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Sie geht auf Distanz nach Jahren der intensiven Liebe

mokka_23
Zitat von Mindtricks:
Was kann ich Eurer Meinung nach tun, um aus dieser Situation (für mich)...emotional wieder herauszukommen?

Fokussiere suf dich selbst und dein Leben. Was bist du unabhängig von ihr? Was interessiert dich? Was gibt fir Energie? Lebe so, wie wenn du dir zu 100 % sicher sein könntest, dass sie dich nicht verlässt.

#166


FrauDrachin
Zitat von Mindtricks:
Trotzdem fühlt sich die Situation für mein Gehirn fremd an - auch wenn ich die Gründe dafür nun kenne.

Also, ganz ehrlich, du weißt ja, ich rede nicht gern um den heißen Brei herum... aber wie oft willst du dir den noch die gleichen Antworten abholen?
Ich hätte der Beziehung ehrlich gesagt langsam den Stecker gezogen, wenn du immer wieder mit dem gleichen um die Ecke kommst...
Und NATÜRLICH spürt sie deine Unsicherheit, die du ja auch aussprichst, also NATÜRLICH machst du ihr massiv Druck,

Zitat von Mindtricks:
Kann man aber nach einer ausgesprochenen Trennung leiden und dann irgendwann heilen, so ist unsere Situation nicht so endgültig.Sprich: Die Wunde wird bei jeder Verabschiedung erneut aufgerissen.

Hier sprichst du endlich etwas ganz, ganz wichtiges aus:
Für dich fühlt sich jeder Abschied, jeder fehlende Emoji, jedes mal, wo du keinen Sex bekommst nach Trennung an. Nach Beziehungsabbruch, nach "alles ist aus", mit allen dazugehörigen Gefühlen. Nur, dass es nicht einmalig passiert, wie bei einer Trennung, sondern immer und immer wieder.
Das ist ein ganz fürchterliches Gefühl. Das tut mir wirklich schrecklich leid.

Aber: hier hast du deinen Ansatzpunkt und Hebel.
Wenn du zu ihr läufst, und dir das immer gleiche wieder erklären und bestätigen lässt, zerstörst du über kurz oder lang die Beziehung und die kurze Erleichterung, weil du wieder kurz Kontakt spüren konntest, ist bei der nächsten "Trennung" sofort wieder weg. Das ist definitiv keine Lösung. Hier hast du alle Antworten bekommen, die möglich sind.
Zwei Dinge würde ich dir vorschlagen:
1. Das Gefühl wirklich spüren, aber dir immer und immer wieder klar machen, dass dieses Gefühl in dir, in deiner Unsicherheit, in deiner Angst begründet ist, und nicht in ihrem Verhalten oder gar in einem Fehlverhalten von ihr. Übernimm 100% die Verantwortung für dieses Gefühl.
2. Schau, wo dieses Gefühl herkommt. Musstest du in früheren Beziehungen oder in deinem Elternhaus um Liebe kämpfen? Gab es Kontaktabbrüche, die du als bedrohlich erlebt hast? Was wird durch diese Erfahrung getriggert?

Zitat von Mindtricks:
Während sie bei sich sitzt und leidet, mache ich mir einen schönen Tag.

Ja, ich verstehe dieses Dilemma, besser als du dir vielleicht vorstellen kannst.
Aber: Ihr ist kein Stück weitergeholfen, wenn du auch in Traurigkeit und Depression versinkst. Im Gegenteil: je besser du dich im Gleichgewicht hältst, und je besser deine Batterieen aufgeladen sind, desto besser kannst du sie unterstützen. Ja, das fühlt sich teilweise eklig und unloyal an... Aber es wird auch Druck auf sie aufbauen, wenn sie nicht ihren eigenen Weg finden und ihre eigenen Probleme haben "darf" weil du damit nicht umgehen kannst.
Auch hier wäre evtl. wieder die Frage wichtig: Woher kommt der glaube, dass es dir nicht gut gehen darf, wenn es jemand nahe stehendem schlecht geht?

x 6 #167


A


Sie geht auf Distanz nach Jahren der intensiven Liebe

x 3


K
Was ist denn das für ein Job bei ihr?
Ist er änderbar?

x 2 #168


E
Du schreibst, sie hat dich als stark und unabhängig kennen gelernt. Warst du so, oder hast du einen falschen Eindruck vermittelt?

Wenn du so wärst, dann wo ist dieser Mann jetzt?

Ich tue es mir schwer damit, dass ein Erwachsener es nicht hinbekommt, seinen Zustand zu regulieren. Sich derart ausgeliefert fühlt seiner Gefühle.

Kannst du ihr nicht vertrauen? Eine gute Partnerschaft muss doch aushalten, dass der andere eine gewisse Zeit nicht verfügbar ist. Wegen was auch immer. Auslandsemester, Krankheit, Job etc. Es ist bei euch eine solche Zeit. Du quaengelst und machst bewusst oder unbewusst Druck. Das würde mich extrem nerven.

Anstatt dir zum x-ten mal Bestätigung zu holen, dass es nichts mit dir zu tun hat und dass sie dich liebt, hielte ich für sinnvoller, sie zu fragen, was sie gegen dieser Situation gedenkt zu tun. Wie sehr sie sie belastet und was sie wann daran ändern möchte. Und auch ob du sie aktiv irgendwie unterstützen kannst. Ihr was abnehmen kannst.

Man sollte Gefühle auch aushalten können, sie lassen sich nicht immer vermeiden. Es ist im Grunde deine Verantwortung. Wenn du das nicht hinbekommst, wäre vielleicht eine Therapie sinnvoll. Nicht weil du krank bist, sondern weil du dich nicht besser schützen kannst davor, in emotionale Abhängigkeit zu geraten.

x 2 #169


T
"Während sie bei sich sitzt und leidet....."

Das sind deine Gedanken, aber du weißt es nicht wirklich.
Ich hab auch mal von einem Ex gedacht, er sitzt zuhause und leidet, genau wie ich..... und bin dann mal zu ihm gefahren. Er war nicht zuhause.
Er hatte längst eine andere.
Deshalb hab ich dir den Überraschungsbesuch vorgeschlagen, aber das möchtest du ja nicht.

Entweder du leidest weiter oder du trennst dich. Oder du suchst nach den richtigen Gründen. Das, was sie sagt, glaubst du ja anscheinend selber nicht.

x 3 #170


Stella31
Zitat von FrauDrachin:
aber wie oft willst du dir den noch die gleichen Antworten abholen?

Ich kann den letzten Teilnehmenden nur zustimmen!

Bei deinem ganzen Geschreibsel steigt in mir Wut und Druck auf.
Und wenn ich das schon spüre, wie ist es dann bei deiner Freundin?

Aus allem, was du schreibst/ zerdenkst wabert eine derartige Bedürftigkeit heraus, dass ich es kaum aushalten kann!

Da spricht kein erwachsener Mann, sondern sein 5-jähriges Kind.
Das solltest du vielleicht mal ergründen, woher das kommt.

Dass man zunächst irritiert ist, wenn sich eine Beziehung so verändert, kann ich nachvollziehen. Aber ihr habt alles geklärt.

Nun kannst du weiterhin in Selbstmitleid schwimmen, jammern und dich hier ständig trösten lassen oder du machst mal den Rücken grade und überlegst dir, welche Möglichkeiten du hast, sie zu unterstützen ohne dich dabei zu verlieren.

x 4 #171


Odette
@Tesi
Sie verneint doch nun von Beginn an, dass sie einen anderen Mann hat.
Warum immer Öl ins Feuer gießen, nur weil man selbst diese Erfahrung gemacht hat? Tut mir leid, wenn es dir so erging, aber das ist alles nicht immer schwarz-weiß. Selbst beim TE ist dies ja gar kein Thema.

@Stella31 Sehe ich genauso, und schließe mich den Vorpostern an. Lese die Beiträge ja seit Beginn genauso erdrückend.

Lieber @Mindtricks
Wo ist denn diese intensive Verbindung, wenn deine Partnerin gerade extrem struggelt und du aber nur Fokus für dich und deine Bedürfnisse hast? Ohne zu weit zu gehen, habe ich das Gefühl, dass sie dir Bestätigung geben muss, die du dir selbst nicht geben kannst. Finde es fast schon egoistisch, ihr dann noch das aufzubürden, wenn sie doch klar immer wieder sagt, dass es gerade viel ist und der Umgang und alles andere dennoch liebevoll ist.

Die ganzen Adjektive und Bezeichnungen die du über eure Beziehung nutzt, würden ja umso mehr bedeuten: in guten wie in schlechten Zeiten - nur möchtest du die schlechten (schweren) gerade nicht mittragen. So liest es sich.

Ich habe dich wiederholt gefragt, warum du dir selbst keine Sicherheit geben kannst - vielleicht darfst du hier einmal schauen?

x 3 #172


Mindtricks
Vielen Dank Euch - es ist ja alles richtig was ihr schreibt.

Ich versuche einmal auf die einzelnen Punkte einzugehen:

a) Warum leide ich so? Nun, es wiederholt sich aktuell ein altes Trauma: 2011 ist meine damalige Beziehung genauso zuende gegangen: Erst brach der Sex weg (unter vorgeschobenen Gründen), dannfand sie Ausreden, um nicht mehr zu mir kommen zu müssen und letztendlich wurde der Chat steril und weniger. Nein, es hätte nichts mit mir zu tun. Nein, es gäbe keinen anderen. Nein, ich wäre ein toller Mensch. Schon damals war ich extremst verunsichert, bis sie mir schließlich gestanden hat, dass sie sich trennen möchte. Das hat mich über Monate in eine Depression geworfen - ich wurde belogen, hingehalten und weggeworfen, wie ein schmutziges Hemd. Bis ich dann einen neuen Job und (fast parallel) meine neue Partnerin (damals) gefunden hatte. Euphorie pur! Plötzlich lief alles wieder und gab mir Sicherheit.

Meine aktuelle Situation fühlt sich genau so an: Der bislang grandiose Sex bricht plötzlich weg, sie wirkt gefrustet...in sich gekehrt...hängt mehr an ihrem Arbeitsrechner als bei mir. Die Themen drehen sich zu 70 % nur noch um den Job.
Körperliche Nähe kann sie (außer aneinadergekuschelt einschlafen und kurze Umarmungen bzw. Küsse) nicht zulassen...unsere Messages sind weniger geworden und aktuell kaum noch vorhanden. Weil ich mich von mir aus nicht mehr regelmäßig melde, um eben keinen Druck zu erzeugen (oder das gefühl der Kontrolle zu erwecken) - von ihr kam heute aber auch kaum etwas. Ein "Guten Morgen .....". Ich habe sie gegen Mittag angeschrieben und gefragt, wie es ihr aktuell geht (sie ist erkältet). Es kam eine kurze Antwort zurück und seitdem ist Ruhe...

All diese Zeichen deutet mein Gehirn aktuell als Gefahr!:
"Du wirst ihr zuviel!", "Du erzeugst Druck in ihr", "Sie interessiert sich nicht mehr für dich und dein Leben", "Sie lässt es ausschleichen"....solche Dinge.
Ich kann mich dagegen nicht wehren! Niemand sucht sich freiwillig aus, in eine Depression zu rutschen.

Ich sage mir dann: "Es passiert nur in deinem Kopf! Es ist doch gar nichts ausgesprochen oder entschieden - also calm down!"...aber trotzdem. Ich bin der typische "Overthinker" - ich zerlege Abweichungen vom mir bekannten Muster in sämtliche was-wäre-wenn-Szenarien. Rund um die Uhr...selbst nachts! Entsprechend gestresst und erschöpft bin ich, weil mein Kopf niemals stillsteht.
Bin ich glücklich und ja, fast manisch, so hilft mir diese "Gabe" insofern, als dass ich Menschen relativ leicht lesen kann. Ich erkenne Lügen und Absichten...habe Probleme schneller durchdacht als andere in meinem Umfeld und wirke entsprechend sicher und souverän in allem. Entzieht man mir aber meine Sicherheiten (Beziehung und Job), so dreht sich diese Gabe einmal rum und treibt mich in den Wahnsinn.

Bislang bin ich zwar immer alleine da wieder rausgekommen - aber es war jedes Mal ein Akt.

b) Ja, eine gute Partnerschaft muss es aushalten, wenn man mal nicht verfügbar ist.
Die Frage ist: Hat man sich so kennengelernt oder ist es plötzlich dazu gekommen? Anfangs war ich sehr distanziert - aus Angst vor alten Wunden (wie eben den aktuellen). Dann habe ich mir ein Herz gefasst und mich auf die Beziehung eingelassen. Weil ich gemerkt habe, wie ernst es ihr war.
Die gemeinsame Zeit - das habe ich schon mehrfach geschrieben - hat sich hochreguliert: Von anfangs 1-2 x im Monat sehen wurde ein wöchentlich! Es wurden daraus gemeinsame Urlaube und Kurztrips, gemeinsame Feiern.
Sehr zu ihrer Freude!
Aktuell kommt aber durch die gewünschte Distanz - wenn auch vorerst nur schriftlich - daher bei mir Unsicherheit und Angst auf. Wäre sie auf Dienstreise im Ausland, wäre es kein Problem. Wäre sie krank, wäre das in Ordnung.
Aktuell aber fühlt es sich an, als wäre ich ihr (trotz Fernbeziehung) zuviel. Wo sie Anfangs um jede Minute mit mir gekämpft hat, ist sie aktuell von schriftlicher Distanz angetan. Es ist eine Neuerung, die sich mir nicht erklärt...

c) Mich auf mein eigenes Leben zu fokussieren ist sicher der richtige Weg. Aber: Durch sie habe ich wieder erleben dürfen, wie gerne ich Momente teile...wie ich lange Gespräche, das gegenseitige Aufziehen und Herumalbern sowie auch körperliche Nähe schätze und brauche. Wenn mir das plötzlich! genommen wird, dann entstehen bei mir Entzugserscheinungen.
Ich fühle mich abserviert und alleine...die Gedanken kreisen...ich vermisse Nähe und den Austausch mit der Partnerin.
Das alles macht es schwer, mich mit Freude anderen Dingen zu widmen. Hobbies oder Freunden zum Beispiel.

Ich habe mich in eine emotionale Abhängigkeit manöveriert - einfach, weil es sich die letzten Jahre so verdammt gut angefühlt hat und da plötzlich eine Leere droht, die ich nie wieder spüren wollte.
Diese Frau hat in mir Vertrauen geweckt - SIE wollte mich, SIE hat sich mich gezielt ausgesucht und Zukunftspläne mit mir geschmiedet. Warum also sollte ich beefürchten, dass wir uns trennen könnten? Der Gedanke kam mir nie, weil ich mir so verdammt sicher war (und es eigentlich auch noch bin).
Nur wenn sie nun anderweitig entscheidet, dann bin ich wieder einmal in ein Loch geraten, aus dem ich so einfach nicht herauskommen werde.

(Ich weiß selbst, dass es einige hier zur Weißglut treibt - ich erkenne mich aktuell selbst nicht wieder. So emotional...weinerlich und depressiv war ich schon lange nicht mehr. Aktuell sehe ich aber keinen Ausweg aus der Situation. Also emotional).

x 3 #173


mokka_23
Zitat von FrauDrachin:
Zwei Dinge würde ich dir vorschlagen:
1. Das Gefühl wirklich spüren, aber dir immer und immer wieder klar machen, dass dieses Gefühl in dir, in deiner Unsicherheit, in deiner Angst begründet ist, und nicht in ihrem Verhalten oder gar in einem Fehlverhalten von ihr. Übernimm 100% die Verantwortung für dieses Gefühl.
2. Schau, wo dieses Gefühl herkommt. Musstest du in früheren Beziehungen oder in deinem Elternhaus um Liebe kämpfen? Gab es Kontaktabbrüche, die du als bedrohlich erlebt hast? Was wird durch diese Erfahrung getriggert?

Das ist ein ausgezeichneter Ratschlag, der ein eigener Thread verdienen würde.

x 2 #174


mokka_23
@Mindtricks Hast du einmal eine Therapie gemacht, um deine Themen systematisch anzugehen? Gerade wegen der emotionalen Abhängigkeit denke ich, dass das dur helfen könnte. Dann hättest du einen Ort, wo du alles rauslassen kannst und auch Hilfe bezüglich der Angst.

x 1 #175


Scheol
@Mindtricks
Zitat:
Ich für meinen Teil gehe erstmal davon aus, dass wir uns kommende Woche wiedersehen aber ich weiß nicht, wie tief dieses Trauma (?!) nun in ihr sitzt.

Im ersten Beitrag hast du das hier geschrieben.


Zitat:
Servus,
ich denke auch, dass mein Kopf da etwas wahrnimmt, *⃣ was nicht ganz so offensichtlich ist.
Ich meine: Wir haben über alles gesprochen - "den S", "die Befürchtungen die ich habe" (Stichwort: Auseinanderleben), darüber, dass ich den Eindruck habe, dass sie ihre Prioritäten anders setzt...

Etwas auf dem Alarm Modus wie es sich anhört

Zitat:
All das wurde entkräftet: S sei aktuell kein Thema, da ihr Kopf dafür einfach nicht frei sei. Die Existenzangst *⃣ (drohernder Jobverlust, Jobwechsel etc.) sei aktuell einfach zu sehr im Mittelpunkt, so dass sie keine Lust empfinden könne.

Existenzangst da können wir schon in einen Bereich bewegen wo sie sich existenziell bedroht fühlt was wiederum auf die Libido geht.

Wer nicht gut wenn man um das überleben kämpft und dabei Rollig wird.


Zitat:
sondern mit ihr selbst und ihrer zuvor nie gekannten Angst, plötzlich auf der Straße zu stehen.

Und hier sind wir vermutlich in der existenziellen Bedrohung.

Zitat:
Aber ob es der einzige Grund ist? Ich weiß es wirklich nicht.

Und das holt dich nun aus deiner Mitte und es werden nun Knöpfe von damals gedrüchtnvon dem Verlust.

Zitat:
lässt sie alles stehen und liegen und ich bin ihr Ein und Alles für die nächsten Stunden. Egal, welche Arbeit im Home Office wartet.

Momentan ist das anders: Der Rechner genießt den Vorzug. Zwar lässt sich mich natürlich an allem teilhaben, teilt sich mit oder wir verbingen die Abende gemeinsam aber es fehlt mir diese Aufmerksamkeit (diese Beziehung "ohne Regeln" oder Zwänge und Zweifel).

Soviel Leere in dir?

Zitat:
Letztendlich sind alle Zweifel nur durch diesen abupten Abfall in der Beziehungsintensität gekommen: Innerhalb einer Woche von 150 % Liebe, S und Zärtlichkeit auf 70%. Zärtlichkeit gibt es natürlich noch aber es fühlt sich nicht vollkommen an.

70 % das würden sich viele wünschen.

Der traumatisierte will die perfekte Beziehung. 100,150 , 1000 %

Zitat:
Zu mir:
Ich kümmere mich natürlich um mich selbst - durch die Fernbeziehung hat ja jeder sein eigenes Leben.

Warum hast du eine Fernbeziehung ausgesucht ? Angst vor Nähe und Verletzungen ?
Angst vor Verbindlichkeit ?



Zitat:
Ich mache Sport, treffe Freunde oder gehe meinen Hobbies nach. Aber ich merke auch, wie mich diese Unsicherheit *⃣ zunehmend belastet.

Die alten Wunden ?


Zitat:
Anfänglich war es ein Unwohlsein, das ich nicht ansprechen wollte. Als ich es dann zur Sprache gebracht habe, gab es unser langes Gespräch + Klärung.
Vorerst war es damit auch gut und ich konnte ihre Situation viel besser einordnen.



Zitat:
Da sich aber auch in den Folgewochen nichts geändert hat, kamen meine Zweifel *⃣ wieder hoch.

Deine alten Wunden ?

Zitat:
Irgendwie habe ich es geschafft, mich in eine emotionale Abhängigkeit zu begeben...bzw. bin ich dort hineingerutscht.

Weil du Kontrolle wolltest und dir das was dir damals passiert ist nicht nochmal passieren soll ?


Zitat:
Keine Ahnung, wie genau das passieren konnte.Momentan fühlt es sich an, wie eine depressive Phase (wie oben beschrieben).

Aus Angst das es wieder knallen könnte ? Die Erwartungshaltung das es scheitert , nicht funktioniert? Und das alte kommt unbewusst nach oben ?

Zitat:
Die Gedanken kreisen, ich frage mich nach dem Grund für all das...ich fühle mich gut, wenn wir schreiben oder telen,

Weil du da Kontrolle hast.


Zitat:
fühle mich mies, wenn ich eine Weile nichts von ihr gehört habe.

Kontrollverlust ?

Zitat:
Natürlich weiß ich, dass das der absolut falsche Weg ist...aber wie komme ich da wieder raus?


Zitat:
Was kann ich Eurer Meinung nach tun, um aus dieser Situation (für mich)...emotional wieder herauszukommen?

Mal fachlich die alte Geschichte aufarbeiten. Wäre ein Ansatz. Weil die Nummer damals scheint heftiger gewesen zu sein als wie du annimmst.

x 4 #176


Mindtricks
@sheol

WoW! Danke, dass du dir soviel Zeit genommen hast und auf die einzelnen Punkte eingegangen bist.
Ich würde sagen: Du triffst den Nagel auf den Kopf. Es sind vor allem alte Wunden, die sich wieder öffnen...die Angst vor dem Alleinesein, vor dem Kontrollverlust (nicht über sie sondern über die Situation, in der sich alles so unbeschwert angefühlt hat und ich voller Energie war).
Die Fernbeziehung kam zwangsläufig zustande. Wo die Liebe halt hinfällt...es gibt Fernbeziehungen, die werden über Ländergrenzen hinweg geführt. Unsere liegt in einem 2h-Radius. In der heutigen Zeit eigentlich kein Thema mehr - vor allem nicht in meiner beruflichen Situation.
Leere in mir? Hm, das würde ich nicht unbedingt sagen. Es ist eher der Wunsch an die alte Aufmerksamkeit anzuknüpfen, die sie mir die letzten Jahre entgegengebracht hat. Wird mir diese genommen und richtet sich ihr Fokus dauerhaft auf andere Dinge (Job, Menschen etc.), dann fühle ich mich nicht mehr gewertschätzt. Ob das nun etwas mit innerer Leere zu tun hat? Vielleicht eher damit, dass ich diese mentale und emotionale Verbindung zwischen uns nicht abkühlen lassen möchte.

@mokka_23

Therapie? Bislang nicht wirklich! meine Therapie hat schon immer daraus bestanden, mich mit Menschen zu umgeben, Sport zu machen, zu sprechen oder zu schreiben. Das hat Linderung verschafft bzw. hat mich wieder in Richtung Stabilität entwickelt. Wirklich glücklich und euphorisch war ich aber immer nur dann, wenn sich Beziehung und/oder Job perfekt angefühlt haben.

Bezüglich deines Zitats von FrauDrachin: Da bin ich absolut bei dir! Ein ganz toller Beitrag!

#177


Y
Hast du mal überlegt, eine Therapie zu machen?
Denn wenn du selbst bereits von einer Erkrankung (Depression) schreibst, dann wäre der einzig logische Schluss das fachlich abklären zu lassen und sich in Behandlung zu begeben. Und nicht die Regulation und Stabilität über andere zu suchen. Das kann und sollte nämlich niemand leisten müssen!

In einer Therapie würdest du auch lernen, dass es nicht darum geht IHR oder deiner Partnerin zu vertrauen, sondern vielmehr darum sich selbst zu vertrauen. Und das Vertrauen in sich selbst zu haben, dass man a) liebenswert ist und b) mit den Widrigkeiten des Lebens, wie z.b. einer Trennung, auch umgehen kann.

Zitat von Mindtricks:
Wäre sie krank, wäre das in Ordnung.

Ist das so? Denn das was sie beschreibt klingt ebenfalls nicht gesund, sondern mehr so nach Burnout. Und dennoch triggert es dich, statt dir zu überlegen, was sie jetzt in dieser Situation unterstützen könnte.

x 2 #178


T
@Mindtricks, egal, was dir alle versuchen einzureden:
Taten zählen mehr als Worte!

x 1 #179


Scheol
@Mindtricks

Zitat:
a) Warum leide ich so? Nun, es wiederholt sich aktuell ein altes Trauma: *⃣ 2011 ist meine damalige Beziehung genauso zuende gegangen:

Sich einer Situation gegenüber stark ohnmächtig fühlen oder sich in seiner Existenz bedroht fühlen sind die Grundlagen eines möglichen Traumas.


Zitat:
Erst brach der S. weg (unter vorgeschobenen Gründen), dannfand sie Ausreden, um nicht mehr zu mir kommen zu müssen
und letztendlich wurde der Chat steril und weniger. Nein, es hätte nichts mit mir zu tun. Nein, es gäbe keinen anderen. Nein, ich wäre ein toller Mensch. Schon damals war ich extremst verunsichert, bis sie mir schließlich gestanden hat, dass sie sich trennen möchte.

Schau mal unter den Begriff „Verratstrauma“.


Zitat:
Das hat mich über Monate in eine Depression geworfen -

Es gibt die Diagnose Depression als Einzel Diagnose und es gibt die Depression als Traumafolgestörung.

Zitat:
ich wurde belogen, hingehalten und weggeworfen, wie ein schmutziges Hemd.

Was einen schweren Vertrauensbruch darstellt.

Zitat:
Bis ich dann einen neuen Job und (fast parallel) meine neue Partnerin (damals) gefunden hatte.

Was Vermutlich deinen Selbstwert gehoben hat. Durch die neue Liebe wurde die Wunde überdeckt und nicht getriggert.

Zitat:
Euphorie pur! Plötzlich lief alles wieder und gab mir Sicherheit.



Zitat:
Meine aktuelle Situation fühlt sich genau so an: Der bislang grandiose S. bricht plötzlich weg, sie wirkt gefrustet...in sich gekehrt...hängt mehr an ihrem Arbeitsrechner als bei mir. Die Themen drehen sich zu 70 % nur noch um den Job.

Also wirst du getriggert von damals durch das Verhalten.


Zitat:
Weil ich mich von mir aus nicht mehr regelmäßig melde, um eben keinen Druck zu erzeugen…

Bei Druck kann man jemanden weg drücken.

Zitat:
All diese Zeichen deutet mein Gehirn aktuell als Gefahr!:
"Du wirst ihr zuviel!", "Du erzeugst Druck in ihr", "Sie interessiert sich nicht mehr für dich und dein Leben", "Sie lässt es ausschleichen"....solche Dinge.
Ich kann mich dagegen nicht wehren! Niemand sucht sich freiwillig aus, in eine Depression zu rutschen.

Deine Aussagen, wie Trigger , Trauma , usw. Lassen eher vermuten das es keine normale Depression ist. Aber das soll ein Arzt entscheiden den sich mit dem Thema auskennt.

Zitat:
Ich sage mir dann: "Es passiert nur in deinem Kopf! Es ist doch gar nichts ausgesprochen oder entschieden - also calm down!"...aber trotzdem. Ich bin der typische "Overthinker" -

Ja,

„Overthinking“ (exzessives Grübeln) ist eine häufige Reaktion auf Traumata und ein zentrales Symptom von Traumafolgestörungen, wie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Es dient als Bewältigungsmechanismus,…..



Zitat:
ich zerlege Abweichungen vom mir bekannten Muster in sämtliche was-wäre-wenn-Szenarien. Rund um die Uhr...

weil mein Kopf niemals stillsteht.

Du hämmerst dein Cortisolspiegel so hoch das du nachts nicht schlafen kannst.

Der traumatisierte handelt immer um Sicherheit zu erzeugen , um Kontrolle zu haben.

Denke an einen Säbelzahntiger der vor der Höhle ist und du nun alle Möglichkeiten durchspielst um zu überleben. Um gewappnet zu sein für alle Möglichkeiten.

Das das das Nervensystem erschöpft ist klar.


Zitat:
Bin ich glücklich und ja, fast manisch, so hilft mir diese "Gabe" insofern, als dass ich Menschen relativ leicht lesen kann. Ich erkenne Lügen und Absichten.

Das nennt man meist Überlebensstrategie, was man meist in der Kindheit entwickelt wenn das Umfeld unsicher als Kind erscheint.


Zitat:
habe Probleme schneller durchdacht als andere in meinem Umfeld und wirke entsprechend sicher und souverän in allem.


Zitat:
Entzieht man mir aber meine Sicherheiten (Beziehung und Job), so dreht sich diese Gabe einmal rum und treibt mich in den Wahnsinn.

Kontrollverlust, was dich stark verunsichert oder sogar innerlich in existenzielle Not bringt.

Zitat:
Bislang bin ich zwar immer alleine da wieder rausgekommen - aber es war jedes Mal ein Akt.

Weil du keine Möglichkeiten gelernt hast dich selbst zu regulieren und nicht weißt wo her das kommt.

Zitat:
b) Ja, eine gute Partnerschaft muss es aushalten, wenn man mal nicht verfügbar ist.
Die Frage ist:


Hier denken wir zu viel.


Zitat:
Anfangs war ich sehr distanziert - aus Angst vor alten Wunden (wie eben den aktuellen).

Verratstrauma = Misstrauen in die Menschheit in die Welt , das man wieder verletzt wird.

Zitat:
Dann habe ich mir ein Herz gefasst und mich auf die Beziehung eingelassen. Weil ich gemerkt habe, wie ernst es ihr war.

Aber eine Fernbeziehung wie Stefanie Stahl sagen würde und da ein Hinweis erkennen würde. ( im Buch „jein“ erklärt glaube ich)



Zitat:
Die gemeinsame Zeit - das habe ich schon mehrfach geschrieben - hat sich hochreguliert: Von anfangs 1-2 x im Monat sehen wurde ein wöchentlich! Es wurden daraus gemeinsame Urlaube und Kurztrips, gemeinsame Feiern.
Sehr zu ihrer Freude!

Der traumatisierte soll zurück in sein Vertrauen kommen. Weil das ursprünglich Trauma diese Frau nichts mit der alten Frau / Trauma von damals zu tun hat.

Zitat:
Aktuell kommt aber durch die gewünschte Distanz - wenn auch vorerst nur schriftlich - daher bei mir Unsicherheit und Angst auf. Wäre sie auf Dienstreise im Ausland, wäre es kein Problem. Wäre sie krank, wäre das in Ordnung.



Zitat:
Aktuell aber fühlt es sich an, als wäre ich ihr (trotz Fernbeziehung) zuviel. Wo sie Anfangs um jede Minute mit mir gekämpft hat, ist sie aktuell von schriftlicher Distanz angetan. Es ist eine Neuerung, die sich mir nicht erklärt...

Nicht untypisch nach deiner Beschreibung in der Situation.

Zitat:
c) Mich auf mein eigenes Leben zu fokussieren ist sicher der richtige Weg. Aber: Durch sie habe ich wieder erleben dürfen, wie gerne ich Momente teile...wie ich lange Gespräche, das gegenseitige Aufziehen und Herumalbern sowie auch körperliche Nähe schätze und brauche. Wenn mir das plötzlich! genommen wird, dann entstehen bei mir Entzugserscheinungen.

🤔


Zitat:
Ich fühle mich abserviert und alleine...

🤔
Gab es hier mal Problem in der Kindheit ?
Mutter lange krank, du im Krankhaus ?

Zitat:
die Gedanken kreisen...ich vermisse Nähe und den Austausch mit der Partnerin.
Das alles macht es schwer, mich mit Freude anderen Dingen zu widmen. Hobbies oder Freunden zum Beispiel.

🤔
Du idealisierst sie , idealisieren = nichts mehr andere sehen können.

Zitat:
Ich habe mich in eine emotionale Abhängigkeit manöveriert - einfach, weil es sich die letzten Jahre so verdammt gut angefühlt hat und da plötzlich eine Leere droht, die ich nie wieder spüren wollte.

Da hast du dich selbst hinein gebracht.


Zitat:
Diese Frau hat in mir Vertrauen geweckt - SIE wollte mich, SIE hat sich mich gezielt ausgesucht und Zukunftspläne mit mir geschmiedet. Warum also sollte ich beefürchten, dass wir uns trennen könnten? Der Gedanke kam mir nie, weil ich mir so verdammt sicher war (und es eigentlich auch noch bin).





(
Zitat:
Ich weiß selbst, dass es einige hier zur Weißglut treibt -

So emotional...weinerlich und depressiv war ich schon lange nicht mehr. Aktuell sehe ich aber keinen Ausweg aus der Situation. Also emotional).

Wieder in Dieben Zuviel denken Modus.

Kontrollverlust.
Trigger von damals
Der traumatisierte denkt dass es wieder gegen die Wand fahren wird, = Selbsterfüllende Prophezeiung

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