Guten Morgen Urmel,
ich finde auch, dass du dich heute wesentlich stärker liest als die letzten Tage.
Der Thread kann einen ja schon ziemlich beschäftigen, arbeiten ist da tatsächlich schwer.
Deswegen mal in aller Kürze - ich hab auch wieder nicht alle Zitate parat und muss dementsprechend paraphrasieren.
Du schriebst, du glaubst an der Trennung zu zerbrechen?
Ich würde sagen, dein Leben zerbricht. Alles, wie du es die letzten 5 Jahre hattest, ist pulverisiert.
DU zerbrichst aber nicht. DU schaust zu, wie sich das alte zerlegt und da kommen Momente der absoluten Hoffnungslosigkeit (emotional) auf einen zu, die wie eine Flutwelle oder Tsunami über einen einbrechen. Ich konnte in solchen Momenten gar nix machen, als zu weinen und mich an ein Kissen zu klammern. Etwas besser wurde es, als es mir gelang, mich der Welle zu ergeben. Keinerlei Widerstand zu leisten. Das zu fühlen, was als dunkle Masse in mir ist. Und dann aktiv zu merken, wie sich diese Welle zurückzieht und ich auftauchen kann.
Das Fahrrad...viele Spekulationen, ich denke, @Johanna15 hat es gut zusammengefasst. Es kann alles und nichts heißen. Ich mache mir eher Gedanken, was ist, wenn es nun nicht mehr dasteht? Mich wüde es reißen.
Oder mit dem wertvollen Gegenstand, den du noch in der Wohnung gefunden hast. Was ist damit? Was passiert, wenn sie sich meldet, um den wiederzubekommen?
Denn egal, ob sie ein Spiel spielt oder nicht, Halbinformationen werfen das Kopfkino an und es wird unerträglich. Deswegen würde ich an dieser Stelle zweierlei überlegen:
1) Kann ich die Dinge schnellstmöglich loswerden und dabei so wenig Informationen wie möglich bekommen und geben? Damit ich zur Ruhe kommen kann, so schnell denn möglich.
2) was tue ich, wenn diese geplante oder ungeplante (beim Fahrrad beispielsweise) Übergabe erfolgt ist und mein bisschen wiedereroberter Boden wegrutscht? Wie fange ich mich am besten?
Ähnlich denke ich über den Kollegen.
Er hat auch nur Halbinfos für dich, die dein Kopfkino anschmeißen. Das merkst du ja jetzt schon und bislang hat er sich lediglich nach deinem Befinden erkundigt.
Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich glaube dir die Punkte, die du schreibst, würde nur von außen sagen, es tut dir nicht gut. Ob sie sich entscheidet, wieder anzukommen oder nicht, wird sie mit sich ausmachen müssen und es gibt NICHTS, was du tun kannst, um da zu unterstützen. Außer ihr eventuell heulend ins Telefon zu schluchzen. Da wäre ich weg. Aber das hast du ja gar nicht vor.
Also alles was du denkst, was mit ihr ist, mag richtig sein, du hast trotzdem keinerlei EInfluss, wie das weitergeht. Da sind zu viele Variablen. Du kannst nur nach dir schauen und sehen, was die Zeit bringt.