Zitat von Kaetzchen:http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/haeusliche-gewalt-partnerschaft-opfer-gestiegen
Keine Studie, sondern Polizeistatistik

Nun ja, aber in der Studie gibt es ebenso einen sehr interessanten Absatz:
"Allerdings scheint auch die Partnerschaftsgewalt zum Nach-teil männlicher Personen von zunehmender Relevanz zu sein. Indiz dafür ist die Steigerung der An-zahl männlicher Opfer zwischen 2012 und 2016 (2012: 19.971 Personen; 2013: 21.012 Personen; 2014: 22.302 Personen; 2015: 23.167 Personen; 2016: 24.124 Personen), wobei in diesem Zeitraum auch der prozentuale Anteil männlicher Personen an allen Opfern von Partnerschaftsgewalt nahezu konti-nuierlich zugenommen hat (2012: 16,5%; 2013: 17,3%; 2014: 17,7%; 2015: 18,2%, 2016: 18,1%)."
Und dazu gab es ja schon eine Pilotstudie, die ja belegt hat, dass gerade Männer, die an der Studie teilnahmen eben häusliche Gewalt nicht gemeldet haben, weil das immer noch als verpöhnt gilt. Ist ja super, dass es immer mehr tun, denn was die Polizei dort erfasst, sind ja nur die Straftaten, die auch gemeldet wurden.
Zudem sehen wir noch einen weiteren interessanten Ansatz:
59 % der Männer in dieser Statistik sind Wiederholungstäter, 41 % Ersttäter, d.h. es sind häufig dieselben Männer, die wieder auf ihre Frauen einschlagen, während es bei den Frauen so aussieht: Wiederholungstäterinnen 38 %, Ersttäterinnen 61 %.
Ist halt auch ne interessante Entwicklung.
Dass es BTW mehr Todesopfer unter den Frauen bei häuslicher Gewalt gibt, steht natürlich außer Frage. Ein Oberkommissar aus Hessen meinte dazu mal, dass das "Erwürgen" eher im Affekt geschieht, aber eben eine persönliche Ebene hat. Daher greifen viele oft nicht zu Waffe. Und da ist es nur klar: Frauen haben nicht die Kraft, die ein Mann hat, um ihn mit bloßen Händen umzubringen. Da muss schon mehr her. Und ich wette einfach mal, dass wenn sie die natürliche Möglichkeit hätten, sie es auch nutzen würden.
Witzig ist bei diesen Diskussionen eben, dass man Dinge angeblich nicht miteinander vergleichen soll, es dann aber doch jedes Mal getan wird. Das sind so die Aussagen wie "Man vergleicht den Irak-Krieg nicht mit dem dritten Reich" und der nächste Satz ist: "Hussein schlimmer als *beep*"... Das ist so ne Seuche in unserer Gesellschaft geworden.
Interessant dabei ist auch, dass die Aggressivität in deutschen Haushalten also offenbar noch mehr zunimmt auf beiden Seiten. Und da kommt wieder mein Satz zum Tragen: "Emotionen werden über alles gestellt."