Zitat von GastderGäste:Zwei Begriffe, die auf den letzten Seiten gefallen sind, hätte ich gerne mit Leben gefüllt.
Zum einen die Forderung, als Gesellschaft den jungen Männern wieder ein Szenario zu bieten, in dem die ihren Lebenssinn ausleben können.
Was soll denn dieser Lebenssinn sein? Ist der bei allen Männern gleich? Ist es Fortpflanzung und Versorgung der Kinder und Achtung im Umfeld? Oder etwas anderes?
Junge Männer wollen sich beweisen, sich messen (innerhalb ihrer peer-Group und auch mit exponierten Konkurrenten außerhalb der peer-group), in Hierarchien aufsteigen, in hierarchie-freien Systemen wollen sie ihre Projekte durchziehen.
Das alles wollen sie machen um Anerkennung zu bekommen (innerhalb und wenn möglich auch von außerhalb der peer-group), um sich einen Status zu erarbeiten - kurz eben "um was aufzubauen". Je nach Gesellschaft kann sich diese Anerkennung/dieser Status natürlich anders ausdrücken.
Wenn wir also sagen, dass junge Männer (aus den vorher genannten Gründen) hierzulande nur im Job und im Sport ihre Männlichkeit ausleben - dann sind das auch die Bereiche wo der (stereotype) Mann Anerkennung erwirbt.
Die Sache mit den Frauen kommt dann eher als Folge von Status/Anerkennung.
Ausnahmen bestätigen in unserer individualisierten Gesellschaft dann natürlich die stereotype Regel.
Zitat:Und der zweite Begriff ist die "bedingungslose Liebe". Angeblich sollen Männer glauben und hoffen, sie bekämen die von einer Partnerin. Ist das wirklich so? Wieso glauben Männer so etwas? Sehnen sie sich tatsächlich bei einer Ehefrau nach dem Umsorgt- und Geliebtwerden wie bei Müttern plus 6? Und lieben Männer ihre Partnerin wie ein Vater seine Tochter? Oder gar bedingungslos (denn auch Elternliebe ist selten bedingungslos)?
Junge Männer leider ja.Also die Sache mit der bedingungslosen Liebe.
Zumindest wenn sie echt verknallt sind.
Warum sie das glauben?
Weil sie tatsächlich an Liebe glauben. Also an das Konstrukt "Liebe", welches unabhängig vom restlichen Leben über allem schwebt.
Also mir ging das früher so und ja auch meinen Kumpels. Wir haben nun mittlerweile gelernt.
Es geht weniger um das umsorgt werden, das bzw. die Erwartungshaltung, dass man umsorgt wird, kommt dann eher unbewusst als Folge, nachdem man(n) die Frau "erobert" und dann realisiert hat, dass sie sich "wirklich" für ihn entschieden hat.
Also er denkt jetzt nicht einfach -"so jetzt habe ich sie und jetzt kann sie mich umsorgen"- , es ist dann eher wie ein Sog, dass mit dem Punkt der Eroberung, der Invest in die Frau gefährdet ist.
Wie gesagt, zumindest bei Männern, die noch nicht viel Erfahrung eben mit diesem Prozess haben.
Später kommt dann noch das Streben nach Erfolg in anderen Lebensbereichen hinzu, was den Invest in die "bereits eroberte" Frau weiter gefährden kann.
Und ja, das hängt natürlich mit der Mutter zusammen. Denn sie ist die erste und wichtigste weibliche Bezugsperson in dem jungen Leben eines jungen Mannes BIS er eben erste Erfahrungen mit Frauen macht.
Seine Mutter hat der Mann sicher. Da musste er nicht auf eine Invest-Skala achten. (Auch wenn das jetzt für die Mütter hier im Forum ernüchternd klingt, er hat euch trotzdem lieb

)
Und nein, Männer lieben ihre Frauen nicht wie ihre Töchter.
Klingt irgendwie perv..

Ist was anderes.
Ich sage es vielleicht mal so, Männer mit stereotypen Müttern und ohne viel Erfahrungen mit sonstigen Frauen, lieben ihre ersten Frauen hollywoodmäßig, müssen dann aber irgendwann lernen, dass die Frauen, die darauffolgenden Dynamiken meist nicht so mögen.
Ausnahmen bestätigen auch hier wieder die stereotype Regel.