Zitat von Hola15: Dieses Aufrechnen führt aber gerade in diese Gegeneinander-Haltung.
Mag ja sein, ist aber wohl trotzdem dringend nötig, weil @Theboss ja offensichtlich keinen Überblick davon hat, wie der Arbeitstag seiner Frau aussieht.
Zitat von Theboss: Ich hatte eine sehr emanzipierte Mutter die uns Kinder erst Abends zum Abendessen von meiner Oma abgeholt hat und wollte mit meiner Frau eine heile Welt erschaffen.
Du wolltest eine heile Welt für dich erschaffen - hat nicht geklappt. Deine Frau ist nicht deine Mutter und kann diese auch nie ersetzen. Was tust DU dafür, dass deine Frau auch eine heile Welt hat?
Zitat von Theboss: Ich dachte immer "das kann sich nicht jeder leisten" aber das kostet nicht nur mein Geld sondern auch ihre Zeit...
Es kostet natürlich Geld und Zeit wenn man in Kinder investiert. Deine Kinder - Dein Geld. Ihre Kinder - Ihre Zeit. Eure Kinder - Euer Geld und eure Zeit.
Bist du eifersüchtig auf deine Kinder, weil deine Mutter sich auf diese Weise nicht um dich und deine Geschwister gekümmert hat? Hat dein Vater mit dir gespielt? Hat dir das gefehlt? Spielst du mit deinen Kindern?
Zitat von Theboss: Und wenn ich sie dort störe sagt sie dass es reicht wenn sie springen muss sobald das babyphone piept und sie keine Lust hat wenn ich dann auch "am Bedürfnisbaum rüttele".
Springst du auch, wenn das Babyphone piept? Hat sie auch einen "Feierabend" so wie du? Eine Mittagspause?
Zitat von Theboss: Alle sagen ich soll ihr mehr helfen, aber sie sagt ja selber dass es das auch nicht ist.
Zitat:Sie sagt, dass eine Stunde helfen nicht reicht,.....
Zitat:Ich hab auch schon versucht ihre Arbeit zu machen aber wenn es gemacht ist fällt ihr immer etwas neues ein was auch noch gemacht werden muss.
Zitat von Theboss: Ich hab auch schon versucht ihre Arbeit zu machen aber wenn es gemacht ist fällt ihr immer etwas neues ein was auch noch gemacht werden muss.
Zitat: und ich mache zuhause nochmal eine zweite Schicht als Putzfrau
Da ist einiges sehr Widersprüchlich. Zum einen schreibst du, dass der Haushalt ja in 6 Stunden - pro Woche - gemacht sein könnte - zum anderen beklagst du dich über die 2. Schicht als Putzfrau. Wenn du allein wohnen würdest, müsstest du den Haushalt neben deiner eigentlichen geldbringenden Arbeit auch machen. Insoweit ist es keine Hilfe, die du deiner Frau gewährst, sondern nur dein eigener Anteil an der Hausarbeit.
Frag mal deine Frau, wie oft sie heute schon hinter den Kindern hergeräumt hat. Wer die Hausaufgaben überwacht. Wer die Kinder wickelt. Wer Essen kocht. Wer die Arzttermine und die damit verbundenen Wartezeiten wahrnimmt. Wer Kleidung für die Kinder einkauft. Wer die Kinder tröstet, Streit schlichtet, Fragen beantwortet, Wickelt, ins Bett bringt.
Stell dir einfach vor, dass die Kinderarbeit für deine Frau ihre Vollzeitstelle wäre (40 Stunden sind da schnell übertroffen). Inclusive aller Verantwortung, Pflege und Fürsorge. Und dann stell dir vor, du würdest dir wie früher mit deiner Frau die Hausarbeit teilen.....also alles, was nicht Arbeit einer Erzieherin, Krankenschwester, Köchin ist....
Ich finde, Aufrechnen ist dringend nötig - mit offenen Augen.
Übrigens: Was war denn an dem Tag deines Eingangsposts? Ihr hattet zuvor Gäste. Wer hat das Essen vorbereitet, die Wohnung geputzt, die Gäste bewirtet, die Kinder still gehalten, die wohl wie üblich aufgeregter als normal waren? Wer hat sich gekümmert, wenn sie bei den Unterhaltungen gestört haben und Aufmerksamkeit wollten?
Was macht deinen Arbeitstag so anstrengend, dass du nicht am Feierabend sofort zu Hause die Schicht deiner Frau übernehmen und ihr so auch einen Feierabend oder zumindest eine Pause gewähren kannst? Was glaubst du, wie sich deine Frau in Zukunft nach dir sehnt, wenn sie weiß, dass sie entlastet ist, weil du da bist.
Zitat von Theboss: Ich habe nur wenig geantwortet weil ich eben Papa von 3 Kindern bin. Die haben ziemlich Terz gemacht heut Abend.
Wenn deine Frau nur wenig antwortet, weil sie eben Mama ist und die 3 Kinder ziemlich Terz machen den ganzen Tag - bist du da auch so verständnisvoll?