@Mindtricks
Zitat:a) Warum leide ich so? Nun, es wiederholt sich aktuell ein altes Trauma: *⃣ 2011 ist meine damalige Beziehung genauso zuende gegangen:
Sich einer Situation gegenüber stark ohnmächtig fühlen oder sich in seiner Existenz bedroht fühlen sind die Grundlagen eines möglichen Traumas.
Zitat:Erst brach der S. weg (unter vorgeschobenen Gründen), dannfand sie Ausreden, um nicht mehr zu mir kommen zu müssen
und letztendlich wurde der Chat steril und weniger. Nein, es hätte nichts mit mir zu tun. Nein, es gäbe keinen anderen. Nein, ich wäre ein toller Mensch. Schon damals war ich extremst verunsichert, bis sie mir schließlich gestanden hat, dass sie sich trennen möchte.
Schau mal unter den Begriff „Verratstrauma“.
Zitat:Das hat mich über Monate in eine Depression geworfen -
Es gibt die Diagnose Depression als Einzel Diagnose und es gibt die Depression als Traumafolgestörung.
Zitat:ich wurde belogen, hingehalten und weggeworfen, wie ein schmutziges Hemd.
Was einen schweren Vertrauensbruch darstellt.
Zitat:Bis ich dann einen neuen Job und (fast parallel) meine neue Partnerin (damals) gefunden hatte.
Was Vermutlich deinen Selbstwert gehoben hat. Durch die neue Liebe wurde die Wunde überdeckt und nicht getriggert.
Zitat:Euphorie pur! Plötzlich lief alles wieder und gab mir Sicherheit.
Zitat:Meine aktuelle Situation fühlt sich genau so an: Der bislang grandiose S. bricht plötzlich weg, sie wirkt gefrustet...in sich gekehrt...hängt mehr an ihrem Arbeitsrechner als bei mir. Die Themen drehen sich zu 70 % nur noch um den Job.
Also wirst du getriggert von damals durch das Verhalten.
Zitat:Weil ich mich von mir aus nicht mehr regelmäßig melde, um eben keinen Druck zu erzeugen…
Bei Druck kann man jemanden weg drücken.
Zitat:All diese Zeichen deutet mein Gehirn aktuell als Gefahr!:
"Du wirst ihr zuviel!", "Du erzeugst Druck in ihr", "Sie interessiert sich nicht mehr für dich und dein Leben", "Sie lässt es ausschleichen"....solche Dinge.
Ich kann mich dagegen nicht wehren! Niemand sucht sich freiwillig aus, in eine Depression zu rutschen.
Deine Aussagen, wie Trigger , Trauma , usw. Lassen eher vermuten das es keine normale Depression ist. Aber das soll ein Arzt entscheiden den sich mit dem Thema auskennt.
Zitat:Ich sage mir dann: "Es passiert nur in deinem Kopf! Es ist doch gar nichts ausgesprochen oder entschieden - also calm down!"...aber trotzdem. Ich bin der typische "Overthinker" -
Ja,
„Overthinking“ (exzessives Grübeln) ist eine häufige Reaktion auf Traumata und ein zentrales Symptom von Traumafolgestörungen, wie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Es dient als Bewältigungsmechanismus,…..
Zitat:ich zerlege Abweichungen vom mir bekannten Muster in sämtliche was-wäre-wenn-Szenarien. Rund um die Uhr...
weil mein Kopf niemals stillsteht.
Du hämmerst dein Cortisolspiegel so hoch das du nachts nicht schlafen kannst.
Der traumatisierte handelt immer um Sicherheit zu erzeugen , um Kontrolle zu haben.
Denke an einen Säbelzahntiger der vor der Höhle ist und du nun alle Möglichkeiten durchspielst um zu überleben. Um gewappnet zu sein für alle Möglichkeiten.
Das das das Nervensystem erschöpft ist klar.
Zitat:Bin ich glücklich und ja, fast manisch, so hilft mir diese "Gabe" insofern, als dass ich Menschen relativ leicht lesen kann. Ich erkenne Lügen und Absichten.
Das nennt man meist Überlebensstrategie, was man meist in der Kindheit entwickelt wenn das Umfeld unsicher als Kind erscheint.
Zitat:habe Probleme schneller durchdacht als andere in meinem Umfeld und wirke entsprechend sicher und souverän in allem.
Zitat:Entzieht man mir aber meine Sicherheiten (Beziehung und Job), so dreht sich diese Gabe einmal rum und treibt mich in den Wahnsinn.
Kontrollverlust, was dich stark verunsichert oder sogar innerlich in existenzielle Not bringt.
Zitat:Bislang bin ich zwar immer alleine da wieder rausgekommen - aber es war jedes Mal ein Akt.
Weil du keine Möglichkeiten gelernt hast dich selbst zu regulieren und nicht weißt wo her das kommt.
Zitat:b) Ja, eine gute Partnerschaft muss es aushalten, wenn man mal nicht verfügbar ist.
Die Frage ist:
Hier denken wir zu viel.
Zitat:Anfangs war ich sehr distanziert - aus Angst vor alten Wunden (wie eben den aktuellen).
Verratstrauma = Misstrauen in die Menschheit in die Welt , das man wieder verletzt wird.
Zitat:Dann habe ich mir ein Herz gefasst und mich auf die Beziehung eingelassen. Weil ich gemerkt habe, wie ernst es ihr war.
Aber eine Fernbeziehung wie Stefanie Stahl sagen würde und da ein Hinweis erkennen würde. ( im Buch „jein“ erklärt glaube ich)
Zitat:Die gemeinsame Zeit - das habe ich schon mehrfach geschrieben - hat sich hochreguliert: Von anfangs 1-2 x im Monat sehen wurde ein wöchentlich! Es wurden daraus gemeinsame Urlaube und Kurztrips, gemeinsame Feiern.
Sehr zu ihrer Freude!
Der traumatisierte soll zurück in sein Vertrauen kommen. Weil das ursprünglich Trauma diese Frau nichts mit der alten Frau / Trauma von damals zu tun hat.
Zitat:Aktuell kommt aber durch die gewünschte Distanz - wenn auch vorerst nur schriftlich - daher bei mir Unsicherheit und Angst auf. Wäre sie auf Dienstreise im Ausland, wäre es kein Problem. Wäre sie krank, wäre das in Ordnung.
Zitat:Aktuell aber fühlt es sich an, als wäre ich ihr (trotz Fernbeziehung) zuviel. Wo sie Anfangs um jede Minute mit mir gekämpft hat, ist sie aktuell von schriftlicher Distanz angetan. Es ist eine Neuerung, die sich mir nicht erklärt...
Nicht untypisch nach deiner Beschreibung in der Situation.
Zitat:c) Mich auf mein eigenes Leben zu fokussieren ist sicher der richtige Weg. Aber: Durch sie habe ich wieder erleben dürfen, wie gerne ich Momente teile...wie ich lange Gespräche, das gegenseitige Aufziehen und Herumalbern sowie auch körperliche Nähe schätze und brauche. Wenn mir das plötzlich! genommen wird, dann entstehen bei mir Entzugserscheinungen.
🤔 Zitat:Ich fühle mich abserviert und alleine...
🤔 Gab es hier mal Problem in der Kindheit ?
Mutter lange krank, du im Krankhaus ?
Zitat:die Gedanken kreisen...ich vermisse Nähe und den Austausch mit der Partnerin.
Das alles macht es schwer, mich mit Freude anderen Dingen zu widmen. Hobbies oder Freunden zum Beispiel.
🤔 Du idealisierst sie , idealisieren = nichts mehr andere sehen können.
Zitat:Ich habe mich in eine emotionale Abhängigkeit manöveriert - einfach, weil es sich die letzten Jahre so verdammt gut angefühlt hat und da plötzlich eine Leere droht, die ich nie wieder spüren wollte.
Da hast du dich selbst hinein gebracht.
Zitat:Diese Frau hat in mir Vertrauen geweckt - SIE wollte mich, SIE hat sich mich gezielt ausgesucht und Zukunftspläne mit mir geschmiedet. Warum also sollte ich beefürchten, dass wir uns trennen könnten? Der Gedanke kam mir nie, weil ich mir so verdammt sicher war (und es eigentlich auch noch bin).
(
Zitat:Ich weiß selbst, dass es einige hier zur Weißglut treibt -
So emotional...weinerlich und depressiv war ich schon lange nicht mehr. Aktuell sehe ich aber keinen Ausweg aus der Situation. Also emotional).
Wieder in Dieben Zuviel denken Modus.
Kontrollverlust.
Trigger von damals
Der traumatisierte denkt dass es wieder gegen die Wand fahren wird, = Selbsterfüllende Prophezeiung