Zitat von Heavydreamy: Aber ihren Kindern sollten sie diese Entscheidung über das weitere Leben bitte auch akzeptieren. Eben bedingungslos lieben. Auch weil er in Deutschland geboren und aufgewachsen ist.
Die Idee, daß Eltern ihre Kinder bedingungslos lieben sollen, ist relativ neu und westlich geprägt. Sie ist nicht (!) universell.
Es ist sicher sinnvoll, wenn Du in einem thread wie diesem, dies einmal deutlich schreibst, wenn Du aber vermehrt, also immer wieder, auf etwas aufmerksam machst, was erstens nur Deine Meinung ist und damit eine Wunschvorstellung und zweitens nur ganz wenig mit der Situation, die hier beschrieben wird, zu tun hat, dann macht es den Eindruck als würdest nicht auf den TE eingehen wollen.
Deine Idee der bedingungslosen Liebe ist zudem auch nicht zu Ende gedacht, denn bedingungslos lieben, heißt keinesfalls mit allem einverstanden sein. Es gibt Dinge über die kann auch die bedingungslose Liebe nicht hinwegsehen, man mag die andere Person weiter lieben, aber dennoch kann man vor dem Hintergrund der eigenen Werte, das Handeln des anderen nicht gutheißen.
Zitat von Heavydreamy: Kinder sollen ihre eigene Persönlichkeit entwickeln dürfen.
Se*uelle Orientierung ist keine Frage der Persönlichkeit. Sei mir nicht böse und ich unterstelle Dir keine böse Absicht, aber einige der Sätze, die Du hier geschrieben hast, sind so problematisch, das es echt schwierig ist, die einfach stehen zu lassen. Hier ein Beispiel:
Zitat von Heavydreamy: Ich bin zwar kein Regenbogen-Herumträger, bin aber dafür, dass Menschen Menschen sind und nicht wegen ihrer Persönlichkeit eingeschränkt sein sollen, nur weil die Gesellschaft es abstossend finden.
Regenbogen-Herumträger ist abwertend und inkorrekt. Du kannst von LGBTQA+ reden oder verkürzt von der queer Community.
Nochmal: Se*uelle Orientierung ist KEINE Frage der Persönlichkeit.
Abstossend ist neben abwertend das denkbar schlechteste Kriterium zur Abgrenzung. Denn natürlich gibt es haufenweise Dinge, auf deren Verbot wir uns als Gesellschaft geeinigt haben, wir weil diese mehrheitlich "abstoßend" finden. Was zwei erwachsene Menschen unter gegenseitigem Einverständnis im Schlafzimmer tun, gehört nur (in den allermeisten Fällen) nicht dazu.
Was diesen ganzen Satz dann aber noch wilder macht, nichts aber auch nichts in diesem Satz hat irgendetwas mit der Ausgangslage zu tun. Dem TE ging es mit keinem Wort um Anerkennung seiner Orientierung in der Gesellschaft, sondern der TE fragt, ob jemand vielleicht ein paar Tipps hat, wie sein Lebensgefährte mit der Situation umgehen soll, daß dessen Eltern unter Maßgabe ihres Glaubens und ihrer Kultur auf diese Orientierung mit großer Ablehnung reagieren.