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Sehnsucht nach Affäre - mir fehlt meine zweite Hälfte

darkenrahl

darkenrahl

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@darkenrahl
Aber ich möchte mich gar nicht von meinem Mann trennen?!
Ob der in Japan lebt wie ein Mönch? Ich weiß es nicht.
Ich weiß ja im Moment nicht mal, ob dieses Japanding tatsächlich von Dauer sein wird oder nicht.

Zitat von Nepomuk:
Zum jetzigen Zeitpunkt ein Ding der Unmöglichkeit, denn zusätzlich müsste ich dann noch zwei Menschen aus meinem Herzen streichen, die ich nicht streichen will.


Das zeigt doch, dass du dich von deinem EM trennen kannst, aber von deinem AM nicht.
Denn du schreibst doch; Aber ich möchte mich gar nicht von meinem Mann trennen?!

02.12.2018 09:48 • #1036


kuddel7591

kuddel7591

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Zitat Gretchen:

Zitat:
(...)Und dann merkt man: die Lösung ist das Problem-

Aber: besser geht es eben gerade nicht- das ist nicht unbedingt toll aber menschlich.


@ Gretchen

solange einen das Problem selbst betrifft...auch eine mögliche Lösung...ist das etwas anderes.
Wenn eine Lösung eigener Problem zum eigenen Nachteil "gereicht", wird Frau/Mann nur
schwerlich das Problem lösen wollen....weil es ggf. einen Verlust darstellen wird - HIER für die
TE.

Die TE hat anfangs des Threads mal erwähnt, dass sie um ihre Problematik weiß - und sich
daher schon immer genommen hat, was ihr (vermeintlich) fehlte. Daher ja auch ihr (damaliges) Bestreben, das zu einem Thema einer Gesprächs-Therapie zu machen.

Dass das Thema "Japan" hinzu kam...

....und halt NICHT (mehr) der Lösung ihres Problems näher kommen möchte, sondern beabsichtigt,
weiter 2-gleisig zu fahren....

....macht dies...

Zitat:
die Lösung ist das Problem


...zu einem sehr klaren Statement, was nicht unbedingt Beachtung finden muss!

@ darkenrahl

die TE hat anklingen lassen, dass sich an ihren Standpunkt derzeit nichts ändern wird - der
EM "bleibt"....wie auch der Lover (im Leben der TE)!

02.12.2018 10:09 • #1037


darkenrahl

darkenrahl

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Zitat von kuddel7591:
@ darkenrahl

die TE hat anklingen lassen, dass sich an ihren Standpunkt derzeit nichts ändern wird - der
EM "bleibt"....wie auch der Lover (im Leben der TE)!


Der EM bleibt? Der ist doch in Japan und spielt für die TE für die nächste Zeit überhaupt keine Rolle, sie kann sich nun hauptsächlich ihrem süssen AM widmen ohne Angst zu haben aufzufliegen :P
Was mit dem EM ist steht doch in den Sternen :grinsen:

02.12.2018 11:42 • #1038


kuddel7591

kuddel7591

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Zitat von darkenrahl:

Der EM bleibt? Der ist doch in Japan und spielt für die TE für die nächste Zeit überhaupt keine Rolle, sie kann sich nun hauptsächlich ihrem süssen AM widmen ohne Angst zu haben aufzufliegen :P
Was mit dem EM ist steht doch in den Sternen :grinsen:


@

der EM ist in Japan - aber genau das hat die TE angesprochen, dass Gerede aufkäme, die
TE würde diese Situation nun ausnutzen, um den Lover häufiger zu....!

Daher - "der TE bleibt"....will heißen - der EM der TE. Das hat die TE entschieden - Stand jetzt!

Wie sich das liest - "die TE hat entschieden"! Sie hat tatsächlich geschrieben, dass sich an
dem Stand - EM vs TE - nichts ändern wird....vorerst?

Nein... es ist nicht okay, über die Situation zu spekulieren, was die TE in Abwesenheit ihres EM
bezüglich des Lovers nutzen/ausnutzen könnte. Und ja...die Gedanken sind frei - aber in dem Fall
der Sache nicht zuträglich!

02.12.2018 12:04 • #1039


stjärna

stjärna

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Zitat von Nepomuk:
Es ist kein Defizit in der Ehe, sondern ein Zwiespalt in mir.
Ich habe immer zwei durchaus unterschiedliche Seiten in meiner Persönlichkeit gehabt. So wie Abendgarderobe und Schampus vs Dosenbier und Lederjacke. Oper und Heavy Metal. Lange philosophische Diskussionen und Quatschen über Fußball und Flachwitze. Laut streiten oder sachlich gelassen.
Übertrage das Muster auf x weitere Lebensbereiche deiner Wahl und schon hast du ein fertiges Problem.
Ich mag, ich liebe all diese unterschiedlichen Dinge, Lebenskonzepte und Facetten.
Jetzt liegt auf der Hand, dass es schwierig bis unmöglich ist, einen Partner zu finden, der das ebenso empfindet. Was tut man also?
Man "einigt" sich, macht Kompromisse (s. @bifi07) mit sich selbst und mit dem Partner.
Ich bin mit diesen Kompromissen sehr lange gut gefahren und war auch zufrieden, wohlwissend, dass mein Mann für meine rechte Seite (das meine ich NICHT POLITISCH!) das passende Gegenstück ist und ich eben die linke Seite selber bin und wir so ein Ganzes, etwas Rundes ergeben.
Bis ich X traf und feststellte, dass es auch für meine linke Seite ein passendes Gegenstück gibt.



Diesen Beitrag von dir finde ich sehr interessant. Der in dir liegende Zwiespalt spiegelt sich in deinem Lebensmodell mit den beiden gegensätzlichen Männern wider. Ich behaupte, dass die gegensätzlichen Vorlieben in einer Person vereinbar sind. Interesse an philosophischen Gesprächen und Spaß an Flachwitzen müssen sich meiner Meinung nach nicht ausschließen. Ebenso wenig, dass man sowohl Opern und feine Garderobe als auch Rockkonzerte in Lederjacken und B. gleichermaßen gut finden und genießen kann.
Dass du das weder in deinem äußeren Leben noch in dir selbst vereinen kannst, heißt, dass du Teile von dir abgelehnt siehst, obwohl du eine Vorliebe für BEIDE Welten hast. Ich finde es wunderbar, wenn diese Wertungen aufgehoben werden und man völlig wertfrei ALLES GENIESSEN kann, was man gut findet. Mich würde mal interessieren, wie es zu der Spaltung in deinem Leben gekommen ist. Welche Richtung war zuerst da, wie ist die zweite Richtung in dein Leben gekommen?
In deinem Leben ist es nun so, dass du glücklicherweise zwei Männer getroffen hast, die zu dir passen. Aber eben beide nur teilweise. Ideal wäre es, wenn du dein Leben nicht spalten müsstest und beide Anteile in dir annimmst. Ich bin sicher, dass es möglich ist, und ich bin sicher, dass es auch einen Mann gibt, der beides erfüllt.
Ich persönlich fühle mich so: Ich liebe links UND rechts (nicht politisch). Es gibt Tiefgründiges nicht nur in der einen Welt, sondern auch in der anderen.

19.12.2018 14:18 • x 2 #1040


Nepomuk


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@stjärna
Ich habe im In- und Ausland einen Haufen Leute getroffen und bisher war niemand dabei, der das tatsächlich auch auf beiden Ebenen gleichermaßen genießen konnte. Mehr als ein "ja, ganz nett, muss ich aber nicht haben" ist nie rumgekommen.
Abgespalten klingt, als würde es im Alltag mit meinem Mann keine Rolle spielen. Er lehnt "meine andere Seite" gar nicht ab, das ist kein Problem für ihn. Wir reden auch darüber, ich erzähle, wenn ich von einem Konzert komme oder eben etwas ohne ihn unternommen habe. Er hört auch gern zu, aber er mag eben nicht mitkommen.
Das heißt: ich lebe beide "Modelle" auch nach außen, habe Freunde aus allerlei Kreisen, die ich auch alle gemeinsam einlade, wenn es was zu feiern gibt. Üblicherweise dann in einem Rahmen, der keinem unangenehm sein braucht, z.B. im Garten.

Vom Gedanken des idealen Partners habe ich mich verabschiedet. Rauch an die Wand nageln, Einhörner suchen. Dieser Mensch müsste nicht nur diese Eigenschaften vereinen, er müsste mich auch gut finden, müsste solo sein, müsste mir optisch gefallen usw. und dann wird die "Auswahl" verschwindend gering, hat mich doch bis auf meine Affäre auch kein anderer Mann im Laufe meiner Beziehung begeistert. Nicht mal ansatzweise.

19.12.2018 22:24 • #1041


bifi07

bifi07

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Zitat von Nepomuk:
Vom Gedanken des idealen Partners habe ich mich verabschiedet. Rauch an die Wand nageln, Einhörner suchen. Dieser Mensch müsste nicht nur diese Eigenschaften vereinen, er müsste mich auch gut finden, müsste solo sein, müsste mir optisch gefallen usw. und dann wird die "Auswahl" verschwindend gering,

Gibt es den überhaupt? Will man den wirklich?
Eine 100% ideale Beziehung, bzw. den idealen Partner, gibt es in meinen Augen nicht. Zudem wäre diese mit Sicherheit im Laufe der Zeit als langweilig zu bezeichnen, denn es sind ja gerade die *kleinen* Unterschiede, die eine Beziehung würzen und beleben.
Es gilt, den passenden Mittelweg zu finden (beide!) und seinen Partner mit all seinen kleinen Ecken und Kanten zu akzeptieren, was einem auch nicht schwer fallen sollte, wenn man ihn wirklich liebt.

20.12.2018 10:34 • x 1 #1042


kuddel7591

kuddel7591

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@

eben.... den 100%igen gibt es nicht - den will auch niemand. Das wäre Langeweile pur - vorprogrammiert.

Was gewollt/gewünscht ist - 100%iges Vertrauen, Zusammenhalt, Zuversicht, usw.!

Zitat @bifi07
Zitat:
Es gilt, den passenden Mittelweg zu finden (beide!) und seinen Partner mit all seinen kleinen Ecken und Kanten zu akzeptieren, was einem auch nicht schwer fallen sollte, wenn man ihn wirklich liebt.


...nur - wenn die Ansprüche eines Partners "ins Kraut" schießen, haut es eben nicht mehr hin. Und dann läuft vieles auf das hinaus, weshalb es dieses Forum und diesen Thread gibt.

20.12.2018 10:51 • #1043


Lyrrebird

Lyrrebird

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Dein Thread , liebe Nepomuk, hat ja mit dem Thema Japan völlig neue Wendung genommen... Ich möchte auf die Affärensache gar nicht eingehen, denn die finde ich im Moment in deinem Leben eher ein Randgeräusch- genug anderes wird dich jetzt beschäftigen! Japan ist ja nicht gerade Frankreich oder Amerika, Australien, Neuseeland etc- Japan ist eine GANZ andere Hausnummer! Mich würde das auch ängstigen. Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Japan, würde aber niemals in Tokio leben wollen! Das ist selbst für Japaner eine eigene Nummer! Deshalb nun auch meine Frage: Muss es für dich und die Kinder denn Tokio sein? Kann es nicht ein Randbezirk ausserhalb dem Moloch Tokio zum Wohnen und Leben sein? Grad wenn dein Mann eh oft unterwegs sein wird- da wärst du ja dann in dieser Riesenstadt völlig auf dich allein gestellt... Wäre es euch nicht möglich eine Wohnung in einem Randgebiet wie z.B Misato (Saitama, 29min von Tokio) zu suchen? Das ist zwar auch noch gross genug, aber es gäbe Natur und nette Ecken. In so einer Gegend könnte evt sogar euer Hund mit- wenn es am Rande wäre ( zB bei Misato am Fluss Edogava River) , sodass du mit ihm oft in die Naturn könntest. So wärst du auch nicht so alleine. Tokio wäre ja nah, aber DU müsstest nicht dort wohnen!
Ich wünsche dir Mut und alles gute für 2019 und allem Neuem in deinem Leben!

29.12.2018 21:45 • x 1 #1044


Nepomuk


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Hallo,

Die Feiertage sind ganz beschaulich vorüber gegangen, gemeinsam mit der Großfamilie.
Mit meinem Mann haben wir zwischendurch geskyped , aber mit der Zeitverschiebung/Arbeit ist es natürlich schwierig.
Mein Mann war traurig, dass er nicht da sein konnte. Er wirkt reichlich müde und abgekämpft, das Einarbeiten fordert ihn sehr und ich bin grade froh, dass ich hier noch nichts Endgültiges entschieden habe, weil ich aufgrund seiner Äußerungen gar nicht sagen kann, ob er das langfristig durchziehen kann als Pensum, oder ob nicht doch die Gesundheit irgendwann eine Grenze ziehen wird.
Tokio gefällt ihm ganz gut, er sieht es aber, wie er selbst zugegeben hat, überwiegend aus klimatisierten Büros. Unten auf der Straße, so in "echt" , wären es schon absurd viele viele Menschen und Autos.
Wenn wir über Ostern da hin fliegen, werden wir uns zwei Häuser anschauen, eines hat scheinbar sogar einen Garten.
Ich konnte allerdings noch nicht weiter recherchieren über die Wohnlage: Kinder krank, ich krank, die Feiertage...es war viel los.

04.01.2019 02:03 • x 1 #1045


Lyrrebird

Lyrrebird

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oje... da hattest du ziemlich stressige Feiertage :shock:
Ich würde auch erstmal abwarten, ob dein Mann im April immer noch Japan als zukünftiger Wohn-und Lebensmittelpunkt sieht, oder ob er bis dort merkt, dass er als Europäer dem Druck des Japanischen "Lifestiles" im Berufsleben nicht gewachsen ist. Es gibt in Japan ja sogar ein eigenes Wort für die Überforderung im Berufsleben : Tod durch Überarbeitung: Phänomen Karoshi.
Das heisst, für einen zeitlich begrenzten (1-2 Jahre) beruflichen Auslandsaufenthalt in Japan ist sicher nichts zu sagen- und mag auch sehr sehr interessant sein ( ich finde die Kultur faszinierend) , aber zum dauerhaften Leben und als zukünftige Heimat der Kinder? Das ist dann doch nochmal eine andere Nummer! Das mit den Häusern hört sich aber für den Anfang gut an, es kann ja auch von euch aus erstmal als zeitlich begrenzter Versuch angeschaut werden... Wäre vielleicht auch für die Kinder angenehmer, dort hinzugehn und zu leben mit der Option, dass es erstmal für 1 Jahr ist und nach der besprochenen Versuchszeit wird gemeinsam beratschlagt, ob man dort wirklich weiter leben kann und will! Vielleicht haben dann die Kinder sich schon total eingelebt und wollen gar nicht mehr weg. Als meine Eltern mit uns als Teenies (Bruder und ich) umgezogen sind , habe ich mich auch mit Händen und Füssen gewehrt und zum Schluss hatten meine Eltern eingewilligt, dass ich dem neuen Wohnort 6 Monate lang eine Chance gebe- sonst dürfte ich zurück und bei meiner Oma leben. Nach 3 Monaten wollte ich dann nicht mehr weg ... Aber das Rettungsseil hatte mir schon sehr geholfen ,FREIWILLIG zu bleiben, ohne erstmal ewig alles doof finden zu müssen :mrgreen:

04.01.2019 15:56 • x 1 #1046




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