....... ich habe mir hier so ziemlich alles durchgelesen und hoffe aber trotzdem, dass ich nicht etwas durcheinander bringe (wenn, dann bitte ich jetzt schon um ein mea maxima culpa

).
Ich steckte vl. in einer ähnlichen Situation wie deine Frau. Im Gegensatz zu ihr war und bin ich psychisch nicht unbedingt labil und habe auch nur zwei Kinder großzuziehen gehabt. Neben der Kids jedoch schmiss ich den Haushalt, ging halbtags arbeiten und half abends meinem Mann bis 03.00 Uhr Nachts bei seiner Arbeit, die er selbstständig ausübte.
Da es sich dabei um PC-Arbeit gehandelt hatte, verfing ich mich, immer wenn ich eine Pause einlegte, in Online-Spiele und ...... was soll ich sagen: Ich wurde regelrecht süchtig danach (mit der Einschränkung, dass ich dafür immer nur abends die Zeit dazu fand).
....... jetzt weiß ICH, was ich gesucht habe: Zuerst einfach nur ne kleine Pause - Ablenkung halt, später dann ne kleine Auszeit in Form von 1 Stunde, noch später einen unterhaltsamen Abend, weil ich ja wegen der Kids zu Hause bleiben musste und irgendwann dann ganz später nutzte ich abends so ziemlich jede freie Minute vor dem PC. Ich lernte zwar niemanden kennen (das hatte mich nicht interessiert), doch erfuhr ich in der virtuellen den Spaß, den ich im realen Leben vermisste.
Ich musste in der virtuellen Welt nicht unbedingt FUNKTIONIEREN, sondern durfte mich hängen lassen. Man lobte meine Spielkunst, man begann natürlich etwas mit mir zu flirten und ..... tja, das alles zauberte mehr Lächeln auf meine Lippen als es mein Mann abends zu dieser Zeit je vermocht hätte.
..... doch weiß ich auch jetzt, dass dies bereits unser AUS gewesen war.
Auch in der ersten Zeit, als ich bereits von meinem Mann getrennt war, frönte ich die Spielsucht abends noch etwas weiter (dies jetzt, weil es ja eh niemanden störte), BIS mein Interesse ein realer Mensch geweckt hatte UND die Spielsucht war von Knall auf Fall zu Ende.
Ich weiß nicht "Gehörnter", inwieweit dir das helfen kann, nur: Wenn ich da an mich zurück denke (immerhin ging das bei mir ebenfalls gut ein Jahr), so kann ich jetzt mit Sicherheit sagen, dass ich vor dem realen Leben geflüchtet bin, und zwar deshalb, weil ich es ansonsten nicht mehr ertragen hätte.
Mich haben im Grunde genommen nicht die Kids, nicht der Haushalt und auch nicht mein Halbtagsjob gestört, gestört hat mich lediglich mein Mann, den ich wegen der Kids (wie bescheuert kann man sein) nicht verlassen wollte.
Mag der Fall bei dir auch etwas anders gelagert sein, doch könnte dich meine Geschichte etwas zum Denken anregen ...... .
Ich stimme im Übrigen denjenigen zu, die der Meinung sind, dass du "sie" so schnell wie möglich verlassen solltest, und zwar zum Ersten, damit du endlich wieder zu dir finden kannst und zum Zweiten, damit deine Frau möglicherweise aufgerüttelt wird, wenn sie merkt, dass das reale Leben um sie herum zusammenbricht ....... .