Zitat von Nepomuk:Nur der Vollständigkeit halber:
Es wurde mehrmals gefragt, warum ich mich auf die Affäre eingelassen habe und was er mir gibt.
Ich habe geantwortet.
Das wird dann als Versuch von mir ausgelegt, die Affäre zu rechtfertigen. Gut. Als interpretatorische Leistung aber gewagt.
Ebenso, als Fremder über mein Gewissen oder meine Gemütslage in allerlei "hätte"-Situationen zu befinden.
Wo steht, dass ich Angst um mein eigenes Leben habe?
Es ist wohl allen laufenden Affären gemein, dass der Leidensdruck nicht groß genug für eine Veränderung ist. Sonst würden sie ja nicht laufen.
Und ja, die Affäre bietet einen "Ausgleich". Sonst Wäre wiederum der Leidensdruck größer, was wiederum zu einem Ende der Affäre führen würde.
Meine scheint nun an dieser Stelle ohnehin zu Ende zu gehen. Auf welche Weise auch immer.
Es fällt mir schwer, loszulassen und Abschied davon zu nehmen. Sowohl von dem Menschen als auch von allem, was Gegenstand unserer Beziehung gewesen ist.
Auf der rationalen Ebene ist mir das alles sehr wohl verständlich.
Emotional ist es aber so, dass mich dieser Mensch sehr glücklich gemacht hat und es ist mir leider nur begrenzt möglich, meine Gefühle voll und ganz den Hirn zu unterwerfen.
Und möglicherweise ist das ein ganz menschlicher Zug. Der Verdacht drängt sich mit zumindest auf, wenn ich hier auf der Seite andere Geschichten lese.
@ Nepomuk
Zitat: ....dass mich dieser Mensch (Anm.: es geht um den AM) sehr glücklich gemacht hat ....
das ist eine Aussage, die auf deinen EM bezogen ohne jede Bedenken wäre....auf den AM bezogen, wirft diese Aussage Fragen auf....vor allem wegen dem "sehr glücklich". Was hat/te der AM speziell, was dein EM nicht hat, was dich "sehr glücklich" gemacht hat?
Das Attribut "sehr glücklich" über 8 Jahre aus der Affäre heraus mit dem AM zu empfinden, scheint ein Defizit in der Ehe zu bedeuten....und dann sind 8 Jahre eine verdammt lange Zeit, den "sehr-glücklich-Effekt" auf Umwegen zu erhalten...und dafür auch noch betrügen und lügen zu müssen.
Ja...
Zitat:Meine (Anm.: Affäre) scheint nun an dieser Stelle ohnehin zu Ende zu gehen.
...und DU hast es in der Hand, den für DICH sinnvollsten Weg dafür zu nutzen. Der AM wünscht
keine Besuche....das hatte ich schon mal erwähnt. Die Distanz ist damit schon mal gegeben. Dass die gefühlsmäßige Distanz noch nicht gegeben sein wird, ist verständlich. Wie kompliziert es um
die Erkrankung steht - damit wird sich die Freundin befassen müssen, die ihn vor Ort evtl. zu versorgen hat....das braucht einen offenen Umgang zwischen den beiden...und das als "Stand-by".
Und... das hatte ich auch schon mal geschrieben... der Mann braucht seine Kraft, um sich auf sich konzentrieren zu können.
Schwierig....zu lesen und zu begreifen! Aber... Wahrheiten gehören nun mal dazu, wenn Fragen
gestellt werden. Wahrheiten sind selten angenehm, berühren sie doch sehr häufig Themen, die Frau/Mann nicht hören/lesen will.
Ja... es wird oft mit dem "hätte" und "wäre" agiert - damit ist nicht geholfen. Es gilt, sich den Fakten zu stellen....und sich an das zu halten, was DU zum Thema gemacht hast...