kuddel7591
Gast
Zitat:Was ist aber an Toleranz so toll, es bedeutet doch nichts weiter wie etwas hinzunehmen das man nicht will, dass soll etwas gutes sein ?
Toleranz zu üben, hat nichts mit "hinnehmen" zu tun, "was man nicht will" - was ich nicht will. lehne ich ab und das wird dann auch nicht toleriert, bzw. muss ich nicht verstehen, "was ich nicht will". Einzig....ich habe zu akzeptieren, dass jemand andere Ansichten, Meinungen hat.
Gerade bei dem Thema der TE ist es so, dass Toleranz geübt wird, wenn es um die Erfüllung der Bedürfnisse der TE geht - nicht aber um die Art und Weise, weil sie sich ihre Bedürfnisse mittels ihrer Affäre, Lügen und Ehebetrug an ihrem Mann verschafft.
Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, was das Tolerieren von Affären an sich angeht - Affärenfrauen/ - Männer sehen das sehr locker. Betrogenen hingegen sind "not amused" - verständlicherweise.
Ob die TE die Zeichen der Zeit erkannt hat - der AM hat die Affäre beenden wollen, sie selbst hat die Affäre beenden wollen, die Krebserkrankung kam hinzu....und schon sieht wieder alles ganz anders aus. Aber das sind wohl die WIRKLICHEN Zeichen und jetzt kommt das, was die TE wirklich nicht einzuschätzen in der Lage ist - dem Wunsch des AM zu entsprechen, die Affäre zu lösen, auch wenn der AM sie zu kontaktieren versucht.
Die TE ist doch auf der Suche nach einem für sie gangbaren Weg, einen Umgang mit sich zu finden. Dass sie sich durch die Anrufe des AM noch ge- und verbunden fühlt - ist das nicht vollkommen normal nach 8 Jahren Affäre? Dass der AM sein eigenes Leben jetzt ganz anders sieht, dass er sein IST-Befinden beschreibt, was sich zudem noch ständig, ja stündlich verändert, dass er nicht weiß, was (noch) auf ihn zukommt, dass er SEINS überdenken will und wird und muss und daher so agiert und reagiert, wie er es macht.....ist das verwunderlich?
Sich dann zurückzunehmen, eigene, persönliche Ansprüche vollkommen zurückzunehmen, der Situation trotzdem es so saumäßig weh tut, ihren Lauf zu lassen, damit der AM für sich zur Besinnung kommt. Nein....nicht die TE braucht in der jetzigen Zeit Abstand - der AM braucht Abstand, um sich seiner bewusst zu werden. Und wenn die TE ihn wirklich liebt, räumt sie von sich aus den Abstand ein.
Redebedarf hat die TE angemerkt....sie WILL mit ihren Problemen aufräumen. Sie hat sich hier
entsprechende Hinweise erwünscht. Dass die Hinweise nicht alle in ihrem Sinn waren... das
bringt so ein Forum mit sich. Wie sie den persönlichen Redebedarf abdeckt - bei einer/m fremden oder doch eher einer/m ihr bekannten Therapeut/in...je unbefangener, um so besser!?
Die TE wird einen Weg finden - der Wust "Familie". Arbeit, EM, Haushalt, der Wust, der mit einer möglichen Therapie auf sie zukommt (die sie hoffentlich NICHT vor ihrem EM und den Kindern verheimlicht - oder doch?), wird sie enorm fordern, wenn sie WIRKLICH einen persönlichen Nutzen aus der Therapie erzielen will.