Mindtricks
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Ja, das Thema ist kein Neues und auch defintiv kein Seltenes aber trotzdem benötige ich einmal Euer Schwarmwissen, um meine nächsten Schritte zu planen.
Kurz: Wir sind seit wenigen Jahren zusammen, teilen gleiche Interessen und Vorlieben, lästern über die gleichen Menschen und sind (kurzum) Seelenverwandte. Gemeinsame Urlaube und Ausflüge - ein verliebtes Paar.
Durch eine Veränderung in ihrem Umfeld im Sommer (beruflich), kam plötzlich aber Distanz in unsere, ansonsten sehr herzliche Beziehung auf Augenhöhe hinein. Ihre Messages wurden sachlicher, kühler. Sexuell passierte über Wochen nichts und ich hatte das Gefühl, dass ich nicht mehr die erste Priorität in ihrem Leben bin/war.
Ich habe ihr Verhalten gespiegelt und auch meine Messages nicht mehr mit Smileys und Herzen vollgestopft sondern auch eher neutral geschrieben. Zwar haben wir uns unsere Liebe noch bestätigt aber trotzdem fühlte sich die Beziehung plötzlich fremd an. So als sei ihr Blick nach links oder rechts abgewichen und ich wäre nicht mehr Mittelpunkt ihres Lebens.
Ich habe das Thema nach einiger Zeit des Grübelns und Beobachtens angesprochen und meine Bedenken/Befürchtungen mitgeteilt - dass sie sich möglicherweise entliebt hat oder ihre Prioritäten aktuell ggf. anders setzt.
Sie reagierte geschockt: Sie wisse nicht, wie ich auf so etwas kommen würde. Ich wäre nach wie vor Teil ihres Lebens und sie wäre nach wie vor in mich verliebt.
Dennoch wollte sie eine Beziehungspause von vorerst einer Woche, um über das Gesagte nachzudenken und es zu verarbeiten. Diese Auszeit habe ich ihr gestattet - auch wenn ich den Schock nicht ganz nachvollziehen kann, da ich ehrlich und sachlich war.
Nun haben wir uns diese Woche nicht gesehen und sie hat heute auch plötzlich aufgehört, mir zumindest kurze Messages zu schreiben. Kein "Guten Morgen" - kein "Gute Nacht, schlaf schön". Nichts!
Fragen:
a) Kann eine Frau, getriggert durch job-technische Veränderungen, vorübergehend ihre Libido verlieren bzw. den Partner an Stelle zwei in ihrer Prioliste setzen? Ist das realistisch? Auch wenn es vorher ein gemeinsamer Tanz war, der nie sein Tempo verloren hat. Eine Beziehung, in der man sich nie erklären musste und in der man die Gedanken des anderen ausgesprochen hat?
b) Ist das Aussprechen seiner Befürchtungen und Ängste Grund alleine, in eine Schockstarre zu verfallen und auf Distanz zu gehen? Ja, möglicherweise die ganze Beziehung infrage zu stellen?
c) Wirft man sehr sehr gute gemeinsame Jahre durch die erste (!) Beziehungskrise (ist es eine?) einfach weg als Frau?
d) Ist es von meiner Seite aus richtig, ihr die gewünschte Distanz zu gönnen? Soll ich auch texttechnisch die Füße stillhalten, um nicht bedürftig zu wirken? Soll ich das Text-Schweigen durch eine "Schlaf gut. Ich denke an dich!" brechen und ihr so signalisieren, dass ich mich nicht von ihr distanziere sondern nach wie vor an uns glaube?
Wie man es macht, macht man es ja ggf. falsch. Zuviel Distanz - wenn auch von ihr gewünscht - und das Ding ist gelutscht (weil sie mein Entgegenkommen vermisst bzw. meine Sorge um die Beziehung). Breche ich den Distanzwunsch und es wird als Stalking oder ja, als Verzweiflung gewertet, was einen Mann grundsätzlich unattraktiv macht.
Nur höre ich nichts mehr von ihr: Wie weiß ich dann, ob wir uns nächste Woche wiedersehen und die Sache ggf. noch einmal final besprechen können?
Ich danke Euch im Voraus!