Manchmal_Hexe
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Ich kann dir hier nur meine eigenen Eindrücke aus unserer Fernbeziehung damals geben: Wenn man sich eine ganze Zeit sieht und dann wieder in sein Leben zurückfährt, ist am Anfang die Sehnsucht unheimlich groß und die ersten Tage schwierig. Aber: Je länger man dann wieder im Alltag ist, desto weiter distanziert man sich von seinem Partner. Wenn man sich dann wieder sieht, ist es natürlich eine große Freude, aber jedes Mal auch wieder wie ein neues Kennenlernen.
Um langfristig Nähe aufzubauen, hilft eine Trennung aus meiner Sicht nicht wirklich. Ich glaube schon, dass manchmal etwas Abstand guttut, um sich wieder zu sortieren. Aber eine tiefe Verbundenheit wird es auf Distanz nicht geben.
Deshalb würde ich dir raten, nicht zu lange zu warten. Sie wird, wenn sie den Alltag jetzt alleine schafft, nicht plötzlich draufkommen, dass ihr jemand fehlt. Ich habe es so rausgehört, dass das deine Hoffnung ist, deshalb wollte ich darauf noch eingehen.
Zur Beerdigung: Ich persönlich finde es nicht schlimm, dass du nicht dabei warst, denn zu trauern ist etwas sehr intimes. Sie wird noch nicht offen genug gewesen sein, dass du sie in diesem Zustand begleitest. Ich würde es einfach abhaken und gut ist. Ihr seid noch nicht so weit, um diese Baustelle auch noch anzugehen.
Falls sie weiterhin blockiert, wäre es vielleicht eine Möglichkeit, dass du ihre Zwillingsschwester ins Vertrauen ziehst. Nicht um Details wie Gefühle zu besprechen, denn dafür kann sie nichts. Sondern um zu reden, ob sie Ideen hat, wie du dich ihr wieder annähern kannst. Dass sie blockt, du aber dabei sein möchtest als werdender Vater.