Ich hab mir nach meiner Trennung (vorher auch) viele Gedanken zu Beziehungen, Langzeit-, offenen, polyamoren etc. gemacht. Lese hier jetzt mit und gehe mit Dir @whynot60 in fast allem d'accord, z. B.:
Zitat von whynot60: Inwiefern hat sich die Monogamie als das am besten passende System herausgestellt?
Was ich nur noch nie verstanden habe: Warum lebt man nach außen Monogamie und im Geheimen Polygamie?
Und damit mal jemand auf das eingeht, was Du schon öfter erwähnt hast

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Zitat von whynot60: Und ich frage mich auch, weshalb eigentlich noch nie jemand auf das eingegangen ist, was ich schon öfter mal erwähnt habe, nämlich: Warum werden dauernd die "Betrügenden" (also außertourlich Sex-Habenden bzw. dazu noch jene, mit denen sie ihn haben) an den Schandpranger gestellt und nicht jene, die eine solche durchaus fragwürdige Überempfindlichkeit aufweisen, dass es ihnen gleich allen Boden unter den Füßen wegzieht.
Ich verstehe die Entscheidung von AFn nicht, ihre oft langjährigen Partner/innen anzulügen, wenn Vertrauen ein Wert ist. Denn die AF treffen Entscheidungen. Die fragwürdig Überempfindlichen können's nicht

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Den Boden unter den Füßen weggezogen hat mir die Trennung, nicht der aushäusige S.., der indirekt. Für Katastrophe nach Trennung gibt's übrigens drei Faktoren: 1.) Langjährigkeit der Beziehung 2.) Aus dem Nichts kommende Trennung. 3.) Betrug, vor allem langjähriger.
Kannst Du als "fragwürdige Überempfindlichkeit" werten, dass ich echt am Ar... war für längere Zeit. Die Beziehung war nun mal 25 Jahre lang mein Leben, der Plan war für immer, der Mann sagte auf Gesprächsversuche bis eine Woche vor Trennung: Was hast Du denn? Ist doch alles in Ordnung, ich leb' gern mit Dir zusammen. Eine Woche später erfuhr ich: Ich bin getrennt, es gab 2 Frauen mehr in unserer Beziehung, zwar nacheinander, aber drei Jahre lang. Überempfindlich?
Und um zu Deiner Frage zurückzukommen:
-> Die Lügen sind das Problem. Und es ist nun mal der AF, der lügt.
-> Zweites Problem: Eine/r von dreien darf nicht selbst entscheiden, ob er/sie das Dreieck möchte. Das ist die/der in Deiner Wahrnehmung "Überempfindliche".
Thema aushäusiger S ..: Ich hatte meinem Ex eine offene Beziehung vorgeschlagen, als wir beide keine Lust mehr aufeinander hatten. Dachte, es ist ziemlich normal nach der langen Zeit, schauen wir doch mal. (Klar, in der Krise keine gute Idee.) Aber: Er wollte das nicht. Den Boden ein bisschen mehr weggezogen hat mir, als ich erfahren hab, dass er zu dieser Zeit längst mit seiner 1. Affäre S... hatte. Er ja, aber heimlich. Ich nein? Whoa.
Und für alle, die sagen: Affäre ist auch für den Ehepartner gut, wenn der nichts merkt. Nein, ich wusste nichts. Aber gemerkt hab' ich.
Edit: Hier ist die Situation eine andere, weil die Affäre keine unbewusste oder bewusste Vorbereitung der Trennung ist. War bei uns anders. Wenn ich allerdings erfahren würde, dass mein Partner seit 15 Jahren mit einer anderen Frau schl..., wäre das maximal schlimm für mich, geht um Vertrauen und Ehrlichkeit, nicht um exklusiven S...