Zitat von Urmel_:Hat der Dich auch abends immer auf dem Boden in den Arm genommen, Dich auf ihn gezogen, Deinen Nacken gestreichelt, den Haaransatz? Konntest Du Dich am WE auch auf ihm zusammenrollen, in den Arm genommen? Hat er Dich auch immer total verliebt, auch nach 5 Jahren angelächelt, wenn er an Dir vorbeigegangen ist und Dich sanft über die Schulter gestrichen? Hat der auch das Spiel aus Necken und Zuneigung gespielt, dass Du sponten grinsend "Blödmann" zu ihm gesagt hast? Hat er Dir auch immer leicht auf den Po gehauen, mit einem fiesen Grinsen, wenn Du vor ihm auf der Treppe warst, egal wo?
Ja, dann kann ich verstehen, dass Du die Bgeziehung bei so einem Ende auf sich beruhen lassen hast.
Neuling, bei Seite 80 irgendwas bisher, wollte ich kurz einhaken.
Das sind für mich Körperlichkeiten. Ich kann nur von mir aus gehen. Sie zeigen Zuneigung, ja. Sie zeigen noch die vorhandene Anziehung, ja. Aber, es zeigt für mich keine Verbundenheit. Vielleicht bin ich im Moment meiner verletzten Seele etwas verunsichert, aber mein Mann macht diese Dinge auch, dennoch habe ich nicht das Gefühl der Wahrhaftigkeit. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, also komme ich mit dem Alltag.
Ich äußere leise, um zuerst einmal Abzuklären, ob der Partner mitzieht, einen Wunsch, ein Bedürfnis. Der Partner hört mich zwar, nimmt das aber nicht ernst, weil ja nur geäußert. Äußere ich dies ein zweites Mal (und ich bin nicht auf den Mund gefallen und vorbelastet damit unangenehmen Gesprächen aus dem Weg zu gehen) und der Partner reagiert nicht, oder nicht ernstzunehmend, dann distanziere ich mich, innerlich. Kumuliert sich das, dann ist irgendwann jeglicher Funke erloschen.
Vielleicht hat sie dir bereits mehrmals zu verstehen gegeben, was sie möchte, aber du hast nicht zugehört? Vielleicht konnte sie es nicht nochmals sagen, weil vorbelastet? Ich weiß schon, dass erwachsene Menschen zu mehr in der Lage sein sollten, aber nicht JedeR kann das. Mich verwirrt eigentlich eher der Umstand, dass du von der mangelnden Konfliktbewältigung deiner Partnerin vermutet/ gewusst hast und sie da nicht abgeholt hast/ bzw. berücksichtigt hast. Ich weiß, wie mein Partner "tickt". Liebe ist es, wenn ich diese Schwächen nicht gegen ihn benütze, sondern zur Kenntnis nehme und in meinem Verhalten berücksichtige, ohne einem von uns Beiden einen Vorteil/ Nachteil zu geben.
Ich musste kurz schmunzeln, denn die angeführten Dinge sind nett, aber der Zuckerguss, nicht das Nonplus Ultra. Für eine fünfjährige Beziehung sehr gut, aber mir wäre es zu wenig. Ich muss gestehen, dass ich mich aber beim Lesen deiner "Analysen" auch nicht auf eine Beziehung einlassen könnte. Zu sehr würde ich mich wie unter dem Mikroskop seziert vorkommen, vor allem, würde mir mein Partner gestehen, dass er das tut. Das wäre mir zuviel Interpretieren, zuviel Waagschale (was sage ich wie und was interpretiert er daraus?). Es wäre wie auf Eierschalen zu laufen.
Nachdem ich mich permanent eigentlich mit Motivationsforschung und Ermittlung von den Handlungen Erwachsener beschäftige, kann ich für mich den Schluss ziehen, dass nichts so ist, wie ich mir das anhand von *beep* Fakten vorab ausmale, Erwachsene in ihren Handlungen und Beweggründen irrationaler und unberechenbarer sind als Kinder und, dass ich das definitiv nicht nach Hause übertragen will, denn dann müsste ich alleine leben (und mit mir allein ist es machbar, aber öde

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