Ich denke, hier haben wir Urmels These auf den Punkt gebracht mit seiner Antwort auf den Thread eines anderen Users:
Zitat: Da Du die Frau nicht verändern kannst, den Typen nicht verändern kannst (geh auf keinen Fall den Weg im Leben, in dem Du Konkurrenz schmälerst, den Weg gehen die Frauen bei der weiblichen Konkurrenz, Dir als Mann fügt das nur Schaden zu, denn so gibst Du Konkurrenz durch Aufmerksamkeit Wert, was die Anziehungskraft solch eines Mannes noch zusätzlich anhebt), bleibt als Variable nur Du selbst über.
Und da würde ich den Weg vorschlagen:
Männer verführen, Frauen binden.
Und der Weg raus aus dem Schlamassel, der einzige, der Dir vieleicht mehr ANziehungskraft bringt ist, in dem Du demonstrierst, dass Du miot der Trennung umgehen kannst. Das heißt nicht, dass Du nicht traurig bist, aber Du stellst jetzt das Binden (Beziehungsgespräche, Trauerkloß) ein, bringst Dein Leben nach vorne und lässt sie ihr Ding machen. Wenn Du in Dir ruhst, andere Frauen auf Dich aufmerksam werden, dann wird auch sie wieder neugierig. Ganz ohne Dein Zutun, denn Frauen sind besser als die CIA, vertrau darauf.
Ist der Weg einfach? Nein. Ist der Weg kurz? Nein. Aber den Weg zu gehen heißt, dass Du als Mann den Stier bei den Hörnern nimmst. Sowas gefällt Frauen in uns Männern.
Man fragt sich zwar, wie Urmel hier in seiner Situation jetzt genau den Stier an den Hörnern packt, wenn er sich wegduckt, aber seis drum. Die These "Männer verführen, Frauen binden" (die ja ohnehin schon fragwürdig ist) funktioniert ja nur, wenn die Frau Urmel binden will. Wenn allerdings ein Nebenbuhler auf der Bühne erscheint, der Frau verführt, und an den sich dann Frau binden will, ist Urmel doch ohnehin raus. Wenn sie keine Alternative hat, umso mehr. Die Annahme, dass eine Frau wie die CIA einem Ex nachstellt, entbehrt jeder Logik und Grundlage. Ist Urmel abgemeldet, ist er wurscht. Ist Frau noch im Schwanken zwischen Urmel und dem Nebenbuhler, gewinnt der, der mehr Initiative ergreift, mehr verführt und so als attraktiverer Partner erscheint. Und nicht der, der passiv in der Ecke hockt. Ob sie verunsichert ist, dass Urmel die Bindung akzeptiert oder kappt - hängt bei dieser Theorie vor allem an der Verführung des Nebenbuhlers ab und an der Frau, nicht aber an Urmel. Suggeriert Urmel allerdings, wie wichtig ihm die Bindung ist, hängt es vor allem an Frau und ihrer Bindung zu Urmel, nicht aber der Verführung vom Nebenbuhler..
So mal grob zusammengefasst. Was aber, wenn es umgekehrt ist? Wenn Frau verführt und Mann bindet. Dann ist die Frau, wie ja in den meisten gängigen Weisheiten, diejenige, die durch Verführung Aufmerksamkeit etc bekommt, und da ist die Aufmerksamkeit eines Neuen in Konkurrenz zur Aufmerksamkeit von Urmel. Wenn aber Urmel dann keine Aufmerksamkeit schenkt, gewinnt ohne weiteres der Nebenbuhler, oder Mann C. Und wenn Mann bindet, und das hat Urmel hier ja, und auch der Nebenbuhler binden will, dann gewinnt auch hier der, der mehr Engagement zeigt.
Bei Urmels These ist er der, der passiv ist und bleiben will, so oder so. Zumindest, wenn irgendeine Konkurrenz am Horizont erscheint. Und sich dann hinter irgendwelchen Regeln verschanzt, die halt leider keine Naturgesetze sind. Und mit solchen Weisheiten wäre ich mehr als vorsichtig. Denn natürlich kann man sich verlieben oder die Beziehung in Frage stellen, aber wenn Mann dann wortlos die Frau fallenlässt, dann ist das in vielen Fällen eher wenig erfolgsversprechend.
Der Mensch ist nicht in so simple Kategorien wie "Frau ist so" und "Mann ist so" runterzubrechen, sondern Aktion und Reaktion hängt vom jeweiligen Charakter des einzelnen Menschen und seinen aktuellen Umständen ab. Vielleicht auch mal so als These in den Raum gestellt.
Die Annahme, ich lehne mich passiv zurück, und dann merkt frau schon, wie stark und toll ich bin, und nur ja nicht in Konkurrenz treten, weil dann kommt sie schon angerannt und will mich binden, ist doch vollkommen konstruiert. Denn es könnte genauso ankommen, dass Mann entweder nicht genug Interesse an der Frau hat, dann braucht sie sich ohnehin nicht weiter bemühen - wenn er nicht verführt, will sie auch nicht binden - oder dass er einer ist, der Konkurrenz scheut - das kommt auch bei "der Frau" auch nicht so gut.
Und was wissen wir jetzt? Dass ihr seit 314 Seiten herumdiskutiert, aber nur über steile Thesen zu "Mann" und "Frau", aber wenig über die Menschen hinter diesen Zuschreibungen.
Wir haben hier einen Menschen, der einräumt, dass er in letzter Zeit wenig Lust auf irgendwas (inkl. 6) hatte, überfordert und teils depressiv war und ist, und einen anderen Menschen, der offensichtlich genauso unzufrieden und überarbeitet war, aber eine Exit-Möglichkeit hat. Jetzt ist die Frage, ist die Exit-Strategie wirklich so prickelnd oder einfach ein Ausbruch aus dem Alltag und dessen Problemen, und gibt es eine Chance auf Come-Back? Und B) ist das aufgrund der Beziehung und dessen Ende eigentlich erwünscht - und zwar ehrlich beantwortet. Und C) Wenn ja, wie? Was müsste oder könnte sich ändern? Und D) Wie sich jetzt am besten aufrichten und die Beziehung reflektieren. Auch Urmels Ausfüllen seiner Rolle als Ersatz-Papa, zB. Denn hier auszulassen turnt meiner Erfahrung nach alleinerziehende Mütter meistens ziemlich ab mit den Jahren.
Alles andere ist doch nur reines Geschwurbel der Kategorie "Was ist der Mensch" - hat aber mit Individuen und ihren Herausforderungen und Problemen und Wünschen überhaupt nichts zu tun.