Ex-Mitglied
Gast
Zitat von Femira:
Ich bin nicht mehr sicher, ob ich dir da so allumwunden zustimme.
Wenn die Abwärtsspirale anfing, dass du in eine Depression bist, sie da mit dir geredet hat udn versucht hat dir zu helfen, dann hat sie geredet.
Dann ging das so weiter und sie hatte nur noch die Chance auszusteigen, bzw. auf den Tisch zu hauen und zu sagen: Herr Urmel, entweder du tust nun etwas für dich oder ich bin weg. und dann hätte sie auch mal weg sein müssen.
Dazu bereit bin ich zumindest erst, wenn ich innerlich wirklich am Ende bin...sonst würde ich meinen Partner nicht so leicht aufgeben. Gern würde ich in so einer Situation dann denken: Es wird besser, wenn...
Weißt du, ich hatte das mal mit Mitte ENde 20. Wir waren 3 JAhre zusammen. Er rutschte immer mehr ab. Viel mehr als du. Er verlor seinen Job, ging kaum noch raus, und wenn er rausging, trank er unfassbar viel Ich dachte immer und er sagte es auch immer "wenn ich xy, dann wird es besser" und es wurde nicht besser.
Aber ich hoffte...
Irgendwann wechselte ich den Job und lernte einen ziemlich jungen Typen kennen, der in einer Beziehung war. Wir erstanden udn gut und ich glaube auch, dass zwischen uns s. Spannungen waren. Wir wollten dem aber beide nict nachgehen. Er erzählte mir immer, was er für tolle Sachen für seine Freundin tat. Ich verliebte mich in diese Ideen, in die Art mit jemand anderen umzugehen und der Kontrast zu meinem Exemplar wurde schrecklich. Das gab mir die Kraft, mich zu trennen.
Der Junge wurde dann auch relativ schnell getrennt...aber aus uns wurde nichts und wir hatten auch nie was. Ich bin aber dankbar, dass ich mich mit seiner Hilfe trennen konnte.
Hätte sich mein Exemplar verändert, wäre aus uns auch nichts mehr geworden, glaub ich. Zu sehr hatte ich gelitten.
Ich will nur sagen, dass es auch sein kann, dass sie mit dir geredet hat im letzten Jahr und da es eine destruktive Dynamik war, hätte ein Gespräch auch nichts gelöst.
Vielleicht kannst du darüber nachdenken und schauen, was im letzten halben Jahr machbar war von ihrer Seite.
Was hat sie getan und was nicht?
Und vor allem...schau,w as dich in die Depression geführt hat und wie du daraus kommst. Und da würde ich durchaus nochmal über eine prof. Begleitung nachdenken. Auch wenn es keine harte Depression war wie dein Hausarzt (?) sagte, ist eine Dpression eine ernst zunehmende Krankheit, die man sehr gut behandeln kann. Vor allem wollen wir alle nciht, dass du nochmal in eine rutscht bei der näcgsten, sondern Tools hast, das frühzeitig zu erkennnen und dann in die Handlung zu kommen.
Nee, das Ding ist: man steigt nicht aus, wenn der/die Partner*in krank ist. Depression ist kein Witz, sondern eine ganz schlimme Erkrankung. Gerade dann jemanden im Stich zu lassen ist mE das Allerletzte.
In meinem Umfeld habe ich es gerade, dass einige sagen, die damit selbst- oder fremderfahren sind, dass ich wohl auch eine Depression habe. Zum 1. Mal in meinem Leben. Dadurch verstehe ich auch, was eine Depression eigentlich bedeutet. Das ist richtig schlimm.
Zum Glück lässt mich mein Umfeld aber nicht im Stich u wendet sich nicht ab, sondern versucht mir zu helfen.
( Bei mir ist die Depression nicht beziehungstechnisch bedingt, das habe ich schon gut verarbeitet, sondern durch Corona.)

