Zimtschneckchen
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ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
Mein Mann und ich stehen kurz vor der Trennung. Wir sind seit fast 4 Jahren verheiratet und haben einen fast zwei Jährigen Sohn. Seit einigen Monaten kriselt es zwischen uns. Wir sind uns nicht mehr so nahe und haben uns oft gestritten. Die Lockdown Situation war für uns schwer. Mein Mann war lange durchgehend im Home Office, unser Sohn hat ihn dann auch bei der Arbeit gestört. Ich bin in Elternzeit, war aber zu der Zeit samstags im Supermarkt arbeiten, um die Haushaltskasse etwas zu füllen. Vor der Elternzeit war ich VZ arbeiten und habe mehr als mein Mann verdient. Wir haben letztes Jahr die Steuerklasse auf 5 und 3 gewechselt, somit verdient er deutlich mehr als vorher. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er sich dadurch sehr wichtig vorkommt. Man muss noch erwähnen, dass ich an Rheuma erkrankt bin und viel Cortison und Schmerzmittel nehme, um überhaupt etwas zu schaffen. Diese Erkrankung schlägt mir sehr aufs Gemüt und macht mich oft wütend und traurig.
Dennoch habe ich versucht Kind, Haushalt und Arbeit zu stämmen. Mittlerweile arbeite ich in einem Pflegeheim in der Hauswirtschaft TZ für 12 Stunden in der Woche, um noch mehr Geld zu verdienen. Natürlich kann ich, da unser Sohn noch nicht in der Kita ist, nicht mehr arbeiten. Meine Mutter betreut den Kleinen immer wenn ich arbeiten muss. Lediglich am Wochenende springt mein Mann ein. Dieser Spagat zwischen allem führt natürlich zu Stress. Die ganzen Pandemie-Situation trägt natürlich nicht zu einem entspannten Gemüt bei. Das belastet uns alle. Wir stritten also öfter in diesem Jahr, aber haben uns auch wieder schnell vertragen. Durch den Stress blieben Nähe und Körperlichkeit öfter auf der Strecke. Nun eskalierte die Situation vor einigen Wochen, so dass mein Mann an einem Freitag zu seinem Kumpel gefahren ist und dort bis Sonntag blieb. Er wollte einfach nicht nachhause kommen. Zu dem Kumpel muss ich sagen, dass er schon immer versucht hat meinen Mann gegen mich aufzubringen. Er ist ein Versager wie er im Buche steht. Keine Ausbildung, Hartz 4, noch nie richtig gearbeitet, kümmert sich um nix, konsumiert täglich Illegales, aber hat die größte Fresse. Er hat meinem Mann versucht einzureden, dass ich ihn nur als Samenspender benutzen würde und als Geldgeber. Dass ich aber zu Anfang unserer Beziehung mehr verdient habe als er, scheint vergessen worden zu sein. Dauernde Sticheleien gegen meine Personen kommen von seinem Kumpel. Unter anderem wurde behauptet ich würde meinen Mann wie einen Skla. rumkommandieren, weil er abends für mich zum Supermarkt rüber geht. Der liegt auf der anderen Straßenseite. Ich mache den ganzen Haushalt alleine, aber behandle ihn natürlich wie einen Skla..
Naja an dem besagten Sonntag haben wir uns irgendwie zusammen gerauft, aber es blieb distanziert zwischen uns und angespannt. Ich musste mir dann anhören, dass er ja so viel arbeiten muss und dann noch abends unseren Sohn und mich bespaßen muss. Er sitzt den ganze Tag am PC und macht keine 16 Stunden Schichten auf dem Bau. Ein Streitpunkt war halt, dass er oft gegen 20 Uhr schon eingeschlafen ist, wenn er erst gegen halb 7 von der Arbeit kam. Ich kann ja verstehen, dass er müde ist, aber das bin ich auch. Dennoch muss ich noch Zuhause etwas tun. Vor zwei Wochen eskalierte es wieder, weil er zum besagten Kumpel fahren wollte. Wenn er dahin fährt nimmt er immer einen Fernseher, seine Playstation und Gras mit. Dann wird die ganze Nacht gezockt und gek. . Da geht es komischerweise. Zuhause ist er ja so k.o. Ich habe immer versucht meinem Mann zu ermöglichen seine Freiheiten zu haben, aber wenn man eine Familie hat, kann man halt nicht mehr leben wie davor. Mir passte es nicht, dass er wieder zu dem Typen fahren wollte und es knallte richtig. Er hat sich darauf hin bis am nächsten Tag verpisst. Seit dem besteht er darauf auszuziehen. Er will sich räumlich trennen, um an uns zu arbeiten. Er lässt sich nicht überzeugen sich das zu überlegen. Vergangenen Samstag fuhr er wieder mit Sack und Pack inklusive einer Flasche Rum zu seinem super Kumpel. Ich habe es einfach hingenommen. Was soll man auch tun? Allerdings frisst mich der Gedanke auf, was dort wieder für ein Müll über mich erzählt wird.
Am nächsten Morgen wurde unser Sohn gegen 5 wach und war weinerlich, fragte öfter nach Papa. Also wollte ich ihn anrufen und sah, dass von seinem WhatsApp eine Sprachnachricht um halb 2 nachts verschickt wurde. Es war nicht mein Mann, sondern sein Kumpel, der mir eine nette Nachricht schickte, um mir O-Ton "auf den Sack zu gehen, weil er ja Hausverbot hat bei uns" und schrie dann noch irgendwas ins Handy. Ich versuchte meinen Mann anzurufen. Der Kumpel ging dran. Angeblich schliefe mein Mann und er will ihn nicht wecken. Was ich will, fragte er. Das ging ihn nichts an. Da ich es nicht sagte, lachte er ins Telefon und legte auf. Ich habe dann nur eine Nachricht an meinen Mann geschrieben, dass der Kleine nach ihm fragte und ich deswegen anrief. Nachmittags ist der Herr aus seinem Koma erwacht und meldete sich. Ich sprach ihn Zuhause dann auf die Aktion seines Kumpels an. Es wäre zwar nicht in Ordnung gewesen, aber er hätte geschlafen und nichts mitbekommen und ich hätte ja sagen können, wenn es etwas wichtiges gewesen wäre. Dass der Kleine nach ihm fragt, wäre ja kein Notfall und nicht so wichtig. Die letzten Tage habe ich wirklich versucht meinem Mann alles Recht zu machen, aber er will immer noch ausziehen. Ich musste mittlerweile einen Antrag beim Jobcenter stellen, um die Wohnung zahlen zu können. Ich verdiene nicht viel und kann mich und meinen Sohn nicht alleine finanzieren. Selbst mit Unterhalt und Kindergeld nicht. Unsere Wohnung ist sehr teuer und wird bestimmt nur eine Zeit lang bezahlt werden. Selbst wenn ich jetzt sofort meine Elternzeit abbrechen und zu meiner VZ Stelle zurückkehren würde, könnte ich die Wohnung zwar bezahlen, wäre aber bettelarm. Das ist meinem Mann vollkommen egal. Jeden Abend wenn er nachhause kam musste ich heulen. Es war jeden Abend wie eine erneute Trennung. Immer wurde ich wie der letzte Ar. behandelt, während er mit seinem Kumpel über die Playstation zockte und quatschte. Zu allem Überfluss habe ich meine Periode nicht bekommen. Wir haben uns immer mindestens zwei Kinder gewünscht. Als ich es ihm sagte, war sein Gesicht wie aus Stein. Habe einen Test gemacht. Zwei Streifen, also positiv. Er wollte es natürlich nicht glauben. Musste erstmal einen *beep* rauchen. Tolle Reaktion. Er bestand weiterhin auf einen Auszug. Ich habe ihm daraufhin gesagt, dass ich möchte, dass er bis er eine neue Wohnung hat im Büro schläft, weil es für mich einfach schwer ist, wenn er zwar abends da ist, aber ich nicht weiß wie ich mich verhalten soll. Am nächsten Tag packte er seinen Fernseher und Playstation, unseren Hund und seine 7 Sachen und wohnt seitdem im Büro. Den Hund haben wir uns auch erst im September angeschafft. Damit er mit unserem Sohn aufwächst. Mein Mann meint er ist seit 6 Monaten unglücklich. Warum kauft er dann mit mir den Hund?
Eigentlich sollte ich am Freitag zum Frauenarzt, ich hatte heute schon den ganzen Tag Bauchschmerzen und fühlte mich unwohl. Als ich eben baden war, merkte ich, dass ich blutete. Ich vermute, dass ich das "Kind" verloren habe. Rief meinen Mann an und sagte es ihm. Es kam nur ein "Tut mir leid" und irgendwelche gemeinen Aussagen. Er beendete das Gespräch nach einer Minute, weil er müde ist und eigentlich schon geschlafen hatte.
Mir stellt sich die Frage, was für einen Menschen ich da geheiratet habe. Ich zweifle wirklich daran, ob eine räumliche Trennung unsere Ehe rettet oder ob er sich uns einfach entledigen will ohne als direkter Ar*** darzustehen. Ich weiß auch wirklich nicht, ob ich so einen Mann noch an meiner Seite haben will.
Liebe Grüße
Liebe Zimtschneckchen,
Bringt dich das aber weiter, räumst du damit nicht diesem Menschen einen Platz und eine Wichtigkeit ein, der ihm eigentlich nicht zustehen? Das echte Problem ist wohl eher die von dir erlebte unsolidarische Haltung deines Mannes oder nicht?