weg zu gehen (Anpassung).
Ich darf eigene Grenzen aufzeigen und wünsche mir, dass diese beachtet werden oder im Rahmen von Kompromissen nicht einfach gebrochen werden.
Das hat mit meinen Gefühlen gegenüber dieser Frau nichts zu tun. Meine Gefühle zu meiner Exfrau waren bedingungslos und wurden ausgenutzt. Ich habe gelernt, dass man in einer Partnerschaft Bedingungen haben darf. Wahre, reife Liebe beinhaltet klare Erwartungen, Grenzen und gegenseitige Wertschätzung. Ich schätze sie sehr! Sonst wäre ich nicht mit ihr zusammen. Ich halte es mit der gegenseitigen Wertschätzung für schwierig, wenn der andere darauf besteht bzw. es „aus Liebe“ erwartet, dass man seine Grenzen für den anderen zu sehr verschiebt.