kuddel7591
Gast
Zitat von Urmel_:Warum willst Du anderen Menschen Fragen stellen, die man nicht eindeutig beantworten kann? Fragen, die Du selber nicht beantwortest, obwohl der Sinn dahinter, wenn man die Agenda im Blick hat, doch deutlich ist? Fragen stellen? Fragen stellen! Und sich selbst? Hat man sich da im Blick? Aber wo geht der Blick hin? Sollte man sich nicht erst Fragen, wo oben und unten ist? Und dann wäre es noch spannend in sich selbst zu schauen, ob man überhaupt die Fähigkeit hat, oben und unten in sich zu fühlen. Ist dann nicht die Frage, ob man nicht besser erst in sich schaut. Und zwar mit dem Herzen. Aber was ist das Herz? Diese Frage ist gar keine Frage. Sie ist ein Gefühl. Aber was machen wir, wenn unser Gefühl uns vor neue Fragen stellt? Kann man Fragen auch Fragen ohne Fragen zu Fragen? Eine Frage, die wirklich tiefer beleuchtet werden sollte.
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jo... das kann und muss jeder für sich selbst beantworten, ob gestellte Fragen einen Sinn ergeben.
ICH kann z. B. nicht wissen, ob von mir an dich gestellte Fragen einen Sinn ergeben oder ob du etwas
damit anfangen kannst oder willst.
"Entdecken Sie erst mal ihr Herz. Sie sind ein reiner Kopf-Mensch!"
Das wurde mal zu mir gesagt, als bei mir NICHTS mehr ging. Es ging bei mir damals um das
schiere Überleben. Die beiden Sätze bargen eines...Fragen - stimmt das, was die olle Klucke (Therapeutin) mir da an den Kopf geworfen hatte? Ein Jahr später war ich erneut im Rahmen
einer Reha bei der Klucke. Ich hätte sie erwürgen können - nach einem Jahr. Ein Jahr später
war ich wieder in der Reha...ah so - eine onkologische war das jeweils. Da war das schon besser -
ein "die könnte ich erwürgen"- Gedanke.
Aber was diese Klucke ausgelöst hatte - Fragen zu stellen....an mich selbst. Denn das Ziel war,
dass ich erst mal selbst besser kennenlerne. Und da waren die Fragen das beste Mittel, die ich
mir beantworten sollte. Klar...als sturer Westfale habe ich natürlich gleich gemacht....
Warum ich sooooo viele Fragen stelle - ich kann dabei nicht wissen, ob und welche Fragen
dich z. B. bewegen, betreffen, treffen, fordern, vllt. auch überfordern werden - das kann ich
nicht wissen. Wenn du alle hier gestellten Fragen zu "knicken" gedenkst - egal wer sie stellt -
dass ist das doch okay!
Ja... gelegentlich wirken Fragen wie "Salz in einer offenen Wunde" - auch das kann ein Fragesteller
vorher nicht wissen. Dass da niemals Absicht dabei sein kann - das ist so. Wie gestellte Fragen
ausgelegt werden - das kann ein Fragesteller vorher nicht wissen. Ob eine Antwort auf gestellte
Fragen ergeht - auch das kann der Fragesteller nicht wissen. ICH weiß, dass ich auch ohne
Antwort auf eine von mir gestellte Frage gut umgehen kann...und das NICHT-antworten für
mich okay ist.
Und ja.... nicht zu wissen, wo oben und unten ist, rechts und links ist, vorne und hinten ist,
kann ich sehr gut nachvollziehen. Das ändert aber an den gestellten Fragen nichts - denn die
bleiben ja erhalten. WANN die Fragen zur Beantwortung anstehen - das entscheidet über das
Wohl aber auch über das Wehe im eigenen Befinden. Und ja.... keine Antwort ist auch eine
Antwort. Manchmal ist es besser, vorerst keine Antwort zu haben/zu bekommen. Aber auch
das löscht die damit verbundenen Fragen nicht aus.
Ja...es gibt "Herzensangelegenheiten", es gibt Gefühle, es gibt Emotionen, die aber auch nicht
so ganz ohne Fragen auskommen....wenn es um den Umgang mit dir selbst geht.
Eine Leben ohne Fragen - geht das? Ist das lebenswert? Ist das hilfreich? Macht das Freude?
Oder kappt Frau/Mann sich selbst gerade DAS, was das Leben noch sehr viel spannender macht -
Antworten zu bekommen, sich selbst Antworten zu geben?
Dieses Biest von oller Klucke hat mich dermaßen auf die Palme gebracht. Wie dankbar ich der
"ollen Klucke" jetzt bin.... ja, sehr. Vielleicht war es sinngebend, dass es gerade eine FRAU war, die mich so triezte? Das weiß ich nicht....ist mir inzwischen auch egal.
Nein.... all das ist nicht generell übertragbar, nicht generell erfolgreich. Ich wusste vorher auch nicht - auch nicht die "olle Klucke" - ob das Gesagte der "Klucke" Sinn macht. Den Weg zu gehen - das wollte ich (die Klucke war mit ihren Latein bei mir ansonsten am Ende, so ein sturer Bock war ich). Ob und wo er endet - das wusste ich nicht. Der Weg endete nicht....
