Zitat von Urmel_:Also wirklich Rücksicht auf mich hat sie offenkundig auch vor der Trennung nicht genommen. Zum einen nicht über die Probleme gesprochen, zum anderen dann das Provozieren. Und wenn ich körperlich angeschlagen war, hat sie das am Ende eher genervt.
Guten Morgen Urmel
Ich lade dich zu einem weiteren Gedankenexperiment zum Reinspüren ein.
Eine Freundin von mir war mit einem Typen zusammen, der nach und nach in eine...sagen wir Depression gerutscht ist. Ist nicht diagnostiziert gewesen, aber er hatte so Anzeichen.
- ist nicht oder kaum noch raus
- war übellaunigv oder still
- hat nichts oder kaum in die Beziehung investiert.
Der letzte Punkt ist dabei besonders wichtig. Er hat keien Dates mit ihr geplant, er hat sich kaum mehr für ihre Themen interessiert, hat nicht nachgefragt usw. Es gab also nur noch im Schlafzimmer Intimitöät; geistig und unternehmerisch nicht mehr.
Gleichzeitig wollte er sie aber auch sehr gern bei sich haben. Dann gern nur zu Hause vor dem Fernseher abhängen udn er hat entweder von seinen Themen erzählt oder es war Stille und Netflix lief.
Davon war sie zusehends genervter, denn so hatte sie den Eindruck, dass sie in die Beziehung investierte (aushalten seiner schlechten Phase und sich selbst total zurück stellen), er aber nicht. Gleichzeitig und das muss man ihr sicherlich vorwerfen, hat sie aber auch nicht über ihr Unwohlsein gesprochen. Es gab für sie keine Gelegenheit, weil diese Nähe fehlte und sie immer rechtfertigte: aber es geht ihm ja so schlecht. Ich kann da jetzt nicht auch noch...
AUch sie machte das ca. ein halbes ahr mit. Sie hat ihn nur noch verachtet, weil er nicht mitbekam, was passierte.
Sie ging schließlich.
Er kämpfte iinsofern, dass er einmal bei ihr auftauchte mit Blumen und ähnlich wie du sagte: wir haben beide Fehler gemacht. Da hat sie ihgnrausgeschmissen. Warum? Weil er Beide sagte. Das war sicherlich bezogen auf die ganze Beziehung richtig, aber er hat damit noch immer nicht anerkannt, was sie für ihn geleistet hat in der Zeit. Das hätte er für sie als allererstes anerkennen müssen.
Vielleicht hätte sie sich dann auf ein Gespräch eingelassen.
Ob alles so klug war, wie sie ghehandelt hat, würde ich mal so dahinstellen. Ich bin mittlerweile auch der AUffassung, dass wir nicht nur unsere WÜnsche und Bedürfnisse kommunizieren müssen, sondern dass es auch unsere AUfgabe ist, dass der andere diese versteht.
Sie hätte ihn anzählen müssen, als noch Zeit war.
Sie hätte dem schon Nachdruck verleihen können und hätte früher gehen können.
Doch sie hielt aus bis nichts mehr ging.
Dafür hat sie nicht nur ihn verachtet, sondern auch sich, weil sie ihre Grenzen nicht gewahrt hat. So sehe ich das zumindest. Spüren tut sie nur die Verachtung ihm gegenüber.
