Inselfunkabschluss.
Morgen geht es zurück.
Wir waren heute nochmal ausgiebig am Meer und am Pool und bei der Kindershow des Hotels. Die Kleine hat gefragt, ob wir, da wir das ja jetzt zu unserem Kurzurlaubsritual erkoren haben, nicht das nächste Mal länger bleiben können. Wir sind so verblieben, dass, da sie ja fünf ist, wir fünf Übernachtungen geblieben sind, und jedes nächste Mal bleiben wir für so viele Übernachtungen, wie alt sie ist, falls sie das will.
Am Telefon sagte sie ihrer Mutter, dass sie ihre Kindergarten Freundinnen so sehr vermisst, hat sie namentlich aufgezählt usw.. Ihre Mutter meinte, dass ja bald wieder Kindergarten sei. Ich weiß, dass sie bald ihren Wegzug verkünden wird und meine Kleine ab Herbst ihre Kindergarten Freundinnen so gut wie nie mehr sehen wird. Ein schaler Nachgeschmack, der bleibt.
Ob meine Ex das auf ihrer Schussfahrt zum neuen Glück wahrnimmt? Die Argumente legt sie sich zurecht. Wahre Freundinnen findet man eh erst ab der Schulzeit. Ist wohl menschlich, um den eigenen Weg nicht zu sehr in Frage zu stellen. Sie ist erst fünf. Sie findet neue Freundinnen. Sie ist kontaktfreudig. Bla.
Es bleibt trotz allem ein massiver Einschnitt in das Leben meiner Kleinen mit ihrem begrenzten Horizont. Ihre bisherigen Freundinnen sind weg. Nix bla.
Meine Anwältin sagte zurecht, dass die Kinder nicht mitentscheiden, sondern mit den Entscheidungen ihrer Eltern zurechtkommen müssen. Das steht meiner Kleinen bevor.
Wenn meine Kleine nicht komplett eskaliert, werde ich dem Wegzug zustimmen, und werde weiter ihr väterlicher Anker sein.
Hasta luego.
Der Gebräunte.