Zitat von Nalf: Mal unterstellt, Ani hätte tatsächlich neben Andi noch mit anderen Männer ungeschützten 6 (wofür es keinerlei(!) Anhaltspunkte gibt), dann wird sie wissen, an welchem Tag sie mit wem geschlafen hat und anhand ihres Ovulationskalenders nachvollziehen können, wer der Vater ist. Sofern Andi nicht Großverdiener oder der herbeiphantasierte zweite Mann kein Mangelfall ist, gibt es kein Incentive, dem falschen Mann die frohe Kunde zu überbringen.
Das kommt ein bisschen auf die Definition an, was ein Mangelfall sein soll. Dennoch finde ich, wischt Du das zu einfach ab. Dafür kommen Kuckuckskinder leider zu oft vor. ONS mit einem Mann, den man flüchtig kennt. Affäre mit einem vergebenen Mann, der nicht zum Kind stehen würde usw. usf.
Bei der Anzahl in Kuckuckskindern glaube ich kaum, dass es sich nicht um eine Amnesie bei der jeweiligen Dame handelt, sondern eher ein gewisses Kalkül dahintersteckt. Wenn Ani z.B eben eine kurze Affäre mit einem Mann hatte, der vergeben ist, dann ist wohl der "seine Töchter umsorgende Andi" die bessere Wahl. findest Du nicht?
Zitat von Nalf: Und da wären wir dann bei der Begründung, warum es überhaupt nichts mit dem Verhalten der Frau oder realen Besorgnissen des Mannes zu tun haben muss, wenn Männer Vaterschaftstests beantragen. Hier wurde aus der leeren Luft eine Hysterie (bzw. Testikerie) ausgelöst, in der sich Männer ganz viele irrationale Gründe einfallen lassen, warum Andi nicht der Vater seiner Kinder sein soll.
Ich finde dahingehend die Begründung unvollständig, weil Du die durchaus existierende Realität ausblendest. Auch wenn in diesem einen Fall kein Grund zur Sorge bestehen sollte, und ich unterstelle Ani sicherlich gar nichts, dann gibt es doch zuhauf Fälle, bei denen Zweifel angebracht sind und nach einem Test sogar bestätigen.
Was mich etwas stutzig macht oder an der Stelle von Andi machen würde, wäre die Aussage des Arztes. Andi wollte eine Vasektomie vornehmen und der Arzt meinte, das bringe nichts, denn seine Spermien würden im Kreis schwimmen und daher bestünde keine Gefahr. Dies gepaart mit der Annahme, dass Ani einen unerfüllten Kinderwunsch haben soll/hatte, finde ich darf dazu anregen sich Gedanken zu machen.
Zitat von Nalf: Rational betrachtet, müsste er dann schon bei allen 3 Kindern Vaterschaftstests beantragen. Denn seine Ex-Frau hätte ihn genauso betrügen und zwei Kinder unterschieben können wie Ani. Bei beiden gab und gibt es die gleichen Anhaltspunkte für Misstrauen.
Nicht ganz. Die Vasektomie wollte er ja erst Jahre nach der Geburt seiner Töchter vornehmen. Zu dem Zeitpunkt, als er zweifacher Vater wurde, wusste er also gar nicht, dass seine Spermien gemütliche Kreisschwimmer sein sollen. Das weiss er noch gar nicht solange. Und wenn dann mit diesem Wissen die Partnerin schwanger wird, dann hat man unweigerlich kurze Zweifel, das hielte ich für menschlich.
Er kann sich natürlich rückblickend die Frage stellen ob eines seiner Kinder von ihm ist, aber die beiden Töchter mit dem jetzigen Kind im Bauch gleichzusetzen (was die Entstehungsgeschichte betrifft) geht meiner Meinung nach nicht.